Referat Praxisführung

Referat Praxisführung

Dr. Helmut Kesler

  • Beratung zur Führung der zahnärztlichen Praxis
  • BuS-Dienst
  • Medizintechnik und Gerätesicherheit
  • Beratung zu Bauvorhaben und Praxisgestaltung
  • Zahnärztliche Stelle Röntgen
Praxisführung | BuS-Außendienst
Ivonne Mewes
Praxisführung Zahnärztliches Qualitätsmanagement
Sara Schütz
Medizintechnik und Gerätesicherheit
Erik Kiel
Beratung zu Bauvorhaben
ZA Wolfgang Glatzer
BuS-Dienst Organisation
Nicola Apitz
BuS-Außendienst
Cindy Kühn
BuS-Außendienst
Konrad Seidler
Betriebsarzt
PD Dr. Dr. med. Alexander Gerber
Betriebsarzt
Dr. med. Marc Krüger
Zahnärztliche Stelle Röntgen
Dr. Veronika Hannak
Zahnärztliche Stelle Röntgen
Ulrike Stork-Gissel
Zahnärztliche Stelle Röntgen
Peggy Stewart
Zahnärztliche Stelle Röntgen

Zahnärztliche Mitarbeiter:


Dr. Harald Potente
Dr. Petra Schönherr
PD Dr. Frank Peter Strietzel

    Die praktische Ausübung der Zahnheilkunde steht heute immer mehr in Zusammenhang mit Themen, die nicht Bestandteil des zahnmedizinischen Studiums sind. Neben ihrer eigentlichen Tätigkeit sind Zahnärzte heute auch Manager ihrer Unternehmen, die sich den markwirtschaftlichen Herausforderungen stellen und dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllen. Aktuelle Kenntnisse über Personal- und Betriebsführung sind notwendig, um dem gewachsen zu sein.

    In kaum einem anderen medizinisch-ambulanten Bereich kommen derartig viele Rechtsgrundlagen zur Anwendung wie in einer Zahnarztpraxis. Das Referat Praxisführung der Zahnärztekammer Berlin versteht sich als Dienstleister bei der Umsetzung dieser praxisrelevanter Belange, Verordnungen und Vorschriften. Insbesondere in den Bereichen Praxishygiene, Medizinprodukte, Entsorgung von Praxisabfälle sowie Amalgamabscheidung, Brand-, Arbeits- und Gesundheitsschutz, der Pflege des digitalen Praxishandbuches, der Organisation des BuS Dienstes und der Durchführung von Prüfungen elektrischer Arbeits- und Betriebsmittel.

    Des Weiteren vertritt das Referat Praxisführung die Interessen der Zahnärzte gegenüber Behörden, Institutionen, Industrie und Handel. Dabei werden aktuelle Themen aufgegriffen und dementsprechende Aktivitäten umgesetzt.

    Die Zahnärztliche Stelle Röntgen prüft im Kammerbereich Berlin in turnusmäßigen Abständen alle Röntgengeräte (Tubus-, Panorama-, Fernröntgenseitengeräte sowie dentale digitale Volumentomografiegeräte), die in den zahnärztlichen Praxen, den Universitäts-Kliniken, den Justizvollzugsanstalten und Gesundheitsämtern benutzten werden, wie es § 17a der Röntgenverordnung fordert, und sichert damit die gleichbleibende Qualität im Röntgen.

    Anzeigeverfahren

    Für die Inbetriebnahme oder den Weiterbetrieb einer der Bauart nach zugelassenen Abwasserbehandlungsanlage für amalgamhaltiges Abwasser (Amalgamabscheider) nach § 38 Abs. 3 Berliner Wassergesetz und über die Einleitung von amalgamhaltigem Abwasser nach § 4 Abs. 1 Indirekteinleiterverordnung muss beim zuständigen Bezirksamt eine Anzeige erfolgen.

    Hier finden Sie den entsprechenden Vordruck.

     

    Sachverständigenprüfung

    Ab dem 5. November 2007 sind die 5jährigen Prüfungen an Amalgamabscheidern ausschließlich durch hierzu bestellte Sachverständige durchzuführen.

    Hier finden Sie die Sachverständigenliste.

     

    Infos für Handel und Industrie

    Prüfen von Amalgamabscheider in Verbindung mit neuer Verordnung über das Einleiten von Abwasser in öffentliche Abwasseranlagen (Indirekteinleiterverordnung – IndV), vom 1. April 2005, GVBl. v. Bln. S. 224.

    Am 1. April 2005 trat die neue Indirekteinleiterverordnung für das Land Berlin in Kraft. Diese Verordnung, die auch den Betrieb von Amalgamabscheidern regelt, bringt einige Veränderungen mit sich. Nach § 4, Abs. 2 IndV dürfen Abwasserbehandlungsanlagen, zu denen auch Amalgamabscheider gehören, ab dem 23. April 2007 nur noch von Sachverständige geprüft werden, die von einer sachverständigen Stelle bestellt sind. Eine derartige Regelung wäre aus Sicht der Zahnärztekammer eine unzumutbare Situation für alle Beteiligten. Es bestünde dann die Notwendigkeit der zeitgleichen Anwesenheit eines Sachverständigen und eines Depottechnikers bei der Prüfung eines Amalgamabscheiders.

    In Verhandlungen mit der zuständigen Senatsverwaltung gelang es der Zahnärztekammer Berlin, die Behörde davon zu überzeugen, dass die Techniker der Hersteller bzw. der Dental-Depots weiterhin die regelmäßige, 5jährige Prüftätigkeit ausüben können, sofern nachweislich eine entsprechende Qualifikation bei den Herstellern von Amalgamabscheidern erworben wurde; diesem Personenkreis ist nun die Gleichstellung von Sachverständigen zugebilligt. Diese Sachverständigen sind rechtlich verpflichtet, sich einer Sachverständigenorganisation anzuschließen, die nach den Grundsätzen der vom Bundesumweltministerium gebildeten Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) zu gründen ist. Durch eine Verwaltungsvereinbarung vom 05.02.2007 mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz wurde die Zahnärztekammer Berlin zur entsprechenden Sachverständigenorganisation bestellt. Von hier aus findet nun die Bestellung der Service-Techniker zu Sachverständigen statt. Es können nur natürliche Personen, nicht aber Personengesellschaften oder juristische Personen öffentlich bestellt werden.

    Die zuständige Senatswaltung hat der Zahnärztekammer Berlin auferlegt, die Modalitäten für die Bestellung von Sachverständigen unverändert umzusetzen; diese Vorgaben finden Sie hier. Ein Ermessensspielraum besteht somit nicht, da im Unterschied zu den anderen Sachverständigenorganisationen nach § 5 IndV, die Bestellungsgrundsätze für Sachverständige im zahnärztlichen Bereich (Abwasserverordnung, Anhang 50 Zahnbehandlung) bereits auf ein Minimum festgelegt wurden.

    Nach Einreichung der im Merkblatt geforderten Antragsunterlagen zur Bestellung als Sachverständiger für Amalgamabscheider ist die Zahnärztekammer Berlin verpflichtet, diese auf Erfüllung der gegebenen Rechtslage zu prüfen und danach die beantragende Person zum Sachverständigen für die in den Antragsunterlagen genannte Produktpalette (jeweiliger Hersteller und deren Amalgamabscheider) zu bestellen. Die bestellten Sachverständigen werden namentlich veröffentlicht, so dass auch eine entsprechende Sachverständigentätigkeit in anderen Bundesländern möglich ist, sofern die dort zuständigen Behörden ihre Zustimmung erteilen. Die Bestellung zum Sachverständigen hat in der Regel eine Gültigkeit von 5 Jahren und erlischt, wenn kein Antrag auf eine Verlängerung der Bestellung für weitere 5 Jahre vorliegt.

    Das Einrichten und Betreiben einer Sachverständigenorganisation bedeutet für die Zahnärztekammer Berlin einen zusätzlichen Verwaltungs- und Kostenaufwand. Die hierbei entstehenden Kosten dürfen nicht den Pflichtmitgliedern der Zahnärztekammer Berlin auferlegt werden. Somit sind diese Kosten in Form von Gebühren an die zu bestellenden Sachverständigen weiterzugeben. Die entsprechende Gebühr soll die entstehenden Kosten für die Dauer der Bestellung von längstens 5 Jahre abdecken und sind in einem Gebührenverzeichnis, entsprechend der Gebührenordnung der Zahnärztekammer Berlin festgelegt.

    Zur Beantwortung weiterer Fragen steht Ihnen Erik Kiel unter Telefon (030) 34 808 162 oder per E-Mail zur Verfügung.

    Die Einhaltung der Vorgaben zur Hygiene in der zahnärztlichen Praxis ist ein Eckpfeiler des Patientenschutzes und damit unabdingbare Selbstverpflichtung für den zahnärztlichen Berufsstand. Entsprechend der Halbwertzeit des Wissens in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde haben sich in den vergangenen Jahren auch die Anforderungen an die zahnärztliche Hygiene weiterentwickelt. Neben entsprechenden gesetzlichen Vorgaben, wie z. B. dem Medizinproduktegesetz (MPG) und der Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV) hat dies auch in den Richtlinien, Leitlinien und Normen seinen Niederschlag gefunden.

    Um Sie bestmöglich bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften und der fachgerechten Aufbereitung in der Praxis unterstützen zu können, hat das Referat Praxisführung der Zahnärztekammer Berlin intensive und vor allem erfolgreiche Verhandlungen mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) geführt. Hier stellen wir Ihnen die in Abstimmung erstellten Arbeitsanweisungen zur Verfügung.

    Neben der Regelung von Verantwortlichkeiten bei der Aufbereitung von Medizinprodukten und ihrer Einstufung beinhalten diese Arbeitsanweisungen zudem wichtige Hinweise für die unterschiedlichen, artgerechten Möglichkeiten der (Vor-)Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten. Durch die zuständige hygieneverantwortliche ZFA kann diese Vorlage relativ einfach mittels Streichen, Ändern und Ergänzen an die Belange Ihrer Praxis angepasst werden.

    Eine Sammlung von möglichen Fehlern im Bereich Medizinprodukte und Arzneimittel in der Zahnarztpraxis haben wir in einer separaten Broschüre zusammengestellt.

    Die Broschüre Arbeitsanweisungen können Sie per E-Mail an das Referat Praxisführung bestellen oder hier die Broschüren Arbeitsanweisungen und Fehlersammlung downloaden.

    Brandschutzübungen dienen der betrieblichen Sicherheit und können Leben retten. Bedenken Sie, dass es im Brand- und Gefahrenfall oft um Sekunden geht, die darüber entscheiden, ob Menschenleben und Sachwerte gerettet werden können.

    Die Zahnärztekammer Berlin empfiehlt, wegen der betriebsbedingten Brandgefährdung einer Zahnarztpraxis, regelmäßig teaminterne Brandschutzübungen in der Praxis durchzuführen. Bei entsprechender Vorbildung können Sie die Brandschutzübungen auch selber leiten.

    Hier finden Sie eine Checkliste Brandschutz des W. A. F. Instituts für Betriebsräte-Fortbildung

    Alle Zahnarztpraxen sind entsprechend den Vorgaben der DGUV Vorschrift 2 verpflichtet, zwecks Betriebsärztlicher und Sicherheitstechnischer Betreuung (BuS-Betreuung) einen Betriebsarzt und eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu bestellen und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege (BGW) auf Verlangen nachzuweisen.

    Neben gewerblichen Anbietern steht den zahnärztlichen Praxisinhabern seit 1998 der kammereigene „BuS-Dienst“ zur Verfügung. Über 90 Prozent der Berliner Praxen lassen sich bereits von uns betreuen.
    Aus unserer langjährigen Erfahrung lässt sich das Resümee ableiten, dass eine sichere Arbeitsumgebung die Grundvoraussetzung für motiviertes und effektives Arbeiten ist. Deshalb sollten die vorbeugenden Arbeitsschutzmaßnahmen ein wichtiges gemeinsames Ziel für Arbeitgeber und Beschäftigte sein. Neben der Mitwirkung aller in der Praxis Beschäftigter ist unsere BuS-Betreuung von elementarer Bedeutung, da wir auf viele Dinge achten, die sonst im Praxisalltag gerne in Vergessenheit geraten. Getreu unserem Motto: Wir sind für Sie und Ihre Praxis da!

    Wenn Sie Interesse haben an unserer von Ihrer Zahnärztekammer Berlin organisierten BuS-Dienstbetreuung teilzunehmen, brauchen Sie uns nur eine schriftliche Anmeldung in Form eines Vertrages (Vereinbarung über die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung von Kleinbetrieben) zukommen zu lassen. Der BuS-Dienst wird dann im Rahmen der Regelbesuche vor Ort eine Betriebsbegehung durch eine Sicherheitsfachkraft in einem Intervall von drei Jahren durchführen. Zum Zweck der ganzheitlichen Darstellung aller relevanten arbeits- und gesundheitsschutzrechtlichen Vorschriften wird eine Liste in Form eines Fragenkataloges mit dem Praxisinhaber und seinem Team besprochen und erarbeitet. Diese Liste, zusammen mit vielen hilfreichen Tipps und Tricks, verbleibt als Beratungsprotokoll und Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) in Ihrer Praxis.

    Im Zuge der BuS-Betreuung wird auch die gesetzlich vorgeschriebene arbeitsmedizinische Vorsorge durch vertraglich gebundene Betriebsärzte angeboten.

    Die Terminabstimmung für die kammereigene BuS-Betreuung erfolgt in direkter Kontaktaufnahme zwischen der Zahnarztpraxis und unserer Ansprechpartnerin für die BuS-Dienst Organisation Frau Apitz Tel.: (030) 34 808 119.

    Der Praxisinhaber hat die Maßnahmen zur Abfallentsorgung im Hygieneplan festzulegen. Eine ordnungsgemäße Entsorgung setzt eine praxisgerechte, überschaubare und transparente Handhabung der Abfälle voraus (getrennte Erfassung am Anfallsort, gegebenenfalls Vorbehandlung, Sammlung, Transport und Bereitstellung zur Entsorgung). Grundlage für die ordnungsgemäße Entsorgung sind die Bestimmungen des Abfall-, Infektionsschutz-, Arbeitsschutz-, Chemikalien- und Gefahrgutrechts (Kat. IV). Darüber hinaus sind landesrechtliche Regelungen über Andienungs- und Überlassungspflichten zu beachten. Näheres regelt die Richtlinie über die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen aus Einrichtungen des Gesundheitswesens der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA).

    Gegen die stoffliche Verwertung von Glas, Papier, Metall und Kunststoff bestehen keine hygienischen Bedenken, je nach kommunalem Entsorger ist hier eine getrennte Sammlung vorgesehen. Speziell für Leichtverpackungen stehen mancherorts „gelbe Säcke“ oder „gelbe Tonnen“ zur Verfügung. Quecksilberhaltiger Restmüll (z.  B. Amalgamauffangbehälter, Amalgamkapseln, Amalgam-Knet- und Stopfreste, extrahierte Zähne mit Amalgamfüllungen, Filtersiebe und sonstige Amalgamreste) hingegen darf nicht in den Hausmüll entsorgt werden, sondern ausschließlich über spezialisierte Firmen. Die Zahnarztpraxen sind verpflichtet, Behörden gegenüber einen Nachweis zu erbringen, wie quecksilberhaltiger Restmüll entsorgt wurde; diese Nachweise sollten somit gut aufbewahrt werden.

    Von kontaminierten Kanülen, Skalpellen, Skalpell-Klingen, Nadeln, Ampullen und anderen scharfen und spitzen Gegenständen geht eine hohe Verletzungsgefahr aus. Daher müssen diese in fest verschließbaren, durchstich- und bruchsicheren Behältnissen entsorgt werden. Die sogenannten Abwurfboxen sind bei den entsprechenden Entsorgungsfachbetrieben erhältlich, müssen direkt am Anfallsort platziert und nach vollständiger Befüllung fest verschlossen werden – ein Umfüllen ist obsolet.  Kontaminierte Materialien (z. B. Tupfer, Watterollen oder Einweg-OP-Abdeckungen) können in reißfesten, flüssigkeitsundurch lässigen Beuteln gesammelt und über den normalen Hausmüll entsorgt werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Artikel im MBZ 3|2018.

    Um Sie auch bei der Auswahl von Fachbetrieben im Bereich Entsorgung von Praxisabfällen zu unterstützen, hat die Zahnärztekammer Berlin folgende Unternehmen geprüft und mit ihnen einen Kooperationsvertrag geschlossen:

    enretec GmbH
    Kanalstraße 17 | 16727 Velten
    Tel. (033 04) 391 92 00 | Fax: (033 04) 391 92 99
    E-Mail


    medentex GmbH
    Piderits Bleiche 11 | 33689 Bielefeld
    Tel. (052 05) 75 16 0 | Fax: (052 05) 75 16 20
    E-Mail


    Hier finden Sie einen MBZ-Artikel zum Thema: Validierung und Entsorgung - Vier neue Kooperationspartner (MBZ 11/2018)

    Hygieneplan der Bundeszahnärztekammer (BZÄK)

    Während der Patientenbehandlung in der Zahnarztpraxis können die Mitarbeiter mit biologischen Arbeitsstoffen in Kontakt kommen. Gemäß Biostoff-Verordnung handelt es sich in der Zahnarztpraxis als auch im zahntechnischen Labor um nicht gezielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen, die in der Regel der Schutzstufe 2 zuzuordnen sind, d. h. Arbeitsverfahren und technische Schutzmaßnahmen sind grundsätzlich so zu gestalten, dass biologische Arbeitsstoffe am Arbeitsplatz nach Möglichkeit gar nicht erst freigesetzt werden.

    Dafür sind ein individuell gestalteter Hygieneplan und entsprechende Arbeitsanweisungen für die einzelnen Arbeitsbereiche und Tätigkeiten zu erstellen. Inhaltlich erfasst werden sollten Verhaltensregeln und Maßnahmen zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation, zur Ver- und Entsorgung, zum Tragen von Schutzausrüstung, sowie z.B. auch Anweisungen für Notfälle und für die arbeitsmedizinische Vorsorge.

    Der Hygieneplan kann mit der nach § 12 der Biostoffverordnung und den von der Berufsgenossenschaft geforderten Betriebsanweisungen (TRBA 250/BGR 250, 2003) zusammengefasst werden.

    Der von der BZÄK herausgegebene Musterhygieneplan kann hier heruntergeladen und direkt bearbeitet werden:

    Musterhygieneplan der Bundeszahnärztekammer im PDF-Format

    Der Hygieneplan ist bei Bedarf zu aktualisieren und regelmäßig zu unterweisen und muss in der Praxis an geeigneter Stelle bzw. im PC hinterlegt werden.

    Durch die eingestellten Formularfelder kann der vorgegebene Hygieneplan auch am PC an die Praxisgegebenheiten angepasst, abgespeichert und ausgedruckt werden. Bei Änderungen ist der Hygieneplan zu aktualisieren und eine regelmäßige Unterweisung durchzuführen.

    Ausfüllmuster für den Hygieneplan

    Bearbeitungsanleitung für den Hygieneplan

     

    Hygieneleitfaden – Deutscher Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ)

    Der Hygieneleitfaden (12. Ausgabe 2018) gibt ausführliche Empfehlungen zur Durchführung von Hygienemaßnahmen.

    Service der Zahnärztekammer: Prüfung medizinischer und elektrischer Arbeits- und Betriebsmittel in der Zahnarztpraxis


    In einer Zahnarztpraxis sind täglich verschiedenste Geräte im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen müssen sowohl die Medizingeräte als auch die Elektrogeräte in einer Praxis regelmäßig überprüft werden, da es ansonsten haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Grundlage für die Überprüfung der Geräte sind das Medizinproduktegesetz (MPG), die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV), die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung–Vorschrift 3 (DGUV-V3) und die Herstellerangaben des entsprechenden Gerätes ...

    Hier können Sie den gesamten Artikel Prüfung medizinischer und elektrischer Arbeits- und Betriebsmittel in der Zahnarztpraxis herunterladen.


    Für Rückfragen und die Terminierung einer Überprüfung Ihrer medizinischen und/oder elektrischen Arbeits- und Betriebsmittel, den sogenannten E-Check, wenden Sie sich bitte an:
    Zahnärztekammer Berlin | Referat Praxisführung | Medizintechnik und Gerätesicherheit
    Erik Kiel | Telefon (030) 34 808 162 | E-Mail

    In Berlin haben die zuständigen Behörden, das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi) und die Gesundheitsämter der zwölf Bezirke die Rechtsaufsicht über die Zahnarztpraxen.

    Besuch von den Aufsichtsbehörden führt oft zu Verunsicherung, weil das Praxisteam nicht genau weiß, was da auf Praxisinhaber und Mitarbeiterinnen zukommt. Doch was für ein Glück, wenn Sie gut vorbereitet sind. Eine umfangreiche Checkliste Praxisbegehung zeigt die unterschiedlichen Felder auf, die bei einer Praxisbegehung kontrolliert werden könnten.

    Das MBZ 10/2017 befasst sich ausführlich mit dem Thema und gibt Ihnen Tipps, was Sie im Vorfeld beachten sollten.

    Darüber hinaus berät Sie das Referat Praxisführung gern bei der Vorbereitung oder begleitet sie beim Begehungstermin.

    Bei Fragen zu Bauvorhaben wenden Sie sich bitte per E-Mail an ZA Wolfgang Glatzer. Er steht Ihnen gerne beratend zur Seite.

    Hier finden Sie außerdem einen Ratgeber zur Praxisgründung - Der Weg in die Freiberuflichkeit.

    2018

     

    2017

     

    2016

    Hier können Sie eine Liste mit Beispielen von akkreditierten Laboren zur Restproteinbestimmung herunter laden.

    Hier finden Sie außerdem den folgenden MBZ-Artikel Nicht nur sauber, sondern rein - Aufbereitung von Übertragungsinstrumenten (MBZ 09/2018)

    Resultierend aus den Vorgaben der Medizinprodukte- Betreiberverordnung (MPBetreibV) fordern Behördenvertreter immer konsequenter, dass in Zahnarztpraxen die Prozesse der Aufbereitung von Medizinprodukten validiert werden.

    Darin heißt es unter § 8 Absatz 1 und 2 „die Aufbereitung von bestimmungsgemäß keimarm oder steril zur Anwendung kommenden Medizinprodukten ist unter Berücksichtigung der Angaben des Herstellers mit geeigneten validierten Verfahren so durchzuführen, dass der Erfolg dieser Verfahren nachvollziehbar gewährleistet ist und die Sicherheit und Gesundheit von Patienten, Anwendern oder Dritten nicht gefährdet wird. Dies gilt auch für Medizinprodukte, die vor der erstmaligen Anwendung desinfiziert oder sterilisiert werden. Eine ordnungsgemäße Aufbereitung nach Absatz 1 Satz 1 wird vermutet, wenn die gemeinsame Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte zu den Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten beachtet wird.“

    Der Aufbereitungsprozess von Medizinprodukten in den Zahnarztpraxen ist somit ein wesentlicher Bestandteil der Praxishygiene | Qualitätsmanagements und die Einhaltung der Hygienestandards von elementarer Bedeutung.

    Wenn solche Prozesse nicht nur fachlich, sondern auch ergonomisch und ökonomisch optimiert werden können, spart dies Arbeitszeit und bringt Freiräume für andere, wichtige Aufgaben. Die Dichte der gesetzlichen Regelungen, Leitlinien und Normen ist jedoch sehr hoch, somit ist es für den Betreiber und seinem Praxisteam nicht immer leicht die entsprechenden Notwendigkeiten daraus abzuleiten.

    Um Sie hierbei unterstützen, hat die Zahnärztekammer Berlin folgende Unternehmen geprüft und einen Kooperationsvertrag geschlossen:

    Valitech GmbH & Co. KG
    Leipziger Straße 71 | 14612 Falkensee
    Tel. (03322) 273 43 0 | Fax: (033 22) 436 40 60
    E-Mail

    Medizin-Technik Stusche
    Iserstraße 12 | 14513 Teltow
    Tel. (033 28) 47 47 47 | Fax: (033 28) 47 57 67
    E-Mail

    Anton Gerl GmbH
    Am Borsigturm 62 | 13507 Berlin
    Tel. (030) 430 94 46 0 | Fax: (030) 430 94 46-25
    E-Mail


    Hier finden Sie einen MBZ-Artikel zum Thema: Validierung und Entsorgung - Vier neue Kooperationspartner (MBZ 11/2018)

    Zahnärztliches Qualitätsmanagementsystem – kostenloser Service für Ihre Praxis


    Mit dem ZQMS stellt die Zahnärztekammer Berlin allen Berliner Zahnarztpraxen online ein Qualitätsmanagementsystem zur Verfügung, das speziell für die Bedürfnisse der zahnärztlichen Praxis entwickelt wurde und bereits von zehn Kammern getragen wird. Das System zeichnet sich besonders durch seine selbsterklärende Struktur aus, die Ihnen neben der Delegierbarkeit vieler Module die Implementierung Ihres QM-Systems in Ihrer Praxis erleichtert. ZQMS erfüllt neben den gesetzlichen Anforderungen an ein zahnärztliches QM-System auch die nach DIN genormten Standards. Dies wurde vom TÜV-Rheinland bestätigt.

    Mit dem ZQMS ECO können Sie als Praxisinhaber überprüfen, ob Ihre Zahnarztpraxis in wirtschaftlicher, rechtlicher und risikotechnischer Hinsicht optimal aufgestellt ist. Es ist eine Erweiterung des ZQMS, das Sie bei der Leitung Ihrer Zahnarztpraxis unterstützt. Das ZQMS ECO befasst sich mit Betriebswirtschaft, Recht in der Praxis sowie Risiko- und Vermögensmanagement. Auch zu diesen Themen ist es möglich, eine Ist-Analyse der eigenen Praxis durchzuführen und die umfangreich hinter legten Informationen für Ihre eigene erfolgreiche Praxisführung zu nutzen.

    Eine kostenlose Registrierung beim ZQMS ist unter www.zqms.de möglich. Alle Informationen zur Registrierung können Sie dem ZQMS-Flyer entnehmen.

    Bei Fragen zum ZQMS wenden Sie sich bitte an das Referat Praxisführung: Sara Schütz, Telefon (030) 34 808 163.

    Hier finden Sie Informationen zum Datenschutz im ZQMS der Zahnärztekammer Berlin.

    Zahnärztliche Stelle Röntgen

    Der § 17a der Röntgenverordnung vom 30.06.2002 fordert eine Qualitätssicherung im Röntgen durch Zahnärztliche Stellen. Die zuständige Behörde in Berlin, das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi), bestimmt die Zahnärztliche Stelle in Berlin.

    Die Aufgabe der Zahnärztlichen Stelle ist, alle in der Zahnärztlichen Praxis benutzten Röntgengeräte (Tubus-, Panorama-, Fernröntgenseitengeräte sowie dentale digitale Volumentomographiegeräte) im Kammerbereich Berlin in turnusmäßigen Abständen zu prüfen. Über die Praxen hinaus werden die dentalen Röntgengeräte der Universitäts-Kliniken, der Justizvollzugsanstalten und der Gesundheitsämter geprüft.

    Die Zahnärztliche Stelle ist dem LAGetSi unterstellt. Diese Behörde legt fest, in welcher Weise die Zahnärztliche Stelle die Prüfungen durchführt, mit denen sichergestellt wird, dass bei der Anwendung von Röntgenstrahlen am Menschen die Erfordernisse der medizinischen Wissenschaft beachtet werden und die angewendeten Verfahren und eingesetzten Röntgeneinrichtungen den nach dem Stand der Technik jeweils notwendigen Qualitätsstandards entsprechen, um die Strahlenexposition des Patienten so gering wie möglich zu halten.

    Die Zahnärztliche Stelle hat der zuständigen Behörde die Ergebnisse der Prüfungen und die eventuell  nicht beachteten Optimierungsvorschläge mitzuteilen. Die Zahnärztliche Stelle in Berlin übernimmt eine Mittlerfunktion zwischen den Zahnarztpraxen und der Aufsichtsbehörde. Schwerpunkte sind neben der Qualitätssicherung (RöV § 16) die Beratung und Hilfestellung für die Kollegen bei Fragen und Probleme beim Röntgen.

     

    Die Trägerorganisationen der Zahnärztlichen Stelle

    Die Senatsverwaltung für Gesundheit und das LaGetSi haben im Januar 1988 die Zahnärztekammer Berlin und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin als Trägerorganisation für die Zahnärztliche Stelle in Berlin benannt.

    Die Zahnärztekammer Berlin stellt die Sachbearbeiterinnen, den IT-Techniker, die erforderlichen Räume, die technische Ausrüstung und die Anbindung an das bestehende Mitgliederverzeichnis zur Verfügung.

    Die Zahnärztliche Stelle arbeitet weisungsfrei innerhalb der Trägerorganisation. Die für die Tätigkeit der Zahnärztlichen Stelle entstehenden Kosten werden von der Zahnärztekammer gegenüber dem Röntgengerätebetreiber laut Gebührenordnung geltend gemacht.

     

    Leitung der Zahnärztlichen Stelle und personelle Anforderungen

    Für die fachliche und organisatorische Leitung der Zahnärztlichen Stelle wird von der Zahnärztekammer Berlin und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin ein(e) Leiter(in) benannt. Diese/r sollte über eine entsprechende Qualifikation im Röntgen z. B. Klinikerfahrung oder Referentenerfahrung verfügen und die Fachkunde im Strahlenschutz besitzen.

    Darüber hinaus sind drei weitere radiologisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte bei der Beurteilung der Röntgenunterlagen in der Zahnärztlichen Stelle tätig; auch sie besitzen die fachlichen Qualifikationen im Strahlenschutz.

    Die Mitglieder der Zahnärztlichen Stelle sowie die/der Vorsitzende und stellvertretene/r Vorsitzende werden durch die zuständige Behörde für einen Zeitraum von vier Jahren berufen.

    Mindestens ein Mitglied der Zahnärztlichen Stelle soll als Vertreter der Kassenzahnärztlichen Vereinigung im Team sein. Dieses Mitglied ist stellvertretende/r Vorsitzende/r der Zahnärztlichen Stelle.

    Die Leitung und die Mitglieder sind freiberuflich in der Zahnärztlichen Stelle tätig.

     

    Prüfung der Röntgenaufnahmen

    Die fachliche Begutachtung und Bewertung der Qualität der Patientenaufnahmen erfolgt in den Räumen der Zahnärztlichen Stelle in der Zahnärztekammer Berlin.

    Die Mitglieder der Zahnärztlichen Stelle besitzen die erforderliche, regelmäßig aktualisierte Fachkunde im Strahlenschutz, sowie ausreichende klinische und praktische Erfahrung auf dem Fachgebiet der zahnärztlichen Radiologie. Des Weiteren sind sie verpflichtet, Fortbildungsmaßnahmen und Tagungen auf dem Gebiet  der zahnärztlichen Radiologie zu besuchen.

    Die/der Vorsitzende und die/der stellvertretende Vorsitzende nehmen alljährlich am zentralen Erfahrungsaustausch und der Koordinierungskonferenz der Bundeszahnärztekammer teil. Das Ziel dieser Treffen ist eine bundeseinheitliche Bewertungstätigkeit und Beratungstätigkeit der QS-Unterlagen anhand von bundeseinheitlichen Bewertungskriterien auszuarbeiten und umzusetzen.

    In regelmäßigen Abständen gibt es Treffen mit Sachverständigenprüfern (technische Experten), Treffen mit dem LaGetSi und der Senatsverwaltung.

    Diese Treffen dienen zur Klärung aktueller Fragen, wie z. B. der Umsetzung von Verordnungen und Richtlinien, die länderspezifisch individuell gehandhabt werden können. Im Vordergrund steht hierbei die praxisorientierte, unbürokratische aber zielorientierte Umsetzung von Auflagen für die Zahnarztpraxis.

    Die Liste der behördlich bestimmten Sachverständigen nach Röntgen- und Strahlenschutzverordnung im Land Berlin können Sie beim LAGetSi (Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit) unter der Telefon (030) 902 545 208 oder per E-Mail anfordern.

    Stallstraße 1, 10585 Berlin, Deutschland
    Tel: (030) 34 808 0 | Fax: (030) 34 808 200 | E-Mail: info@zaek-berlin.de