Dienstagabend-Fortbildung vom 10. Februar 2026

„Laterales Führen in der Zahnarztpraxis" (STREAM)*

Zahnarztpraxen sind zwar i.d.R. klar hierarchisch aufgebaut, doch im Alltag entsteht oft eine operative Gleichrangigkeit: Während die Zahnärztinnen und Zahnärzte behandeln oder in Gespräche eingebunden sind, müssen Assistenz, Empfang, Prophylaxe und Backoffice ständig selbstständig entscheiden. Genau hier wird laterale Führung entscheidend – also das Führen ohne direkte Weisungsbefugnis, durch Orientierung statt Anweisung.

Laterale Führung bedeutet, dass ein Team auch ohne Chefpräsenz richtig handeln kann. Sie basiert nicht auf starren Regeln („Wenn X passiert, mach Y“), sondern auf Prinzipien, die die Grundlogik der Praxis abbilden, etwa: „Patientenfluss vor Formalität“, „Ruhe vor Tempo“ oder „Übergaben enden klar“. Prinzipien sind flexibler als Regeln und funktionieren in dynamischen Situationen, wie sie in kleinen Praxisteams täglich auftreten.

Wer laterale Führung beherrscht, entlastet sich selbst, reduziert Rückfragen und verhindert unnötige Konflikte. Mitarbeitende treffen Entscheidungen, die zur Praxis passen, statt nach Zufall oder persönlicher Vorliebe. So entsteht ein verlässlicher Ablauf, selbst bei hoher Frequenz und wechselnden Anforderungen. Laterale Führung ist damit kein Zusatztool, sondern eine zentrale Zukunftskompetenz für jede moderne Zahnarztpraxis.

 

Dr. Anke Handrock, Berlin

Dr. med. dent. Anke Handrock (Biologin und Zahnärztin) ist seit 1995 als Praxiscoach, Strategische Beraterin und Kommunikationstrainerin für Ärzte, Zahnärzte, Kliniken, Kammern und Betriebe im Gesundheitswesen tätig. Seit 2021 leitet sie auch die Handrock-Online GmbH für Onlinefortbildungen in Medizin und Zahnmedizin. Sie ist zertifizierte Lehrtrainerin unter anderem für NLP, Coaching, Mediation, Zahnärztliche Hypnose und Positive Psychologie sowie Autorin mehrerer Bücher. Auch schreibt sie unter anderem regelmäßig für die zm.

 

*Vortrags-Modalitäten

Ab dem 10. Februar 2026 streamen wir die Veranstaltung für vier Wochen (bis 10.03.2026).

Eine Teilnahmebescheinigung erhalten Sie, wenn Sie innerhalb von vier Wochen (bis 10.03.2026) nach Veröffentlichung des Streams die Ergebnisse des entsprechenden Online-Fragebogens (wird zeitgerecht veröffentlicht) zu mindestens zwei Dritteln richtig beantwortet und Ihren vollständigen Namen und Adresse angegeben haben.

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Dienstagabend-Fortbildung vom 6. Januar 2026

„Wenn Partnerschaft verletzend wird – Häusliche Gewalt erkennen und gut versorgen" (STREAM)*

Gewalt in Paarbeziehungen (häusliche Gewalt) ist eine weit verbreitete Problematik. Sie trifft nicht nur, aber zu einem hohen Maß Frauen, vor allem wenn es um systematische und komplexe Gewalthandlungen geht. Und sie gilt als ein zentrales Gesundheitsrisiko (WHO). Kinder sind von Gewalt in der elterlichen Paarbeziehung stets mit betroffen.

Von Gewalt Betroffene nehmen häufiger als nicht Betroffene Angebote der Gesundheitsversorgung in Anspruch. Dabei sprechen sie ihre Erfahrungen selten von selbst an. In der zahnärztlichen Versorgung bestehen hervorragende Chancen Anzeichen für Gewalt in der Paarbeziehung zu erkennen, Patientinnen und Patienten nach möglichen Gewalterfahrungen zu fragen und Unterstützung anzubieten.

Für eine gelingende Intervention sind Wissen um Prävalenz, Risikofaktoren, gesundheitliche Folgen sowie die Situation von Betroffenen von zentraler Bedeutung. In der Fortbildung werden Interventionsschritte für Zahnärzte, Zahnärztinnen und Praxisteams anhand des „Handlungsleitfadens Häusliche Gewalt “ vorgestellt. Entwickelt wurde der Handlungsleitfaden von der Zahnärztekammer Berlin im Rahmen des Engagements am Runden Tisch Berlin – Gesundheitsversorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt. Anhand einer Gesprächssequenz werden Informationen zum Ansprechen von Gewalterfahrungen und zur Gesprächsführung vermittelt. Praxisausstattung, Kooperation mit dem Hilfesystem und Hinweise für Sicherheit und Selbstfürsorge sind weitere wichtige Aspekte dieser Fortbildung.

Ziel der Fortbildungsveranstaltung ist es, Grundkenntnisse zur Thematik „Gewalt in Paarbeziehungen“ zu vermitteln und Möglichkeiten der Intervention aufzuzeigen.

 

Kurzvita MPH Karin Wieners

Politik- und Gesundheitswissenschaftlerin, langjährige Mitarbeit in einem Berliner Frauenhaus, Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit, wissenschaftliche Begleitung des 1. Interventionsprojekts am Universitätsklinikum Benjamin-Franklin. Seit 2008 Referentin bei S.I.G.N.A.L. e. V., aktuell in der Geschäftsstelle zum Runden Tisch Berlin – Gesundheitsversorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt.
 

Kurzvita M. Sc. Pol. Marion Winterholler

Sozialpädagogin und Politikwissenschaftlerin, langjährige Tätigkeit in Frauenhäusern, Aufbau und Leitung einer Klinikabteilung zur Versorgung von Menschen nach sexueller Gewalt in London (Paddington Haven). Seit 2013 Referentin bei S.I.G.N.A.L. e. V., aktuell in der Geschäftsstelle zum Runden Tisch Berlin – Gesundheitsversorgung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt.

 

*Vortrags-Modalitäten

Ab dem 6. Januar 2026 streamen wir die Veranstaltung für vier Wochen (bis 03.02.2026).

Eine Teilnahmebescheinigung erhalten Sie, wenn Sie innerhalb von vier Wochen (bis 03.02.2026) nach Veröffentlichung des Streams die Ergebnisse des entsprechenden Online-Fragebogens (wird zeitgerecht veröffentlicht) zu mindestens zwei Dritteln richtig beantwortet und Ihren vollständigen Namen und Adresse angegeben haben.

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