Dienstagabend-Fortbildung am 13. Februar 2018, 20.00 Uhr c.t.

Prof. Dr. Dr. Max Heiland
Prof. Dr. Dr. Max Heiland

„Diagnose Mundhöhlenkrebs – Was bedeutet das für meine Patienten?“

In Deutschland erkranken ca. 18.000 Patienten pro Jahr an einem Kopf-, Halstumor, Tendenz weiter steigend. Nach histologischer Sicherung der Diagnose und bildgebender Diagnostik wird heute die individuelle Therapieempfehlung auf Basis der aktuellen Literatur und der zur Verfügung stehenden Studien unter Berücksichtigung des Risikoprofils unserer älter werdenden Patienten, der perioperativen Morbidität und der posttherapeutischen Lebensqualität in einem interdisziplinären Tumorboard diskutiert und die daraus folgende Therapieempfehlung dann intensiv mit dem Patienten und seinen Angehörigen besprochen.

Für den Bereich der Mundhöhle gilt dabei unverändert, dass die chirurgische Therapie die Therapie der ersten Wahl ist. Bei einem anzustrebenden Sicherheitsabstand von 1,5cm erfordern die dabei entstehenden Defekte in den meisten Fällen ein mikrochirurgisches Lappentransplantat, um das Volumendefizit auszugleichen und insbesondere die Beweglichkeit der Zunge zu erhalten. Neben dem äußeren Erscheinungsbild des Patienten sind für die posttherapeutische Lebensqualität das Sprechen und die orale Nahrungsaufnahme von besonderer Bedeutung.

Mussten auch Anteile der Kieferknochen mit reseziert werden, wird die Resektion und das Design des Transplantates heute virtuell geplant und mithilfe von individuellen Schablonen und Implantaten in die Operation übertragen. Ziel ist es, dass der Patient nur einmal operiert werden muss und dann ggf. zeitnah einer adjuvanten Therapie zugeführt werden kann. Ob eine post-operative Strahlentherapie oder gar Radiochemotherapie indiziert ist, wird nach Vorliegen des definitiven histologischen Ergebnisses wiederum im interdisziplinären Tumorboard diskutiert.

Gemeinsam mit der Hauszahnärztin / dem Hauszahnarzt des Patienten kann dann, während der Patient sich für 5 Jahre in der standardisierten Tumornachsorge befindet, gemeinsam die dentale Rehabilitation erfolgen.

Da ein gegenseitiges Verständnis gerade bei sektorenübergreifender Zusammenarbeit hilfreich ist und zum Nutzen der Patienten beiträgt, möchte ich Sie mit meinem Vortrag zum einen über unsere onkologischen Therapieprinzipien und Ergebnisse informieren, zum anderen Ihnen aber auch einen Einblick in die organisatorische Weiterentwicklung der MKG-Klinik der Charité vermitteln.

 

Vita Prof. Dr. Dr. Max Heiland

10/91 - 09/93 Vorklinisches Medizinstudium an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
09/93 Physikum (Note:1.66)
10/93 - 11/97 Klinisches Medizinstudium an der Universität Hamburg
08/94 Erstes Staatsexamen (Note:2.0)
08/95 United States Medical Licensing Examination, Step 1
09/96 Zweites Staatsexamen (Note:1.66)
03/97 United States Medical Licensing Examination, Step 2
10/97 – 03/01 Studium der Zahnmedizin an der Universität Hamburg
11/97 Drittes Staatsexamen (Note:1.0)
  Abschluss des Medizinstudiums mit der Gesamtnote 1.49
01/98 - 06/99 Arzt im Praktikum der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
04/99 ärztliche Promotion (summa cum laude)
07/99 ärztliche Approbation
07/99 – 12/04 wissenschaftl. Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
03/01 zahnmedizinisches Staatsexamen
04/01 zahnärztliche Approbation
12/01 zahnärztliche Promotion (magna cum laude)
11/04 Habilitation für das Fach Zahn-, Mund-, Kieferheilkunde an der Universität Hamburg
11/04 Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (Ärztekammer Hamburg)
12/04 Verleihung der Venia legendi für das Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
01/05 – 09/06 Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
01/05 – 10/05 berufsbegleitendes Kontaktstudium Gesundheitsökonomie an der European Business School in Oestrich-Winkel (Note: 1.6)
08/06 Ruf als Universitätsprofessor W2 auf Zeit für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in der Fakultät für Medizin der Universität Hamburg
10/06 – 07/07 Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
12/06 – 07/07 Delegierter der Ärztekammer Hamburg
01/07 Zusatzbezeichnung Plastische Operationen
06/07 Zertifizierung der Klinik und Poliklinik für Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf nach DIN ISO 9001:2000
08/07 – 10/10 Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie des Klinikum Bremerhaven Reinkenheide als Nebentätigkeit
11/07 Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie
11/07 Fachzahnarzt für Oralchirurgie
01/08 – 10/10 in Berufsausübungsgemeinschaft niedergelassener MKG-Chirurg
09/08 Fellow of the European Board of Oro-Maxillo-Facial Surgery
06/10 Ruf als Universitätsprofessor W3 für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in der Fakultät für Medizin der Universität Hamburg
11/10 – 03/17 Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
seit 04/17 Ärztlicher Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Charité Universitätsmedizin Berlin

 

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