Dienstagabend-Fortbildung ab 10. Januar 2023

„Die klinische Funktionsanalyse und manuelle Strukturanalyse“ (STREAM)*

Eine systematische Befunderhebung des Kausystems im Rahmen einer  klinischen Funktionsanalyse ermöglicht dem Zahnarzt, der Zahnärztin eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) zu diagnostizieren. Das CMD-Screening erfüllt dabei die Aufgabe einer funktionellen Basisdiagnostik im craniomandibulären System. Das CMD-Screening ist eine Untersuchung, die mit geringem Aufwand nach Anhaltspunkten für das Vorliegen einer craniomandibulären Dysfunktion sucht. Bei positiven CMD Screening Befunden wird die erweiterte oder weiterführende Untersuchung „klinische Funktionsanalyse“ empfohlen.

Die Ausrichtung des Untersuchungsganges kann unterschiedlich sein: in der klassischen klinischen Funktionsanalyse wird der momentane Befund des Kausystems durch Palpation von Muskeln und Kiefergelenk, Beschreibung der Unterkiefermobilität und der Knackgeräusche erfasst. Bei der "manuellen Strukturanalyse" handelt es sich um ein weiterführendes Untersuchungsverfahren, das die klinische Funktionsanalyse gezielt ergänzt. Sie gibt dem Zahnarzt, der Zahnärztin die Möglichkeit, einzelne anatomische Strukturen des Kausystems unter Belastung zu untersuchen und zu befunden. Ein wesentlicher Unterschied zur konventionellen klinischen Funktionsanalyse ist die Bestimmung sog. Belastungsvektoren. Die Richtung des Belastungsvektors beschreibt die Richtung, die zur Läsion einer Gewebestruktur geführt hat. Dieses ist für den therapeutischen Ansatz entscheidend. Die therapeutische Richtung ist entgegengesetzt zur Belastungsrichtung, die eine Gewebestruktur geschädigt hat.

Nach Durchführung der klinischen Funktionsanalyse und manuellen Strukturanalyse sollte eine Diagnose gestellt werden, die idealerweise einen Weg in den therapeutischen Ansatz aufzeigt.

 

Kurzvita
Dr. med. dent. Uwe Harth, Bad Salzuflen

•    1976–1981 Studium der Zahnheilkunde an der Universität Marburg
•    1981–1983 Assistent Zahnklinik Gießen, Abt. Zahnerhaltung
•    1983–1984 Assistent in einer kieferchirurgischen Praxis in Darmstadt
•    1984–1985 Assistent in der  Privatpraxis von Dr. Schulz-Bongert in Düsseldorf
•    Spezialist für Funktionsdiagnostik und -therapie der DGFDT

Referententätigkeit in der ZÄK Westfalen-Lippe, Berlin, Nordrhein

 

*Vortrags-Modalitäten

Ab dem 10. Januar 2023  streamen wir die Veranstaltung für vier Wochen (bis 7.2.2023).

Eine Teilnahmebescheinigung erhalten Sie, wenn Sie innerhalb von vier Wochen (bis 7.2.2023) nach Erst-Veröffentlichung des Streams die Ergebnisse des entsprechenden Online-Fragebogens zu mindestens zwei Dritteln richtig beantwortet und Ihren vollständigen Namen und Adresse angegeben haben.
 

Zurück zur DAF-Übersicht

Stallstraße 1, 10585 Berlin, Deutschland
Tel: (030) 34 808 0 | Fax: (030) 34 808 200 | E-Mail: info@zaek-berlin.de