Coronavirus - aktuelle Informationen | Stand 05.05.2022*

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen COVID-19-Steckbrief sowie die FAQ zu SARS-CoV-2 publiziert, die auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur basieren. 

Die Infektionsgefährdung wird für die Gruppe der Ungeimpften als hoch, für die Gruppen der Genesen und Geimpften mit Grundimmunisierung (zweimalige Impfung) als hoch und für die Gruppe der Geimpften mit Auffrischimpfung (dreimalige Impfung) als moderat eingeschätzt. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Hier finden Sie den täglichen COVID-19-Lagebericht der Berliner Gesundheitsverwaltung.

Neben den vom Berliner Senat verordneten Basisschutzmaßnahmen gilt es weiterhin, die Balance zwischen Pandemiebewältigung und Praxisalltag zu finden. Wir haben hier wichtige Informationen für Zahnärztinnen und Zahnärzte zusammengestellt, die wir tagesaktuell ergänzen, wenn es neue Erkenntnisse gibt.


Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Alle Fragen zu Corona können Sie gerne an unsere Mitarbeiterin an der Corona-Hotline (Mo bis Do von 9 bis 15 Uhr und Fr 9 bis 13 Uhr) richten: (030) 34 808 163.
Hier finden Sie die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus dem Referat Praxisführung. Die Kontaktdaten unserer Justiziarin sowie die Kontaktdaten aller anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zahnärztekammer Berlin finden Sie hier in der Referats-Übersicht.

* Damit Sie stets die aktuellen Informationen im Blick haben, datieren wir die einzelnen Abschnitte, wenn wir dort Aktualisierungen vornehmen. Die aktuelle Meldung steht immer ganz oben.

Senat beschließt Zweite Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Basisschutzmaßnahmenverordnung

Aus der Sitzung des Senats am 3. Mai 2022:

Der Senat von Berlin hat heute auf Vorlage von Gesundheitssenatorin Ulrike Gote die Zweite Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Basisschutzmaßnahmenverordnung beschlossen. Diese wird voraussichtlich am 6. Mai 2022 in Kraft treten.

Es sind folgende Änderungen hinsichtlich Isolation von mit Covid-19 infizierten Personen und Quarantäne von Kontaktpersonen vorgesehen:

• Die Isolation einer positiv getesteten Person endet frühestens fünf Tage nach dem Zeitpunkt der positiven Testung, sofern die Person zuvor 48 Stunden symptomfrei war und einen negativen Schnelltest einer zertifizierten Teststelle vorweist.
• Ist die Person nach fünf Tagen noch nicht 48 Stunden symptomfrei gewesen, so verlängert sich die Isolation, bis die Person 48 Stunden symptomfrei und negativ getestet ist, längstens jedoch bis zum zehnten Tag.
Spätestens nach zehn Tagen endet die Isolation unabhängig von bestehenden Symptomen, es bedarf dann auch keines negativen Testergebnisses.
• Für vom Gesundheitsamt eingestuften Kontaktpersonen entfallen die Quarantäneregelungen. Das zuständige Gesundheitsamt kann im Einzelfall jedoch eine Quarantäne anordnen.

Die Geltungsdauer der Basisschutzmaßnahmenverordnung wird bis zum 3. Juni 2022 verlängert.
 

Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung vom 03.05.2022

 

Für die besondere Gefährdungsform während der Covid-19-Pandemie ist auch eine besondere Gefährdungsbeurteilung in Ihrer Praxis notwendig.

HIER sowie im Downloadbereich des Zahnärztlichen Qualitätsmanagement-Systems ZQMS finden Sie hierzu ein Formular [UPDATE 12.04.2022], das Sie individualisieren und Ihrem Qualitätsmanagement-System beifügen können.

Hinweis: Das Impfen in den Zahnarztpraxen kann noch nicht sofort nach Inkrafttreten des Gesetzes starten. Zahnärzte und Zahnärztinnen werden auf Grund der ungeklärten Umsetzungsdetails die ärztliche Kollegenschaft zunächst in externen mobilen Einheiten, Arztpraxen und Impfzentren unterstützen können. Falls die pandemische Lage dies erfordern sollte, können darüber hinaus perspektivisch auch Impfungen in Zahnarztpraxen in Betracht gezogen werden.

Im Folgenden erhalten Sie aktuelle Informationen zur Durchführung der für das Impfen erforderlichen theoretischen und praktischen Schulungen sowie Hinweise zur Ausstellung von Impf-Zertifikaten und Informationen zur beruflichen Haftpflichtversicherung.

► PDF-Download: Muster-Curriculum [BZÄK] | Muster-Hospitationsbescheinigung [BZÄK]

1. Theoretische Schulung
Die theoretische Schulung kann ab sofort kostenlos über die E-Learning-Plattform der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) durchgeführt werden. Zum besseren Verständnis haben wir Ihnen die einzelnen technischen Schritte zur Durchführung aufgelistet.

Registrierung bei der AÖGW
•    Rufen Sie die Seite www.impfencovid19.de auf
•    Klicken Sie rechts oben auf die Schaltfläche „Registrieren“
•    Geben Sie einen „Anmeldenamen“ (z. B. Ihre Mail-Adresse) und ein persönliches Kennwort ein. Beachten Sie dabei die beschriebenen Kennwort-Regeln
•    Füllen Sie anschließend alle Pflichtfelder aus
•    Im vorletzten Feld „Arztnummer LANR“ geben Sie unbedingt die Zahl „999999900“ ein
•    Das Feld „Einheitliche Fortbildungsnummer EFN“ bleibt frei
•    Bei „Zugehörigkeit zur jeweiligen Zahnärztekammer“ geben Sie bitte „Zahnärztekammer Berlin“ ein
•    Danach das Tastenfeld „neues Nutzerkonto anlegen“ (unterhalb der Angaben) anwählen

Anschließend erhalten Sie eine Mail an die von Ihnen angegebene Mail-Adresse mit einem Link zur Bestätigung des Nutzerkontos (in den meisten E-Mail-Programmen ist der angegebene Link aktiv und muss nur angeklickt werden. Sollte das nicht funktionieren, kopieren Sie bitte die Webadresse in die Adresszeile des Browserfensters).
Wenn Sie das Nutzerkonto bestätigt haben, erhalten Sie eine zweite Mail mit einem Link, unter dem Sie zum eigentlichen Kurs gelangen.

Durchführung des Kurses
Sie gelangen zum Kurs, indem Sie den Link in der zweiten Mail aufrufen oder auf der Startseite www.impfencovid19 de die Schaltfläche „Login“ (rechts oben) auswählen und dort Ihren Anmeldenamen und Ihr persönliches Kennwort eingeben. Klicken Sie unter dem Bild mit dem Titel „Fortbildung: Impfen zum Schutz vor Covid-19“ auf die Schaltfläche "Kurs".
Auf die Gestaltung des Kurses hat die Zahnärztekammer Berlin keinen Einfluss.
Bei erfolgreicher Durchführung sendet Ihnen die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen postalisch eine entsprechende Teilnahmebescheinigung zu.

 

2. Praktische Schulung
Den praktischen Teil der Schulung (ca. 90 Minuten) können Sie bei einem Ihnen bekannten Arzt oder einem Impfzentrum absolvieren und sich zum Beispiel auf der Muster-Bescheinigung der BZÄK bescheinigen lassen.

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte, denen dies nicht möglich ist, bietet die Zahnärztekammer Berlin im Philipp-Pfaff-Institut eine praktische Notfall-Schulung an. Diesen Kurs können Sie kostenlos auf der Website des Philipp-Pfaff-Instituts (PPI) buchen. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl pandemiebedingt vor Ort begrenzt ist. Im Anschluss an den Kurs wird Ihnen eine entsprechende Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

 

3. Ausstellung des Impf-Zertifikats für Zahnärztinnen und Zahnärzte
Nachdem Sie die Bescheinigungen für den theoretischen und den praktischen Schulungsteil erhalten haben, stellt Ihnen die Zahnärztekammer Berlin ein entsprechendes Impf-Zertifikat aus. Bitte übersenden Sie dafür  hochaufgelöste, gut lesbare Scans oder Fotos beider Bescheinigungen (für den theoretischen und für den praktischen Schulungsteil) ausschließlich per E-Mail an covid-19(at)zaek-berlin.de. Sie erhalten Ihr Impf-Zertifikat per E-Mail.

 

4. Haftpflichtversicherung
Zum Thema Haftpflichtversicherung weist die BZÄK auf ihrer Webseite (Stand 30.03.22) auf Folgendes hin:
Alle Zahnärztinnen und Zahnärzte sind mit einer Berufshaftpflichtversicherung gegen Haftpflichtansprüche aus ihrer beruflichen, sprich zahnärztlichen Tätigkeit versichert. Impfen ist jedoch eine ärztliche, keine zahnärztliche Leistung. Eine Reihe von Versicherungsunternehmen hat auf Nachfrage bestätigt, dass eine gesetzliche Öffnung der Impfungen gegen SARS-CoV-2 die Impfung zur beruflichen Tätigkeit der Zahnärzteschaft macht. Es ist jedoch nicht bekannt, ob alle Versicherungsunternehmen diese Auslegung stützen. Um Lücken im Versicherungsschutz vorzubeugen empfiehlt die BZÄK, sich vor Aufnahme der Impftätigkeit von der eigenen Versicherung schriftlich bestätigen zu lassen, dass eine Impftätigkeit vom Versicherungsschutz erfasst ist.

 

5. Regelung zur Vergütung und einer Teilnahme an der Impf-Surveillance

Regelungen zur Vergütung und Abrechnung bzw. Abrechnungswegen der Impfleistungen hat der Gesetzgeber noch nicht ausdrücklich getroffen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Abrechnung über die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen erfolgt.

Voraussetzung für das Impfen in ärztlichen Praxen ist die Teilnahme an der täglichen Information des RKI über die Anzahl der Impfungen (Impf-Surveillance). Die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV) arbeiten derzeit an einer Lösung für den zahnärztlichen Bereich. Sobald wir dazu mehr wissen, finden Sie dies dann hier. Apothekern wurde inzwischen in der Aktualisierung des IfSG eine nur noch monatliche Meldung zugestanden.

­


Erstellung von Impfzertifikaten


Die Impfverordnung, die das Impfen in den Zahnarztpraxen ermöglicht, wird voraussichtlich in den nächsten Wochen verabschiedet. Das Bundesministerium für Gesundheit hat angekündigt, dass es darin auch Ausstellung Digitaler COVID-Zertifikate der EU durch Zahnärztinnen und Zahnärzte regeln wird. Hierauf können sich die Zahnarztpraxen jetzt schon vorbereiten und die notwendige Technik einrichten. Zur Erstellung der Impfzertifikate müssen sie insbesondere den so genannten Desktop-Client in ihrer Praxis installieren.

Die erforderlichen Arbeiten sollten durch einen IT-Techniker durchgeführt werden. Bitte beachten Sie, dass dazu der Zugriff auf den Konnektor sowie Kenntnis in dessen Konfiguration notwendig sind.

Notwendige Informationen und Anleitungen:

►Informationsschreiben zur technischen Anbindung

►Installationsanleitung

►Nutzungsanleitung

Quelle: BZÄK


Teilnahme am digitalen Impfmonitoring (DIM)

Darüber hinaus ist die Teilnahme an der sog. „Impf-Surveillance“ Voraussetzung für das Impfen in der Zahnarztpraxis. Erforderlich ist die tägliche Information an das Robert Koch-Institut (RKI) über die Zahl der Impfungen, die Impfstoffe und die Altersgruppen. Nur dann ist eine Abrechnung möglich. Diese gesetzlich vorgeschriebenen tagesaktuellen Meldungen erfolgen über ein Onlineformular, welches von der Bundesdruckerei zur Verfügung gestellt wird („DIM-Portal“).

Zur Nutzung dieses Portals wird ein geeignetes internetfähiges Gerät benötigt, auf dem ein Sicherheitszertifikat der Bundesdruckerei installiert werden muss. Dieses Sicherheitszertifikat wird den impfbereiten Praxen über die KZV Berlin zur Verfügung gestellt.

Detaillierte Informationen werden den teilnehmenden Praxen separat übermittelt.


Registrierung für das DIM-Portal des RKI

Sie erfüllen die zuvor genannten Voraussetzungen gemäß § 20b IfSG für die Durchführung von Covid-19-Schutzimpfungen und wollen sich als sog. Impf-Praxis registrieren?

Die KZV Berlin erfasst alle impfbereiten Praxen, die sich über das Serviceportal gemeldet haben, und leitet ihre Kontaktdaten an die Bundesdruckerei (als Dienstleister des RKI) weiter.

Um sich zu registrieren, loggen Sie sich bitte im Serviceportal der KZV Berlin ein

  • entweder mit Ihrem „persönlichen Zugang“
  • oder mit dem „Praxiszugang mit Vollzugriff“.

Unter dem Menüpunkt „Stammdaten“ finden Sie das Praxis-Merkmal „Impfbereitschaft“.  Mit dem Setzen des Häkchens bestätigen Sie,

  • ein Impfzertifikat der ZÄK Berlin zu besitzen,
  • alle weiteren zuvor genannten Voraussetzungen zu erfüllen,
  • Covid-19-Schutzimpfungen in Ihrer Praxis durchführen zu wollen und
  • Ihre Zustimmung zur Weiterleitung Ihrer Daten an die Bundesdruckerei durch die KZV Berlin zu geben.

Um den Vorgang abzuschließen, scrollen Sie bitte ans Ende der Seite und klicken Sie auf den Button „Speichern und Änderungen an die KZV übermitteln“.

Bitte beachten Sie:

  • Die Meldung der Impfbereitschaft im Serviceportal gilt pro Praxis, d.h. wenn mehrere Zahnärzte in einer Praxis über ein Impfzertifikat der ZÄK Berlin verfügen, ist für die Praxis nur ein Eintrag erforderlich.
  • Sofern Sie für die Durchführung von Covid-19-Schutzimpfungen bereits in andere Strukturen (z. B. Impfzentrum, mobiles Impfteam) eingebunden sind, ist diese Meldung nicht erforderlich.

Frist zur Übermittlung:

Die Bundesdruckerei hat der KZV Berlin eine Frist zur Übermittlung der Daten gesetzt. Daher bitten wir Sie, uns Ihre Impfbereitschaft im Serviceportal bis zum 20.04.2022 zu übermitteln. Danach ist der Menüpunkt „Impfbereitschaft“ im Serviceportal für die Praxen nicht mehr abrufbar.  

Wie geht es weiter?

Alle Praxen, die uns ihre Impfbereitschaft im Serviceportal angezeigt haben, erhalten im weiteren Verlauf alle erforderlichen Informationen an die bei uns eingetragene Praxis-E-Mail-Adresse. Dies betrifft auch den Abrechnungsweg der Impfleistungen, der sich zurzeit aber noch in Klärung befindet.

Wir bitten Sie, derzeit von Rückfragen bei der KZV Berlin abzusehen.

Quelle: KZV Berlin

­

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat die Vierte Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) zum 22.02.2022 veröffentlicht. Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf der Seite des BMG über ggf. neue bzw. veränderte Maßnahmen.

► BMG: alle Versionen der Verordnungen zur Änderungen der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV)

► STIKO: 19. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung (UPDATE 31.03.2022)
Bisher hat die STIKO empfohlen, dass alle im Ausland mit einem nicht in der EU zugelassenen Impfstoff geimpften Personen eine erneute Impfserie mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff erhalten sollen. Ziel der im Epidemiologischen Bulletin 13/2022 veröffentlichten aktualisierten COVID-19-Impfempfehlung ist es, Personen, die eine COVID-19-Impfung mit einem der nicht in der EU zugelassenen Ganzvirusimpfstoffen (CoronaVac, Covilo und Covaxin) oder dem Vektor-basierten Impfstoff Sputnik V erhalten haben, mit einem Impfschutz auszustatten, der vergleichbar mit dem einer Grundimmunisierung plus Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff ist.

 

Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zu COVID-19 und Impfen:
FAQ der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit
FAQ des Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
FAQ des Bundesministerium für Bildung und Forschung
FAQ der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Berlin
FAQ des Robert Koch-Institutes (RKI)

Sonstige Informationen:
BMG: Aufklärungs- und Informationsmaterial zur Schutzimpfung
DGUV: Impfen wirkt - warum ich mich jetzt gegen COVID-19 impfen lassen sollte?
PEI: Zugelassene COVID-19-Impfstoffe (UPDATE 01.2022]
RKI: Aufklärungsbogen und Anamnese- und Einwilligungsbogen zur COVID-19 Impfung mit mRNA-Impfstoff (UPDATE 23.03.2022)
RKI: Aufklärungsbogen und Anamnese- und Einwilligungsbogen zur COVID-19 Impfung mit Vektor-Impfstoff (UPDATE 15.02.2022)
RKI: Aufklärungsbogen und Anamnese- und Einwilligungsbogen zur COVID-19 Impfung mit proteinbasiertem Impfstoff (NEU 15.02.2022)
RKI: Faktenblatt COVID-19-Impfung (UPDATE 28.02.2022)
RKI: Faktenblatt COVID-19-Impfung Kinder und Jugendliche (UPDATE 15.02.2022)
RKI: YouTube Playlist zu COVID-19 und Impfen

Erleichtertes Kurzarbeitergeld

Mit dem Gesetz zur Verlängerung der Sonderregelungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beim Kurzarbeitergeld und anderer Leistungen und dem Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und anderer Vorschriften wurden die Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld im Wesentlichen bis zum 30. Juni 2022 verlängert.

Mit dem Gesetz zur Verlängerung der Sonderregelungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beim Kurzarbeitergeld und anderer Leistungen sowie dem Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und anderer Vorschriften werden die Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld und weitere Sonderregelungen bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Die Erstattung der von den Arbeitgebern während der Kurzarbeit zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge läuft jedoch zum 31. März 2022 aus.

Grundlage für die Sonderregelungen ist das Gesetz zur Verlängerung der Sonderregelungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beim Kurzarbeitergeld und anderer Leistungen vom 25. März 2022 und das Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und anderer Vorschriften vom 18. März 2022. Kurzarbeitergeld soll schnell und gezielt helfen, wenn Unternehmen mit ihren Beschäftigten durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie Arbeitsausfälle haben.

Diese Unternehmen und ihre Beschäftigten bekommen in dieser besonderen Situation Unterstützung, damit Entlassungen möglichst vermieden werden. Mit der grundsätzlichen Geltung der pandemiebedingten Sonderregelungen bis zum 30. Juni 2022 geben wir den von Arbeitsausfällen betroffenen Unternehmen und Beschäftigten Zuversicht und Planungssicherheit. So sichern wir gemeinsam Arbeitsplätze, sodass Betriebe zusammen mit ihren Beschäftigten nach der Krise unmittelbar wieder durchstarten können.

Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld

Die folgenden erleichterten Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld gelten bis zum 30. Juni 2022:

  • Es reicht weiterhin aus, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen sind. Sonst muss mindestens ein Drittel der Beschäftigten betroffen sein.
  • Beschäftigte müssen auch weiterhin keine Minusstunden aufbauen, bevor Kurzarbeitergeld gezahlt werden kann.
  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können weiterhin Kurzarbeitergeld erhalten.
  • Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes ist für Betriebe auf bis zu 28 Monate, längstens bis zum 30. Juni 2022, verlängert.
  • Wenn Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer in Kurzarbeit einen Entgeltausfall von mindestens 50 Prozent haben, wird das Kurzarbeitergeld ab dem vierten Bezugsmonat - gerechnet ab März 2020 - auf 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) angehoben. Ab dem siebten Monat Kurzarbeit steigt das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des entfallenen Nettoentgelts.

So beantragen Sie Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit

  • Arbeitgeber sollten in einem ersten Schritt Arbeitsausfälle schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit anzeigen.
  • Auch Zeitarbeitsunternehmen können für Zeiten der Kurzarbeit bis 30. Juni 2022 einen Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit anzeigen.
  • Arbeitgeber berechnen dann das Kurzarbeitergeld und zahlen es an die Beschäftigten aus und stellen im Anschluss einen Erstattungsantrag bei der Agentur für Arbeit.

Wenn Sie schon beim Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit registriert sind:

Wenn Sie noch nicht beim Arbeitgeberservice der Bundesagentur registriert sind, rufen Sie bitte folgende Nummer an, um sich zu registrieren: 0800 4555520.

Quelle: BMAS

Nach der neuen SARS-CoV-2-Basisschutzmaßnahmenverordnung des Berliner Senats ist eine verpflichtende Testung für Ihre Mitarbeiter und für Besucher nicht mehr vorgesehen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Sicherheit (BMAS) rät jedoch zu prüfen, ob Beschäftigten, die nicht ausschließlich zuhause arbeiten, weiterhin regelmäßige Corona-Tests angeboten werden. Wir empfehlen daher weiterhin, alle in der Zahnarztpraxis tätigen Personen zweimal wöchentlich zu testen, § 4 TestV und diese Tests über die KV Berlin nach der TestV abzurechnen. Eine Abrechnung ist vorerst bis zum 30. Juni 2022 möglich. Auch dies ist nur eine Empfehlung, Sie entscheiden als Praxisinhaber.

Informationen zur Abrechnung durchgeführter Antigen-Tests finden Sie auf der Seite der KZV Berlin.

­


Weitere Informationen:

BfArM: Welche Antigen-Tests (Selbst- und Schnelltests) sind zugelassen?
BMG: Zweite Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Testverordnung - TestV
BMG: ältere Versionen der Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Testverordnung
 
BMG: Nationale Teststratgie (Schaubild)
[11.02.2022]
BMG: FAQs zu COVID-19-Tests [UPDATE 11.04.2022]
KZV Berlin: Infoseite Coronavirus

COVID 19 und erhöhte Hygienekosten

Hygienepauschale zum 31.03.2022 ausgelaufen

Bundeszahnärztekammer (BZÄK), PKV-Verband und Beihilfe von Bund und Ländern haben sich nicht auf eine Verlängerung der sog. Corona-Hygienepauschale über den 31. März 2022 hinaus verständigen können.

PKV und Beihilfe haben, wie im letzten Beschluss bereits in Aussicht gestellt, einer erneuten Verlängerung der Hygienepauschale nicht zugestimmt.

Welche Alternativen zur Hygienepauschale gibt es?

Für die Berücksichtigung der coronabedingten Kostensteigerungen (Schutzkleidung, Verbrauchsmaterialen, administrativer Aufwand etc.) stehen zwei alternative Wege zur Verfügung.

Berücksichtigung über den Steigerungssatz nach § 5 GOZ oder über den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Patienten nach § 2 GOZ. Lesen Sie hierzu die

Stellungnahme des GOZ Ausschusses

Welchen Weg der Zahnarzt wählt, ist seiner unternehmerischen Entscheidung unter Berücksichtigung der individuellen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten vorbehalten.

Quelle: BZÄK

Derzeit erreicht uns die Frage, ob auch Zahnmedizinische Fachangestellte Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 vornehmen dürfen. Dies ist nicht der Fall! Es fehlt hierfür an einer ausdrücklichen gesetzlichen Rechtsgrundlage:

Nach § 20b Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind explizit nur Zahnärztinnen und Zahnärzte zur Durchführung von Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 berechtigt. Der Gesetzgeber hat nur die Möglichkeit der ärztlichen aber eben nicht der zahnärztlichen Delegation bei der Durchführung von Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auf nichtärztliches Gesundheitspersonal geschaffen (§ 20b Abs. Abs. 4 IfSG). Zudem sind Impfungen und das Setzen von Spritzen auch nicht Gegenstand der Ausbildung zur ZFA noch Gegenstand der Praxis, so dass nach hiesiger Auffassung die Durchführung von Schutzimpfungen auch nicht an ZFA delegiert werden kann.

Immunitätsnachweispflicht in Zahnarztpraxen

Am 12. Dezember 2021 ist das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft getreten.

Alle in einer Zahnarztpraxis tätigen Personen müssen bis zum 15. März 2022 entweder einen entsprechenden Immunitätsnachweis gegen Covid-19 oder aber ein ärztliches Attest darüber, dass sie auf Grund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können, vorlegen.

Neueinstellungen sind ab dem 16. März 2022 nicht möglich, wenn die neu zu beschäftigende Person keinen entsprechenden Nachweis vorlegt. Die Regelung in § 20a IfSG gilt bis zum einschließlich 31. Dezember 2022. 

Viele Fragen zu diesem Themenkomplex sind derzeit im Fluss.
Die Bundeszahnärztekammer wird deshalb zu diesem Zwecke ihre Informationen laufend aktualisieren.

► FAQ der BZÄK  [UPDATE 26.01.2022]

Auch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat zu diesem Thema hilfreiche FAQs veröffentlicht:

Impfprävention im Bereich einrichtungsbezogenen Tätigkeiten (BMG) [UPDATE 22.03.2022 ]

► FAQs Impfstatusabfrage bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern [Stand 04.02.2022]

Bitte beachten: Mit Wirkung vom 19.3.2022 sind die fachlichen Vorgaben für COVID-19-Genesenennachweise unmittelbar in § 22a Abs. 2 Infektionsschutzgesetz geregelt worden. Die fachlichen Vorgaben des RKI für COVID-19-Genesenennachweise nach der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und der Coronavirus-Einreiseverordnung sind daher zum 19.3.2022 außer Kraft getreten.

Die zuletzt geltende Fassung mit Stand vom 3.2.2022 ist im Archiv abrufbar.

Quelle: Robert-Koch Institut

Spezifisch arbeitsmedizinische Fragen
PD Dr. Dr. med. Alexander Gerber und Dr. med. Marc Krüger (betriebsärztliche Kooperationspartner der Zahnärztekammer Berlin)
Telefon 0176 301 437 51 oder E-Mail: betriebsaerzte(at)gmx.de [für Anfragen zum Thema nutzen Sie bitte diese spezielle E-Mail-Adresse]

 

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat eine Hotline geschaltet, bei der Berlinerinnen und Berliner, die befürchten, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, anrufen und sich beraten lassen können. Besetzt ist die Hotline mit Fachleuten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, der bezirklichen Gesundheitsämter und der Charité unter Federführung der Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Hotline ist täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr unter (030) 9028 2828 zu erreichen. Mehr Infos hier.
Da die zentrale Hotline überlastet ist, gibt es seit dem 24.3.2020 Hotlines der Bezirke: Zur besseren Erreichbarkeit haben alle Bezirke separate Telefonnummern und E-Mail-Adressen eingerichtet. Hier finden Sie die Bezirke-Hotlines (inkl. E-Mail-Adressen).

 

Robert Koch-Institut - tagesaktuelle Empfehlungen:
www.rki.de/covid-19
In seiner Risikobewertung schätzt das RKI die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell als  sehr dynamisch und ernst zu nehmende Situation ein, für Risiokogruppen als sehr hoch. Hier finden Sie Fallzahlen des RKI von bestätigten COVID-19-Erkrankten sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2.

Bundeszahnärztekammer (BZÄK):
Sars-CoV-2/COVID 19

Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV):
Coronavirus - Informationen für Praxen

 

Die Kollegen der Ärztekammer Berlin haben hier Informationen zum neuartigen Coronavirus zusammengefasst.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt bezüglich des Coronavirus Empfehlungen für Beschäftigte im Gesundheitswesen

Bei den Kollegen der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin finden Sie eine nach Bezirken geordnete Übersicht, welche Berliner Arztpraxen Corona-Tests vornehmen bei Patienten mit Corona-Symptomatik.

Hier finden Sie Berliner Arztpraxen, die Corona-Tests nach Rückreise aus Risikogebieten vornehmen.

Hier finden Sie Corona-Untersuchungsstellen sowie viele weitere Informationen rund um die Coronavirus-Testung.

Der Betriebsarzt der Zahnärztekammer Berlin, Dr. Alexander Gerber, hält in seiner Praxis alle in Deutschland verfügbaren Impfstoffe für Sie und/oder Ihr Praxispersonal bereit. Dazu gehört neben den in den vergangenen 15 Monaten milliardenfach verabreichten mRNA-basierten Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna sowie den Vektorbasierten Impfstoffen von AstraZeneca und Janssen-Cilag (Johnson & Johnson) nun auch der Protein-basierte Impfstoff von Novavax, was seinerseits ein Jahrzehntelang bewährtes Herstellungsverfahren ist.

Falls für Sie relevant, machen Sie bitte einen Termin bei Dr. Gerbers Mitarbeiterin, Frau Juschkewitsch, aus und lassen Sie sich von Dr. Gerber in seiner Praxis am Halensee beraten, welcher Impfstoff für Sie der geeignet ist. Frau Juschkewitsch erreichen Sie ausschließlich unter (0176) 301 437 51.

Antworten zu Ihren Fragen finden Sie auch unter den folgenden Links:

►FAQs zu den verschiedenen Impfstoff-Typen 
►Videos zum Thema #Impfwissen

Hier finden Sie Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete (inkl. Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebiete) vom Robert Koch Institut (RKI).

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat (BMI) hat auf Ihrer Website Informationen für Reisende (Urlaub im Ausland, Einreisen aus einem Risikogebiet) und eine Kurzübersicht Corona-Einreiseregeln (gültig ab 01.02.2022) zusammengestellt, was bei Wiedereintritt nach Deutschland beachtet werden muss: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende.html [UPDATE 03.03.2022]

Außerdem gibt es hier FAQs, die zu Einreisen aus Risiko-, Hochinzidenz und Virusvarianten-Gebieten sowie zu „Einreisequarantänepflicht“ und „Nachweispflicht“ alle Fragen umfänglich beantworten: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende/faq-tests-einreisende.html

Gesetzesvorlage:
Dritte Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Einreiseverordnung [UPDATE 03.03.2022]

 

Allgemeine Fragen zum Thema
Bitte rufen Sie die Coronavirus-Hotline (Referat Praxisführung) der Zahnärztekammer Berlin unter Tel. (030) 34 808 116 an oder senden Sie eine E-Mail an covid-19(at)zaek-berlin.de. Wir sind für Sie da und halten Sie auf dem Laufenden!

Hier geht es zum Referat Praxisführung

Hier finden Sie die Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte bei COVID-19-Verdacht (Stand 03.2022).

⇒ Bei laborbestätigtem COVID-19-Fall Meldung an zuständiges Gesundheitsamt
    Gesundheitsamt via PLZ suchen: tools.rki.de/PLZTool/

Quelle: Robert Koch-Institut

Corona-Impfung mit BioNTech für Personen unter 30 Jahren und Schwangere
 

In Berlin werden Personen unter 30 Jahren und Schwangere unabhängig vom Alter grundsätzlich und ab sofort mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von BioNTech geimpft. Dies gilt auch, wenn vorhergehende Impfungen nicht mit BioNTech durchgeführt wurden.

Sollte jedoch der dringende Wunsch von Personen unter 30 Jahren oder Schwangeren bestehen, eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Spikevax von Moderna zu erhalten, um etwa die begonnene Impfserie mit dem gleichen Impfstoff fortzuführen, ist dies nach entsprechender ärztlicher Aufklärung in den Corona-Impfzentren Messe und Tegel möglich.

Hintergrund der Entscheidung ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), die heute zunächst per Mitteilung auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht worden war. Danach sollen Personen unter 30 Jahren ausschließlich mit dem Impfstoff Comirnaty von BioNTech geimpft werden. Die Empfehlung gilt für die Grundimmunisierung durch Erst- und Zweitimpfung sowie die Auffrischimpfung. Sie bezieht sich auf Sicherheitsdaten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), die zeigen, dass die in dieser Altersgruppe selten als Folge der Impfung auftretenden Herzmuskel- und/oder Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) häufiger nach einer Impfung mit dem Impfstoff Spikevax von Moderna vorkommen als nach einer Impfung mit Comirnaty von BionNTech.

Die Zulassungsbehörden für Impfstoffe, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA), prüfen die Daten kontinuierlich, halten aber bisher an der Zulassung des Moderna-Impfstoffs auch für die entsprechende Altersgruppe fest. Für die Impfung von Schwangeren liegen keine vergleichenden Sicherheitsdaten für Comirnaty (BioNTech) und Spikevax (Moderna) vor, trotzdem empfiehlt die STIKO, dass Schwangeren unabhängig vom Alter bei einer COVID-19-Impfung der BioNTech-Impfstoff angeboten werden soll.

Die Empfehlung der STIKO ist im Stellungnahmeverfahren und daher noch nicht endgültig.

In den Berliner Corona-Impfzentren Messe und Tegel werden weiterhin beide Impfstoffe angeboten.

Alle anderen vom Land Berlin betriebenen Impfstellen werden ab Freitag, 12. November 2021, aus Gründen der Praktikabilität nur noch den BioNTech-Impfstoff anbieten.

Quelle: Pressemitteilung vom 11/10/21

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Für Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gilt ab dem 15. März 2022 eine Corona-Impfpflicht.
Das hat der Bundesgesetzgeber am 10. Dezember 2021 beschlossen, um besonders vulnerable Gruppen zu schützen. Bis zu diesem Datum müssen die Betroffenen ihrem Arbeitgeber nachweisen, dass sie vollständig gegen COVID-19 geimpft oder genesen sind oder sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

"Berlin setzt das Bundesgesetz unter Berücksichtigung der Versorgungssicherheit selbstverständlich um", wie der Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung veröffentlicht wurde.

Personen, die noch nicht in einer betroffenen Einrichtung oder in einem betroffenen Unternehmen tätig sind, dürfen ab dem 16. März 2022 ohne Vorlage eines entsprechenden Nachweises nicht beschäftigt werden.

Verfahren zur Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht nach § 20a IfSG im Land Berlin

Ablaufschema einrichtungsbezogene Impfpflicht
Download (PDF-Dokument 459.4 kB)

 

Nicht immunisierte Beschäftigte müssen nach Paragraph 20a des Infektionsschutzgesetzes von ihrem Arbeitgeber ab dem 16. März 2022 gemeldet werden.
Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung erlässt auf der Grundlage des § 20a Abs. 2 Satz 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) folgende Allgemeinverfügung:

Allgemeinverfügung einrichtungsbezogene Impfpflicht
Download (PDF-Dokument 2.3 MB)

Formular zur Benachrichtigung nach § 20a Abs.2 Satz 2 IfSG
Download (PDF-Dokument 265.8 kB)

Formular zur Selbsteinschätzung zur Funktionsfähigkeit von Einrichtungen oder Unternehmen bei der Umsetzung von § 20a IfSG
Download (PDF-Dokument 228.6 kB)


Die Arbeitgeber-Meldung ist unter Nutzung der unten stehenden Formulare (Benachrichtigung und Selbsteinschätzung) in Papierform an die folgende Adresse zu senden:

Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin
Zentrale Meldestelle
Postfach 31 09 29
10639 Berlin

 Verschärfung der Corona-Verordnung

Laut Beschluss des Berliner Senats gilt im Rahmen der Verschärfung der 2. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ab dem 31.03.2021 eine FFP2-Masken-Pflicht auch in Zahnarztpraxen. Patientinnen und Patienten sowie Begleitpersonen, die nicht über ein ärztliches Attest verfügen, welches das Tragen von Schutzmasken untersagt, müssen ab Mittwoch, 31.03.2021, eine FFP2-Maske bis zur Behandlung und unmittelbar nach der Behandlung tragen.

Wir weisen in diesem Zusammenhang auf die Empfehlung der Zahnärztekammer Berlin vom 02.12.2020 hin: Gefährdungsbeurteilung_SARS-CoV-2_Zahnarztpraxis.pdf

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie auf der Website des Berliner Senats.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BWG) hat in ihren FAQ Informationen auf die Frage "In welchen Fällen sollte eine Atemschutzmaske (z. B. FFP2 oder gleichwertige Atemschutzmaske) anstatt eines Mund-Nasen-Schutzes getragen werden?" veröffentlicht.

Die Kolleginnen und Kollegen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Berlin haben einen FAQ-Katalog zur COVID-19-Impfung zusammengestellt.
Sie finden ihn auf der Corona-Seite der KZV Berlin (bei "Häufige Fragen zur COVID-19-Impfung).

Wir empfehlen für die Behandlung von Patientinnen und Patienten ohne Symptome einer COVID-19 Erkrankung:
 
a) die Verwendung von Schall- und Ultraschallhandstücken zu vermeiden.
b) die Verwendung von Pulver-Wasserstrahl-Geräten zu vermeiden.
c) die Verwendung von luftgetriebenen Turbinen zu vermeiden.
d) die Verwendung von Hand- und Winkelstücken mit übermässiger Wasserkühlung zu vermeiden (d. h., dass wir den Einsatz von Hand- und Winkelstücken mit reduzierter Wasserkühlleistung empfehlen. Keinesfalls ist dies als Empfehlung zu verstehen, auf Hand- und Winkelstücke insgesamt zu verzichten, da diese die luftbetriebenen Turbinen ersetzen sollen!).
e) die Keimzahl in der Mundhöhle vor zahnmedizinischen Prozeduren mit einer ausgiebigen Mundspülung zu reduzieren. Laut aktueller Empfehlungen ist gegen das aktuelle Virus 1%ige H2O2-Lösung wirksamer als der ansonsten geltende Goldstandard Chlorhexidin. Die Mundspülung sollte nicht in die Speischale ausgespuckt werden, sondern konsequent abgesaugt werden. Das Ausspülen des Patienten während der Behandlung sollte durch eine konsequente Absaugtechnik vermieden werden.
f) Überprüfung des guten Sitzes des Mund-Nasen-Schutzes oder der FFP2-Maske: Studien haben ergeben, dass das enge Anliegen der Maske entscheidend für den Rückhaltegrad ist.
g) Weiterhin sollte jede Form der zahnmedizinische Behandlungen bei Corona-Risikopatienten (Senioren älter als 70 Jahre, multimorbide Patienten, immunsupprimierte oder immunreduzierte Patienten oder anders einschlägig gesundheitlich vorgeschädigte Patienten) streng risikoadaptiv vorgenommen werden.
h) Die Verwendung von Visieren bei der zahnärztlichen Behandlung kann die Sicherheit weiter erhöhen.

Eine Infektionsgefährdung von Patienten in der zahnärztlichen Praxis ist durch die (ohnehin gesetzlich vorgeschriebene) Schutzkleidung nahezu ausgeschlossen.

Bitte nach jedem Patienten alle Oberflächen, insbesondere Türklinken etc. entsprechend der bereits versendeten Arbeitsanweisungen wischdesinfizieren.

Mund-Nasen-Bedeckung ist für Patientinnen und Patienten im Wartezimmer sowie ggf. bei Vor- und Nachbesprechung der Behandlung Pflicht.

In der Zahnarztpraxis sollten bei allen nicht-invasiven Eingriffen, wie z. B. einer Befund-Aufnahme auf jeden Fall mindestens ein handelsüblicher Mund-Nasen-Schutz (MNS) getragen werden. Die spezielle Patienten-Anamnese sollte der aktuellen  RKI Risikobewertung angepasst werden, d. h. Nachfrage auch nach Erkrankung der Atemwege und Fieber innerhalb der zurückliegenden 14 Tage – im Zweifelsfall sollte die Behandlung verschoben werden.

Achten Sie auf die ohnehin geltenden, schon immer sehr hohen Hygienevorgaben und instruieren Sie das gesamte Praxisteam hinsichtlich folgender besonderer Hygiene-Maßnahmen:

  • die Türklinken der Behandlungszimmer sollten nach jeder Patientenbehandlung wischdesinfiziert werden
  • die Behandlungsräume sollten nach jeder Patientenbehandlung gut durchlüftet werden
  • Optimierung der Absaugtechnik
  • besonders gute Händedesinfektion
  • Vermeiden Sie Berührungen von Nase, Mund und Augen

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) informiert auf ihren Seiten zum Thema: Infektion mit SARS-CoV-2 kann auch ein Arbeitsunfall sein

Erstmals wurde im September 2020 nach den Regularien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) eine S1-Leitlinie mit Hinweisen zum Schutz der zahnmedizinischen Fachkräfte und Patienten vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 und anderen Aeorsol-übertragbaren Erregern bei gleichzeitiger Gewährleistung der zahnmedizinischen Grundversorgung der Bevölkerung erstellt worden. Federführend durch die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) wurden in Zusammenarbeit mit einer Expertengruppe Handlungsempfehlungen erarbeitet, mit dem Ziel, Zahnärzten und zahnmedizinischem Fachpersonal notwendige Maßnahmen zum Selbst- und Fremdschutz zu vermitteln.

UPDATE:
Die Gültigkeit der Leitlinie wurde bis März 2026 verlängert: Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern

Die Verschärfung der 2. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für Berlin ab dem 31.03.2021 sieht die FFP2-Masken-Pflicht auch für Patienten und Begleitpersonen in Arztpraxen vor:

In geschlossenen Räumen besteht künftig grundsätzlich eine FFP2-Maskenpflicht, um einen besseren Infektionsschutz sicherzustellen. Diese Regelung gilt u.a.:

  • für Patient*innen und Begleitpersonen beim Besuch von Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen, sofern dem eine Behandlung nicht entgegensteht

Hier finden Sie ein Plakat zum Download, das Sie in Ihren Praxisräumen aufhängen und so Ihre Patientinnen und Patienten an das Abstandsgebot sowie die verschärfte FFP2-Masken-Pflicht erinnern können.

Gerne können Sie diesen oder ein ähnlich lautenden Aushang an Ihrer äußeren Praxistür aufhängen. Wichtig ist hierbei immer zu vermerken, dass Sie Notfallbehandlungen nicht ablehnen.

Praxisaushang für Patienten mit grippeähnlichen Symptomen

Außerdem hat das Robert Koch-Institut folgende Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger herausgegeben, das Sie ebenfalls bei Bedarf außen an Ihre Praxistür aufhängen können: COVID-19: Bin ich betroffen und was ist zu tun? (auch in Englisch oder Französisch)

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat ein Plakat für Zahnarztpraxen entworfen, das diese zum Aushang nutzen können.
Es weist auf die Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht hin und kann an Eingangstür, Rezeption oder/und Wartezimmer angebracht werden.

Das Plakat ist für den Ausdruck in der Praxis optimiert, farbig oder schwarz/weiß wählbar und kann bei Bedarf sogar im Copyshop ohne Qualitätsverlust bis auf A2 vergrößert werden.

Plakat für Farbdruck
Plakat für Schwarz-Weiß-Druck

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat auf dieser Unterseite Informationen zu folgenden Themen veröffentlicht:

  • Angeordnete Quarantäne
  • Geimpfte und genesene Personen
  • Eigenständige Entscheidung für eine Quarantäne
  • Checklisten

Hier finden Sie zum Download die Checklisten Prävention einer Covid-19-Infektion und Organisation in der Zahnarztpraxis und Umgang mit einer/einem Covid-19-infizierten Mitarbeiter/-in.

Hier finden Sie den Antrag bei Verdienstausfall wegen Quarantäne oder Tätigkeitsverbot (Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz).

Hier finden Sie die Quarantäne-Pflichten und die FAQs des Berliner Senats.

Hier finden Sie Schematische Entscheidungshilfen bei Vorstellung von Patienten mit Erkältungssymptomatik

(COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen - Orientierungshilfe für Ärzte vom RKI)


Die Charité hat die CovApp entwickelt, mit der Sie innerhalb weniger Minuten einen Fragenkatalog beantworten und daraus spezifische Handlungsempfehlungen, Ansprechpartner und Kontakte sowie eine Zusammenfassung Ihrer Daten erhalten. Ziel ist es, die Patientenströme in Krankenhäusern und Untersuchungsstellen zu optimieren. Zur CovApp der Charité.

 

Die zahnärztliche Behandlung von Patienten, die Symptome einer akuten respiratorischen Erkrankung der unteren Atemwege (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit) zeigen, sollte auf die Zeit nach Ende der Erkrankung verschoben werden, sofern es sich nicht um Notfälle handelt. Diese Patienten sind zur Diagnosesicherung und ggf. Einleitung einer Therapie an den Hausarzt zu verweisen.

Für unaufschiebbare zahnmedizinische Behandlungen von Patienten, die unter Verdacht stehen, an COVID-19 erkrankt zu sein, gilt es gemäß BioStoffV und GefStoffV, weitere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen:

  • räumliche oder organisatorische Trennung der an COVID-19 erkrankten Patienten von den Patienten der Normalsprechstunde,
  • persönliche Schutzausrüstung für das Personal: Schutzbrille mit Seitenschutz; Atemschutzmaske FFP2; unsterile Handschuhe; langärmliger Schutzkittel; das Tragen einer Kopfhaube kann den Schutz erhöhen; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen,
  • Patienten nach Betreten der Praxis für die Wartezeit Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten,
  • Patienten anhalten, vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren,
  • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung kontaminationsfrei ablegen.

Zuständig für den Gesundheitsschutz sind die Bundesländer, für Maßnahmen vor Ort die Gesundheitsämter.

[Quelle: BZÄK]

AHA+L-Formel = Abstand, Hygiene, Alltagsmasken + Lüften!

Aerosole, die Coronaviren enthalten, sind der Hauptübertragungsweg des Coronavirus. Deshalb ist richtiges Lüften aktuell besonders wichtig. Wir präsentieren Apps für das richtige Lüften sowie wichtige Punkte rund um Frischluftzufuhr, raumlufttechnische Anlagen und mobile Lüfter.

Aerosole sind Gemische aus Gasen sowie festen oder flüssigen Partikeln. Beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen können Aerosole mit Viren entstehen, die in die Atemwege anderer Personen gelangen oder über den Kontakt mit Oberflächen übertragen werden.

Insbesondere in geschlossenen Innenräumen können Aerosole über einen längeren Zeitraum in der Luft verbleiben und stellen somit ein Infektionsrisiko dar. Hält man sich länger in einem schlecht oder nicht belüfteten Innenraum auf, verteilen sich die Aerosole im gesamten Raum und die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung erhöht sich.

Häufiges und richtiges Lüften kann helfen, ein Übertragungsrisiko durch an Aerosolen anhaftenden Krankheitserregern deutlich zu reduzieren und ist ein wichtiger Bestandteil des Infektionsschutzes.

Auf der Website der BGW sind einige externe Links zusammengestellt, die Ihnen Tipps geben wie (Arbeits)Räume unter Corona Bedingungen richtig gelüftet werden sowie Hintergrundinfos zum Thema liefern.

Hier die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst:

  • Stellen Sie eine ausreichende Frischluftzufuhr von außen durch freie oder technische Lüftung sicher.
  • Richtiges und fachgerechtes Lüften von Gebäudeinnenräumen bewirkt eine wirksame Verringerung der Konzentration von Viren, die z. B. durch Sprechen, Niesen oder Husten ausgeschiedenen werden. Dies senkt das Infektionsrisiko in Räumen, die von mehreren Personen genutzt werden.
  • Wichtig: Durch einzelne lüftungstechnische Maßnahmen können Infektionsgefahren zwar minimiert, aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wirksamer Infektionsschutz besteht aus der AHA+L-Formel = Abstand, Hygiene, Alltagsmasken + Lüften!

[Quelle: BGW]

Weitere Informationen finden Sie auch in der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A3.6.

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin (KZV Berlin), informiert Patienten:

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen – nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung – behandelt.

  • Bitte kontaktieren Sie zunächst telefonisch Ihren Hauszahnarzt. Mit ihm klären Sie, ob es sich um eine notwendige und unaufschiebbare Behandlung handelt. Falls ja, rufen Sie die in Ihrer Nähe liegende Schwerpunktpraxis an.
  • Eine Behandlung ist grundsätzlich nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung mit der Schwerpunktpraxis möglich.
  • Die Schwerpunktpraxis informiert Sie im Rahmen der kurzfristigen Terminvergabe über die nächsten Schritte und über die Organisation Ihres Krankentransportes zum Termin in die Schwerpunktpraxis.

Auf der Website der KZV Berlin finden Sie alle Informationen zu den Schwerpunktpraxen.

Die Neuregelung des §28b Infektionsschutzgesetz (IfSG) hat in den vergangenen Tagen für Verwirrung und Rechtsunsicherheit gesorgt. Nachdem die Zahnärztekammer Berlin zum Thema im permanenten, direkten Austausch mit der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung (SenGPG) waren und sind, ging uns heute postalisch ein Rundschreiben von Martin Matz, Gesundheits-Staatssekretär, zu. Wir können Ihnen als ersten Erfolg vermelden, dass die Senatsverwaltung die Verfolgung von nicht vorgenommenen täglichen Testungen bis zur endgültigen Klärung durch den Bundesgesetzgeber ausgesetzt hat. Wir empfehlen wie bisher zwei (Schnell-)Tests pro Woche (inkl. Dokumentation), bis eine endgültige Klärung durch den Bundesgesetzgeber, wie auch von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) gefordert, erfolgt ist.

Laut Beschluss des Berliner Senats gilt im Rahmen der Verschärfung der 2. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ab dem 31.03.2021 eine Testpflicht zum Nachweis des SARS-CoV-2-Virus auch in Zahnarztpraxen.

Die Testpflicht bezieht sich sowohl auf Praxisinhaber als auch auf alle Angestellten einer Praxis, mit direktem Kontakt zu Patientinnen und Patienen.   

Hier finden Sie eine beschreibbare Muster-Bescheinigung für Zahnarztpraxen. Testergebnis und Unterschrift sind handschriftlich zu ergänzen.

 

§ 6a Testpflicht

(1) Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an ihrem Arbeitsplatz präsent sind zweimal pro Woche ein Angebot über eine kostenlose Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels eines Point-of-Care (PoC)-Antigen-Tests, einschließlich solchen zur Selbstanwendung unter Aufsicht, zu unterbreiten und diese Testungen zu organisieren.

(2) Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, auf Wunsch eine Bescheinigung über das Testergebnis auszustellen [...]. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit direktem Kontakt zu Kundinnen und Kunden [...] sind verpflichtet, das Angebot nach Absatz 1 wahrzunehmen und die ihnen ausgestellten Nachweise über die Testungen für die Dauer von vier Wochen aufzubewahren.

(3) Selbständige, die im Rahmen ihrer Tätigkeit direkten Kontakt zu Kundinnen und Kunden [...] haben, sind verpflichtet, regelmäßig, mindestens einmal Mal pro Woche, eine Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels eines Point-of-Care (PoC)-Antigen-Tests vornehmen zu lassen und die ihnen ausgestellten Nachweise über die Testungen für die Dauer von vier Wochen aufzubewahren.

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten nur, soweit ausreichend Tests zur Verfügung stehen und deren Beschaffung zumutbar ist.


⇒ FAQs zur Testpflicht und Bescheinigung finden Sie auch auf der Website der KZV Berlin.

In der aktuell gültigen Fassung der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung des Berliner Senats ist vorgeschrieben:

§ 4 Medizinische Gesichtsmaske und Mund-Nasen-Bedeckung
(2) Eine FFP2-Maske ist in geschlossenen Räumen zu tragen [...]
2. in Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen von Patientinnen und Patienten sowie ihren Begleitpersonen unter der Voraussetzung, dass die jeweilige medizinische Behandlung dem nicht entgegensteht [...].

In (4) sind die Ausnahmen geregelt, die von der Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske entbinden. Hierunter fallen Geimpfte NICHT.

Sie finden HIER ein Plakat, das Ihre Patientinnen und Patienten, die bereits vollständig geimpft sind, auf diese Tatsache hinweist. 

Besprechen Sie mit jedem Ihrer Patientinnen und Patienten anstehende Termine individuell. Notwendige zahnmedizinische Untersuchungen ebenso wie (Präventions-)Maßnahmen zur Feststellung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten können nach gründlicher Risikoabwägung durchgeführt werden. 

Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie über ausreichend persönliche Schutzausrüstung verfügen – hier sollte sich die Beschaffungsproblematik der vergangenen Wochen etwas entspannt haben. Außerdem sind die weiter geltenden, schon immer sehr hohen Hygienevorgaben unabdingbar. Nichts davon ist für uns Zahnärzte neu!

Seit Corona neu ist jedoch, dass gemäß den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes (RKI) aerosolintensive Techniken zugunsten anderer Verfahren zu vermeiden sind. Neu ist weiterhin, dass zahnmedizinische Behandlungen bei Corona-Risikopatienten streng risikoadaptiv vorgenommen werden sollten; die bekannten Risikofaktoren sind:

  • hohes Alter
  • kardiale oder pulmonale Vorerkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Krebserkrankungen
  • Immunsuppression
  • chronische Lebererkrankungen.

Die Risikoabwägung sollte selbstverständlich auch beim zahnmedizinischen Team vorgenommen werden. Außerdem gibt es die extra eingerichteten Schwerpunktpraxen für Covid-19-Patienten, falls Sie diese nicht behandeln können oder wollen.

Für die nächste Zeit sind wir auch auf das Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten angewiesen. Das Vorangestellte verdeutlicht jedoch, dass wir Berliner Zahnärztinnen und Zahnärzte uns sehr gut auf die „neue Normalität“ einstellen können!

Rechtsauffassung von BZÄK und KZBV

Eine zahnärztliche Behandlung steht für alle Patientinnen und Patienten zur Verfügung – auch solchen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft oder darauf getestet sind. Nach Auffassung von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) kann daher die sogenannte 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) in Zahnarztpraxen keine Anwendung finden. BZÄK und KZBV sehen keine gesetzliche Grundlage dafür, dass der Impfstatus oder ein aktueller Corona-Test von Patienten zur Bedingung für eine Behandlung gemacht wird.

(Zahn-)Medizinische Behandlungen gehören zur Grundversorgung der Bevölkerung. Patientinnen und Patienten müssen daher vor ihrer Behandlung in einer Zahnarztpraxis keinen entsprechenden 3G-Nachweis vorlegen – anders als zum Beispiel vielfach bei körpernahen Dienstleistungen, wie sie etwa Friseur- oder Kosmetiksalons anbieten.

Zahnärztinnen und Zahnärzte sind als Heilberuf zum Dienst an der Gesundheit der einzelnen Menschen und der Allgemeinheit verpflichtet. Es würde eben dieser Berufspflicht widersprechen, wenn die Behandlung von Patientinnen und Patienten willkürlich abgelehnt wird. Das wäre dann der Fall, wenn ganze Bevölkerungsgruppen – zum Beispiel Ungeimpfte oder nicht Getestete – von der Behandlung ausgeschlossen würden.

In der Zahnarztpraxis darf zwar der Impfstatus der Patientin oder des Patienten erfragt und auf Testangebote hingewiesen werden, ein Recht auf Behandlungsverweigerung kann daraus allerdings nicht abgeleitet werden. Durch die schon immer sehr umfassenden Hygienemaßnahmen in Zahnarztpraxen sind dort sowohl Behandelnde als auch die Patientenschaft nachweislich sehr gut vor der Übertragung von Infektionskrankheiten geschützt.

Unabhängig davon rufen BZÄK und KZBV alle Personen, die noch nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, dazu auf, das flächendeckende Impfangebot in Deutschland zeitnah zu nutzen – die Impfung schütze nachweislich die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Mitmenschen.

Quelle: Pressemitteilung von BZÄK und KZBV vom 12.10.2021

Hier finden Sie die aktuelle Informationen zum Infektionsschutzgesetz (IfSG):
Zutrittsregelungen in die Zahnarztpraxis [Stand 14.12.2021]

Allgemeine wirtschaftliche Fragen in Zusammenhang mit dem Coronavirus

Auf der Webseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) finden Sie diese Themenseite: "Auswirkungen des Coronavirus: Informationen und Unterstützung für Unternehmen". Es wurde außerdem eine Hotline für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus eingerichtet unter Tel. (030) 186 15 15 15.

Hier finden Sie außerdem umfangreiche Hinweise des BMWi und des Bundesfinanzministerium (BMF): "Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen".

Liquiditätshilfen

Die Investitionsbank (IBB) hat eine Themenseite "Liquiditätsengpässe wegen Coronavirus - Unterstützung für Berliner Unternehmen" erstellt. Sie erreichen die IBB über eine spezielle Hotline unter Tel: (030) 21 25 47 47 sowie per E-Mail an wirtschaft(at)ibb.de.
 

Kredite für Unternehmer

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die folgende Themenseite "KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen" erstellt.
 

Finanzierungsanfragen

Über die Bürgschaftbank können Sie eine Finanzierungsanfrage online stellen. Mehr Informationen unter https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de.
 

Kurzarbeit | Agentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit hat eine Hotline für Arbeitgeber, die sich zum Kurzarbeitergeld informieren wollen, eingerichtet: Tel. 0800 45 555 20. Mehr hier: "Corona-Virus: Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld" oder hier "Kurzarbeit".
Auch für Arbeitnehmer steht eine Themenseite zur Verfügung: "Kurzarbeitergeld – Informationen für Arbeitnehmer"

Kurzarbeitergeld-Rechner

Einen – nicht verbindlichen – Rechner zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes finden Sie unter "KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen".
 

Auf der gemeinsamen bundesweit geltenden Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können durch die Corona-Pandemie wirtschaftlich stark beeinträchtigte kleine und mittelständische Unternehmen - selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb gehören ebenfalls dazu - weitere Liquidationshilfen erhalten.
Die Antragstellung wird in einem digitalen Verfahren ausschließlich von einem vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer durchgeführt.

Informationen zur Überbrückungshilfen III Plus
Informationen zur Überbrückungshilfe IV
Neustarthilfe und Neustarthilfe PLUS

Quelle: Bundesfinanzministerium

Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Zweite Verordnung ur Änderung der COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Zahnärzte, der Heilmittelerbringer und der Einrichtungen des Müttergenesungswerks oder gleichartigen Einrichtungen sowie zur Pflegehilfsmittelversorgung erlassen, die am 07.01.2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und am 01.01.2021 in Kraft getreten ist.


►COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung – COVID-19-VSt-SchutzV

Mehr Informationen finden Sie in den Pressemitteilungen der BZÄK und der KZBV.
Alle Vertragszahnärzte mit Fragen zum Schutzschirm wenden sich bitte an die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin (KZV Berlin) unter Tel: (030) 89 00 40.

Zurzeit beschäftigen viele Selbstständige bzw. Freiberuflerinnen und Freiberufler Fragen wie diese:
Wo gibt es welche Förderung?
Komme ich mit meinem Unternehmen dafür in Frage?

Ganz konkrete Antworten zu diesen Fragen bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Selbständigen-Hotline der Arbeitsagentur.
Wer zu dieser Gruppe gehört und Informationen zu Hilfsprogrammen des Bundes und der Länder sucht, erhält unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 4555 521 von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 18:00 Uhr hilfreiche Auskünfte.

Wir gehen unten auf häufig gestellte arbeitsrechtliche Fragen ein. Darüberhinaus beantwortet Ihnen weitere arbeitsrechtliche Fragen unsere Justiziarin, Frau Mitteldorf, unter Tel. (030) 34 808 161 oder per E-Mail.

Hinweis: Die rechtliche Einschätzung erfolgt auf Grundlage der aktuell herrschenden Rechtsmeinung. Da eine vergleichbare Situation bislang noch nicht bestand, fehlt es an einschlägiger Rechtsprechung hierzu.

Allgemeine Information: Jeder Arbeitnehmer hat ein Recht auf Arbeit. Also sind Sie als Arbeitgeber nach §§ 242 Abs. 2, 618 BGB verpflichtet, alle notwendigen Schutzmaßnahmen zur Risikoeliminierung zu ergreifen und damit den Arbeitnehmer und seinen Arbeitsplatz zu schützen. So unterliegt auch der gesundheitliche Schutz des Arbeitnehmers der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. Als Arbeitgeber müssen Sie darauf achten, dass die oben beschriebenen Hygienemaßnahmen eingehalten werden und ggf. die Arbeitnehmer entsprechend aufklären.

Hier finden Sie weiterführende Lektüre:

Die BZÄK hat zum Coronavirus (SARS-CoV 2) ein arbeitsrechtliches Informationsblatt für die Zahnarztpraxis zusammen gestellt.
Die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg hat hier u.a. Arbeitsrechtliche Problemstellungen erörtert.
Der Quintessenz Verlag schreibt zu Corona und Zahnarztpraxis – „Virusfrei“ oder „business as usual?“
Hier finden Sie einen weiterführenden Artikel vom Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.: "Corona-Virus: Auch Selbstständige und Freiberufler werden bei Quarantäne entschädigt"

Haben Ärzte/Ärztinnen oder Zahnärzte/-ärztinnen den begründeten Verdacht, dass bei Versicherten eine Berufskrankheit (BK) besteht, sind sie gesetzlich verpflichtet, gegenüber dem Unfallversicherungsträger unverzüglich eine Berufskrankheiten-Anzeige zu erstatten (§ 202 SGB VII). Die Versicherten sind über die Anzeige zu informieren. Die ärztliche Anzeigepflicht besteht selbst dann, wenn die versicherte Person der Anzeige widerspricht.

Die Erkrankung von versicherten Personen infolge einer nachweislich beruflich erworbenen Infektion mit dem Corona-Virus wird als Berufskrankheit anerkannt, soweit hierfür die rechtlichen Voraussetzungen im Einzelfall vorliegen.

Rechtliche Voraussetzungen
Im Falle einer Infektion mit dem Corona-Virus kommt eine Berufskrankheit (BK) nach Nr. 3101 der Anlage zur BK-Verordnung in Betracht. Nr. 3101 gilt für Infektionskrankheiten von versicherten Personen, die

  • im Gesundheitsdienst,
  • in der Wohlfahrtspflege oder
  • in einem Laboratorium tätig oder
  • durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt waren.

Bei Tätigkeiten in anderen Bereichen ist die Anerkennung einer BK-Nr. 3101 nicht möglich.

Der Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit nach Nr. 3101 bei einer in den genannten Bereichen tätigen versicherten Person ist in folgenden zwei Konstellationen begründet:

  1. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 ist mittels PCR-Test nachgewiesen.
  2. Ein positiver PCR-Test liegt zwar nicht vor, aber die versicherte Person hatte bei Ausübung ihrer versicherten Tätigkeit direkten Kontakt zu einer wahrscheinlich oder bestätigt mit SARS-CoV-2 infizierten Person und nach diesem Kontakt sind innerhalb der Inkubationszeit Symptome aufgetreten, die auf eine Covid-19-Erkrankung hinweisen. Ein direkter Kontakt ist insbesondere bei pflegerischer Tätigkeit an der Indexperson, bei körperlicher Untersuchung der Indexperson oder bei Umgang mit Atemwegssekret oder anderen Körperflüssigkeiten gegeben.

Sammelanzeige Covid-19-Verdacht
Grundsätzlich ist für jeden Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit eine einzelne BK-Verdachtsanzeige zu erstatten. Im Rahmen der Corona Pandemie hat es aber in einzelnen Unternehmen eine größere Anzahl von Verdachtsfällen gegeben. Um in dieser Situation eine vereinfachte BK Anzeige zu ermöglichen, können Sie mittels dieser Sammelanzeige auch mehrere Verdachtsfälle in Ihrem Unternehmen gleichzeitig melden. Bitte füllen Sie diese Sammelmeldung vollständig aus und senden diese an Ihre jeweils zuständige Bezirksverwaltung.

Bei akutem Beratungsbedarf hilft unsere telefonische Corona-Hotline montags bis donnerstags von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 14.30 Uhr weiter: (040) 202 07 – 18 80.

Hinweis: Die gesetzliche Unfallversicherung gilt verpflichtend nur für die Angestellten. Der selbständige Zahnarzt/die selbständige Zahnärztin sind nicht pflichtversichert, können aber eine freiwillige Unfallversicherung in der Berufsgenossenschaft abschließen. Die Meldung eines Verdachts auf eine Berufskrankheit hat grundsätzlich durch den Arbeitgeber zu erfolgen, also für seine Mitarbeiter und falls er selbst versichert ist, für sich selbst.

Quelle: BGW

Auf den Seiten von berlin.de (Schule bzw. Kita) unter dem Punkt "Welche Hilfen gibt es bei Verdienstausfällen wegen eingeschränkter Betreuung" finden Sie detaillierte Informationen, unter welchen Voraussetzungen Entschädigungen ausgezahlt werden, wenn Selbstständige sowie ArbeitnehmerInnen wegen der Schul- und Kita-Schließungen und der damit einher gehenden notwendigen Betreuung ihrer Kinder ihrer Arbeit nicht nachgehen können.

Onlineantrag Schul-/Kitaschließung für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber (Antrag, der für die Kompensation des zu zahlenden Angestellten-Verdienstes vom Arbeitgeber gestellt wird)

Onlineantrag Entschädigung wegen Schul-/Kitaschließung für Selbstständige

Für ArbeitgeberInnen und deren Angestellte:
Es gilt § 56 Abs. 1a Nr. 1 Infektionsschutzgesetz: Die oder der Angestellte wird freigestellt, darf zur Kinderbetreuung zuhause bleiben (wenn keine andere Kinderbetreuung organisiert werden kann). Erstattet werden 67 Prozent des Nettoentgelts, maximal 10 Wochen lang, bei Alleinerziehenden 20 Wochen. Maximalbetrag pro Monat: 2.016 EUR. Der Arbeitgeber zahlt diesen Betrag aus und lässt ihn sich auf Antrag von der Senatsverwaltung für Finanzen erstatten.

Hinweis:
Die Notbetreuung in den Schulen ist derzeit so geregelt, dass beide Elternteile systemrelevanten Berufsgruppen angehören müssen und keine andere Betreuung organisieren können, um anspruchsberechtigt zu sein; bei Alleinerziehenden besteht der Anspruch, wenn diese keine andere Betreuung organisieren können.

1.    Wurde für Ihren Arbeitnehmer ein berufliches Tätigkeitsverbot/eine Quarantäne durch das Gesundheitsamt angeordnet, bleiben Sie als Arbeitgeber verpflichtet, das Gehalt weiterzuzahlen. Auf Antrag erhalten Sie diese Zahlungen von der Senatsverwaltung für Finanzen erstattet. Hier geht es zu dem entsprechenden Antragsformular:
https://service.berlin.de/dienstleistung/329421/

2.    Wurde für Sie als Arbeitgeber ein berufliches Tätigkeitsverbot/eine Quarantäne durch das Gesundheitsamt angeordnet, erhalten Sie eine Entschädigung für Ihren Verdienstausfall. Für die Berechnung des Verdienstausfalls ist 1/12 des Arbeitseinkommens (= gemäß § 15 SGB IV der Gewinn aus der selbständigen Tätigkeit) zugrunde zu legen. Hier geht es zu dem entsprechenden Antragsformular:
https://service.berlin.de/dienstleistung/329424/

Aus dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom 22.09.2021:

1. Die Länder werden spätestens ab dem 1. November 2021 denjenigen Personen keine Entschädigungsleistungen gemäß § 56 Absatz 1 IfSG mehr gewähren, die als Kontaktpersonen oder als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet bei einem wegen COVID-19 behördlich angeordneten Tätigkeitsverbot oder behördlich angeordneter Absonderungkeine vollständigen Impfschutz mit einem auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts (www.pei.de/impfstoffe/covid-19) gelisteten Impfstoff gegen COVID-19 vor-weisen können, obwohl für sie eine öffentliche Empfehlung für eine Schutzimpfung nach § 20 Absatz 3 IfSG vorliegt.

2. Die Entschädigungsleistung gemäß § 56 Abs. 1 IfSG wird weiterhin Personen gewährt, für die in einem Zeitraum von bis zu acht Wochen vor der Absonderungsanordnung oder des Tätigkeitsverbots keine öffentliche Empfehlung für eine Impfung gegen COVID-19 vorlag. Gleiches gilt, sofern eine medizinische Kontraindikation hinsichtlich der COVID-19-Schutzimpfung durch ärztliches Attest bestätigt wird.

Ja! Inhaltlich ist hier aber noch zu differenzieren:

Wenn der Mitarbeiter tatsächlich an COVID-19 erkrankt ist, ist der Arbeitnehmer infolge seiner Erkrankung arbeitsunfähig und wie bei jeder anderen Erkrankung für sechs Wochen zu bezahlen, bevor Krankengeld von der Krankenkasse erhält.

Erfolgt die Quarantäne zur Abklärung eines Verdachtsfalls, gelten abweichende Sonderregelungen des Infektionsschutzgesetzes. Das Gesetz sieht vor, dass dem unter Quarantäne gestellten Mitarbeiter eine Entschädigung zusteht, die grundsätzlich der Staat zu zahlen hat. In den ersten sechs Wochen der Quarantäne ist diese Entschädigung allerdings jeweils in Höhe des Verdienstausfalls vom Arbeitgeber zu gewähren, danach wird die Entschädigung in Höhe des Krankengeldes vom Staat weitergezahlt. Der Arbeitgeber kann die von ihm gezahlten Entschädigungsanteile in voller Höhe vom Staat (Berlin: Gesundheitsämter der Bezirke) erstatten lassen.

[Mit freundlicher Genehmigung der quintessenz-News]

GMK-Beschluss tritt in Kraft

Ab dem 1. November erhalten Ungeimpfte, die in Quarantäne müssen, keine Entschädigung mehr bei einem Verdienstausfall. Diese Regelung gilt für alle Erwachsenen, für die eine Impfempfehlung vorliegt.

Nicht geimpfte Arbeitnehmer, die wegen Kontakt zu COVID-infizierten Personen in eine behördlich angeordnete Quarantäne müssen, bekommen keine Lohnfortzahlung mehr. Diesen Beschluss hatten Bund und Länder bereits auf der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am 22. September gefasst.

Bisher erhielten Beschäftige, die in angeordnete Quarantäne mussten, noch eine Entschädigung. Dabei ging der Arbeitgeber in Vorleistung und bekam auf Antrag das Geld vom Staat zurückerstattet. So konnte sechs Wochen lang eine Entschädigung in voller Höhe des Ausfalls gewährt werden. Ab der siebten Woche wurden wie bei der üblichen Krankschreibung noch 67 Prozent des entstandenen Verdienstausfalls erstattet.

Die neue Regelung gilt für alle Erwachsenen, für die ein Impfempfehlung vorliegt und die sich somit impfen lassen könnten. Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben die Lohnfortzahlungen bereits vor Wochen abgeschafft.

 
   Ausnahmefälle

  • Wer sich mit COVID-19 infiziert hat, ist von der Regelung nicht betroffen und erhält im Krankheitsfall seine Lohnfortzahlung.
  • Personen, für die es bis zu acht Wochen vor der Quarantäne keine Impfempfehlung gab, erhalten bis zum Ende des Jahres
    eine Erstattung. Das sind zum Bespiel Schwangere und Stillende.
  • Ebenfalls erhalten ungeimpfte Beamte weiterhin ihre Bezüge vom Staat. Diese Ausnahme wird damit begründet, dass Beamte
    kein Entgelt, sondern eine Besoldung erhalten.
    Der Staat ist dem Grundgesetz zufolge dazu verpflichtet, ihnen Alimentation zu leisten. Nur bei einer Pflichtverletzung wäre
    eine Streichung möglich. Doch es gibt in Deutschland keine Impfpflicht.
 

Quelle: zm-online vom 01.11.2021

Ja, denn durch die Änderungen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) wurde auch § 56 Abs. 1a IfSG geändert:
Danach gibt es nun auch eine Verdienstausfallentschädigung nach dem IfSG, wenn für ein betreuungspflichtiges Kind Quarantäne angeordnet wurde - für den Rest der Familie aber nicht - und Vater oder Mutter aufgrund der Quarantäneanordnung und nötig werdender Betreuung für das Kind nicht arbeiten konnten. (Eine Ausgleichszahlung für den fehlenden Lohn war bislang nur bei Schließung der Kita oder Schule vorgesehen.)

 

So beantragen Sie Entschädigung wegen Kinderbetreuung

Sind Sie angestellt, wenden Sie sich an Ihre Arbeitgeberin bzw. an Ihren Arbeitgeber, damit diese/r die Leistung beantragt. Selbstständige beantragen die Zahlung für sich selbst.

Bis zum 24.11.2020 hat die Berliner Senatsverwaltung für diesen Fall die entsprechenden Entschädigungsformulare noch nicht angepasst. Wir empfehlen Ihnen daher, die Formulare „Quarantäne Angestellter (für Arbeitgeber)“, „Quarantäne Selbständiger“ zu nutzen und bei der Antragstellung einen Hinweis auf die seit dem 18.11.2020 geänderte gesetzliche Regelung nach § 56 Abs. 1a IfSG zu geben.

 

Infektionsschutzgesetz (IfSG)| Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen

§ 56 (1a) IfSG lautet:

Eine erwerbstätige Person erhält eine Entschädigung in Geld, wenn

1. Einrichtungen zur Betreuung von Kindern, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen von der zuständigen Behörde zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund dieses Gesetzes vorübergehend geschlossen werden oder deren Betreten, auch aufgrund einer Absonderung, untersagt wird.

 

Entschädigung vom Staat erhalten

Ist es nicht möglich, dass Sie Ihre Arbeit von zuhause erledigen und erleiden Sie deshalb einen Verdienstausfall, hilft der Staat weiter. Es gibt seit März 2020 – zeitlich befristet – Anspruch auf Entschädigung (§ 56 Abs. 1a IfSG): Sie bekommen 67 Prozent Ihres Nettoverdiensts. Maximal können es 2.016 Euro pro Monat sein. Diese Unterstützung für Alleinerziehende gibt es bis zu 20 Wochen lang, bei Paaren sind es zehn Wochen pro Partner.

Folgende Voraussetzungen müssen dazu erfüllt sein:

  1. Sie haben mindestens ein Kind unter zwölf Jahren.
  2. Das Gesundheitsamt hat die Schule oder Kita Ihres Kindes geschlossen. Oder neu seit dem 19. November: Ihr Kind muss in Quarantäne.
  3. Sie haben keinen Anspruch auf eine Notbetreuung Ihres Kindes oder eine andere Möglichkeit der Betreuung durch ein Familienmitglied und müssen es deshalb zuhause selbst betreuen.
  4. Sie können nicht arbeiten und erleiden einen Verdienstausfall.
  5. Sie erhalten kein Kurzarbeitergeld.

Ist Ihr Kind schon älter als zwölf Jahre, benötigt aber aufgrund einer Behinderung zuhause Hilfe, können Sie den Lohnersatz ebenfalls erhalten. Die Ersatzzahlung gilt nicht in Ferienzeiten, in denen Schule, Kindertagesstätte oder eine andere Betreuungseinrichtung ohnehin schließen. Aber sie gilt, wenn Sie einen Hortplatz beantragt hatten und der Hort nun coronabedingt entfällt.

Auch Eltern von volljährigen behinderten Kindern können Lohnersatz erhalten, wenn sie einen erwachsenen Sohn oder eine erwachsene Tochter betreuen. Schließt wegen Corona beispielsweise die Behindertenwerkstatt oder eine andere Betreuungseinrichtung von Sohn oder Tochter, steht ihnen Lohnersatz zu. In den Betriebsferien oder anderen nicht coronabedingten Schließzeiten der Einrichtung besteht kein Anspruch auf Lohnersatz.

Neu: Der Anspruch auf Entschädigung ist mit dem Dritten Bevölkerungsschutzgesetz bis zum 31. März 2021 verlängert worden.

[Quellen: IFSG-online | Bundesministerium]

Hier finden Sie Nachweise, dass Sie als Zahnärztin/Zahnarzt bzw. PraxismitarbeiterIn systemrelevant sind und Ihre Kinder damit unter den gegebenen Bedingungen berechtigt sind, die Notbetreuung in der Schule und Kita in Anspruch zu nehmen. Die Praxisinhaberinnen und -inhaber füllen die Dokumente für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. für sich selbst aus.

Formular für Zahnärztinnen/Zahnärzte

Formular für zahnmedizinisches Fachpersonal

Wird der Praxisinhaber wegen des Verdachts einer Corona-Infektion unter Quarantäne gestellt oder wird ihm wegen eigener Erkrankung an dem Corona-Virus ein berufliches Tätigkeitsverbot nach § 31 Infektionsschutzgesetz erteilt, hat auch dieser Anspruch auf Entschädigung, die sich nach dem Verdienstausfall bemisst. Diese Entschädigung wird von der zuständigen Behörde (Berlin: Gesundheitsämter der Bezirke. Hier geht es zu dem entsprechenden Antragsformular: https://service.berlin.de/dienstleistung/329424/) gewährt. Bei der Kalkulation des Verdienstausfalls werden in der Regel die letzten Jahreseinnahmen zugrunde gelegt. Daneben besteht auch ein Anspruch auf Ersatz der während der Quarantänezeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben, in angemessenem Umfang. Möglicherweise tritt in diesen Fällen (zusätzlich) eine Betriebsunterbrechungs- bzw. Praxisausfallversicherung ein.

[Mit freundlicher Genehmigung der quintessenz-News]

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zahnärztekammer Berlin stehen Ihnen bei allen Einzel-Fragen wie gewohnt beratend zur Seite.

► Erläuterungen zur „neuen Corona-Pauschale“

► Informationen der BZÄK mit FAQ

Bundeszahnärztekammer (BZÄK), PKV-Verband und Beihilfe von Bund und Ländern haben sich erneut auf Verlängerung der sog. Corona-Hygienepauschale bis 31. März 2022 verständigt. PKV und Beihilfe haben – trotz der ursprünglich anderslautenden Ankündigung im letzten Beschluss – einer erneuten Verlängerung der Hygienepauschale zugestimmt.
Das von den Organisationen getragene Beratungsforum für Gebührenordnungsfragen hat einen 49. Beschluss gefasst, mit dem die ursprünglich bis zum 31. Dezember 2021 befristete Regelung erneut um drei Monate verlängert wird.

Beschluss Nr. 49 des Beratungsforums für Gebührenordnungsfragen (Covid-19-Hygiene-Pauschale):
Zur Abgeltung der aufgrund der COVID-19-Pandemie immer noch bestehenden erhöhten Aufwände für Schutzkleidung etc. kann der Zahnarzt die Geb.-Nr. 383 GOÄ analog zum 2,3-fachen Satz (= 4,02 Euro) je Sitzung zum Ansatz bringen. Auf der Rechnung ist die Geb.-Nr. mit der Erläuterung „383 GOÄ analog – erhöhter Hygieneaufwand“ zu versehen. Dem entsprechend kann ein erhöhter Hygieneaufwand dann jedoch nicht gleichzeitig ein Kriterium bei der Faktorsteigerung nach § 5 Abs. 2 darstellen.
 
Dieser Beschluss tritt am 01. Januar 2022 in Kraft und gilt befristet bis zum 31. März 2022*. Er erfasst alle in diesem Zeitraum durchgeführten Behandlungen.
 
∗ PKV und Beihilfe unterstützen mit der Verlängerung der sog. Hygienepauschale die Zahnärztinnen und Zahnärzten bei der Bewältigung der hierdurch bedingten pandemiebedingten Mehrkosten.

[Quelle: BZÄK]

Gerne können Sie die Themenseite https://www.zaek-berlin.de/coronainformationen-fuer-patienten.html Ihren Patientinnen und Patienten empfehlen; diese finden dort verlässliche und wichtige Informationen zum Coronavirus.

Außerdem haben wir Ihnen ein Dokument vorbereitet, das Sie ausdrucken und in Ihrer Praxis aushängen können, um Verunsicherungen auf Patientenseite im Vorfeld abmildern oder auffangen zu können: Zahnärztliche Behandlung in der Corona-Zeit.

Das öffentliche und soziale Leben – und damit oft eine wichtige "Kontrollinstanz" – ist durch die Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Eindämmung der Corona-Pandemie erheblich eingeschränkt. Verletzungen im Bereich Mund, Kiefer und Gesicht gehören zu den häufigen Folgen bei interpersoneller Gewalt. Darum sind die folgenden Informationen auch bzw. gerade für Zahnärzte relevant:

Erste Erhebungen aus China zeigen, dass die wegen der Corona-Pandemie angeordnete häusliche Isolation zu vermehrten Übergriffen gegen Frauen und Kindern geführt hat. S.I.G.N.A.L. e.V. Intervention im Gesundheitsbereich gegen Gewalt geht davon aus, dass es auch in Deutschland vermehrt zu Gewalttaten in Familien kommen wird. Verschiedene Opferschutzorganisationen bestätigen eine Zunahme an häuslicher Gewalt bereits.

Zahnärztinnen und Zahnärzte finden hier Materialien, um sich selbst und ebenso ihre Patientinnen und Patienten zu informieren (z. B. Auslegen von Flyern). Alle Materialien finden Sie außerdem immer hier in unseren Zahnarzt Downloads > Spezielle Patientengruppen > Patienten, die Gewalt erfahren haben

Bislang gibt es keinen einzigen Fall einer Übertragung von SARS-CoV-2 über Oberflächen. Können Zahnarztpraxen ihren Patienten wieder ohne Bedenken Zeitschriften im Wartezimmer zur Verfügung stellen?

Zu Beginn der Pandemie hatte die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) wegen des möglichen Übertragungsrisikos über Oberflächen vorsichtshalber auch dazugeraten, die Auslage von Zeitschriften und Zeitungen im Wartezimmer von Arztpraxen einzustellen. Diese Empfehlung hat sie inzwischen aufgrund der niedrigen Infektionszahlen und fehlender Evidenz zurückgenommen. Und auch die Berufsgenossenschaft (BGW) gibt grünes Licht - unter Berücksichtigung der Hygieneregeln.

Welche Hygienemaßnahmen sind beim Anbieten von Zeitungen und Zeitschriften notwendig?

"Es werden geeignete Hygienemaßnahmen empfohlen, die eine Keimverschleppung auf Zeitungen, Zeitschriften und Personen verhindern sollen. Das sind zum Beispiel die Händehygiene von Beschäftigten, Kunden/Kundinnen und Patienten/Patientinnen (Handschuhtragen, Händedesinfizieren bzw. -waschen) sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB). Diese Maßnahmen sind notwendig, da noch nicht abschließend geklärt ist, ob über biologisches Material auf Zeitungen bzw. Zeitschriften eine SARS-CoV-2 Infektion ausgeschlossen werden kann."

BGW, 2. Juni 2020

Grundsätzlich sind Schmierinfektionen Studien zufolge nicht auszuschließen. Doch gibt es bislang keinen einzigen nachgewiesenen Fall einer Übertragung von SARS-CoV-2 durch die Berührung von Oberflächen oder Gegenständen in Deutschland – das heißt, auch nicht speziell durch Zeitschriften.

Es gibt keinen Fall einer Virus-Übertragung über Oberflächen

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) stuft das Übertragungsrisiko daher mittlerweile als sehr gering ein: "Für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege."

Studie zum Übertragungsrisiko über Gegenstände und Oberflächen

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) beruft sich bei seiner Einschätzung auf eine US-amerikanische Studie, die belegt, dass humane Coronaviren auf trockenen Oberflächen keine lange Überlebensdauer aufweisen.

Die Untersuchungen im Labor zur Überlebensfähigkeit des Virus auf verschiedenen Materialien fand hier unter optimalen Bedingungen statt. Im Alltag und unter Einwirkungen von unterschiedlichen Umwelteinflüssen ist den Forschern zufolge anzunehmen, dass die Viren deutlich schneller absterben. Stabiler waren hier auch unbehüllte Viren, zu denen SARS-CoV-2 nicht zählt.

Die Studie zeigt zwar, dass das Virus SARS-CoV-2 auf Oberflächen überleben kann – vor allem in Krankenzimmern von infizierten Personen. Dauer und Stabilität hängen jedoch von vielerlei Faktoren ab, wie beispielsweise der Oberflächenbeschaffenheit und der Einwirkung von Temperatur, Sonnenlicht und bestehender Luftfeuchtigkeit. Letztendlich sei auch die Virusmenge, also der Kontaminationsgrad, entscheidend für das Überleben auf Gegenständen, was das Übertragungsrisiko beeinflusst.

Fazit: In erster Linie werde das Coronavirus über Tröpfchen und Aerosole übertragen. Eine Schmierinfektion sei grundsätzlich möglich, wenn eine ausreichende Virusmenge auf einen Gegenstand oder eine Oberfläche gelangt und dann von einer Person zum Beispiel über die Hände an deren Schleimhäute getragen wird.

van Doremalen N, Bushmaker T, Morris DH, et al. Aerosol and Surface Stability of SARS-CoV-2 as Compared with SARS-CoV-1. N Engl J Med. 2020;382(16):1564-1567. doi:10.1056/NEJMc2004973

Das BfR beantwortet Fragen zum Infektionsrisiko durch Oberflächen, Gegenstände und Lebensmittel auf seiner Webseite.

In Friseursalons sind Magazine seit Mai wieder erlaubt

Die neuen Erkenntnisse zur Gefährdungslage veranlassten einzelne Bundesländer - Bayern etwa in seiner 4. Infektionsschutzverordnung Anfang Mai - und auch die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege(BGW) am 20. Mai dazu, das zu Beginn der Pandemie erlassene Zeitschriften-Verbot für Friseursalons wieder aufzuheben. Zeitschriften dürfen seitdem unter Hygieneauflagen ausgelegt werden.

Die Evidenz für eine Übertragung fehlt

Auch die BZÄK weist explizit darauf hin, dass sie den Hinweis zu den Zeitschriften im Wartezimmer "aufgrund der derzeit geringen Infektionszahlen und nicht nachgewiesener Evidenz für eine Übertragung" entfernt hat. Die Entscheidung liege jedoch letztendlich beim Praxisinhaber (und dem praxiseigenen Hygienekonzept). Er kann – unter Berücksichtigung der Händehygiene und des lokalen Ausbruchsgeschehens – entscheiden, ob er für die Patienten im Wartezimmer wieder Magazine zur Verfügung stellt.

Fazit: So können Sie Zeitschriften risikoarm auslegen

  • Fordern Sie Patienten beim Betreten der Praxis auf, sich die Hände zu desinfizieren.
  •  Weisen Sie auf die Hygieneregeln hin: Hände waschen und desinfizieren, in die Armbeuge niesen und husten, nicht mit den Händen ins Gesicht fassen, Maske tragen.
  • Desinfizieren Sie den Zeitschriftenumschlag so gut wie möglich und tauschen Sie die Magazine zügig aus.

Quelle: Empfehlungen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege

[Quelle: ZM online]

 

Zahnmedizinische Betreuung ist für Pflegebedürftige unverzichtbar und stellt kein Corona-Risiko dar

Veröffentlicht: 16. November 2021

DGAZ empfiehlt zusätzlich „2G+“-Setting in der vierten Welle

Die aktuelle Corona-Krise konnte zeigen, dass zahnärztliche Teams bei der Infektionsprophylaxe außerordentlich gut aufgestellt sind. Im Jahr 2020 bestand in der Zahnmedizin die niedrigste Infektionsinzidenz aller Gesundheitsberufe in Deutschland. Deshalb fanden zahnärztliche Behandlungen ab Mai 2020 auch wieder weitgehend regulär statt. Pflegeeinrichtungen waren jedoch in längeren Lockdown-Phasen für zahnärztliche Teams gesperrt.

Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte berichten, dass die Mundgesundheit Pflegebedürftiger dadurch ganz erheblich gelitten hat. Dies belegt eindrücklich die hohe Relevanz unserer Arbeit in der Pflege.

Pflegebedürftige dürfen nicht wieder von der zahnmedizinischen Betreuung ausgeschlossen werden, müssen aber besonders vor Infektionen geschützt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin empfiehlt deshalb allen Zahnärztinnen und Zahnärzten, die Pflegebedürftige in der vierten Corona-Welle an ihrem Wohnort aufsuchen, dies neben den erprobten Hygienemaßnahmen in einem „2G+“-Setting zu tun. „2G+“ bedeutet, dass die Teammitarbeiter:innen geimpft oder genesen sind und zusätzlich ein tagesaktueller negativer Corona-Schnelltest vorliegt.

Als genesen gilt man, wenn ein positiver PCR-Test mindestens 28 Tage und nicht länger als sechs Monate zurückliegt. Zahnärztinnen und Zahnärzte sind berechtigt, die tagesaktuellen Schnelltestungen in ihrer Praxis durchzuführen. Für einen selbst beschafften Schnelltest ist eine Pauschale von 3,50 Euro gegenüber der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) abrechenbar.

Pressemitteilung der DGAZ vom 16. November 2021
Pressemitteilung der DGAZ vom 28. April 2020
Stellungnahme der DGAZ vom 18. Mai 2020

Quelle: DGAZ

Stallstraße 1, 10585 Berlin, Deutschland
Tel: (030) 34 808 0 | Fax: (030) 34 808 200 | E-Mail: info@zaek-berlin.de