Referat Praxisführung

Referat Praxisführung

Dr. Helmut Kesler

  • Beratung zur Führung der zahnärztlichen Praxis
  • BuS-Dienst
  • Medizintechnik und Gerätesicherheit
  • Beratung zu Bauvorhaben und Praxisgestaltung
  • Zahnärztliche Stelle Röntgen
Praxisführung | BuS-Außendienst
Ivonne Mewes
Medizintechnik und Gerätesicherheit
Erik Kiel
Beratung zu Bauvorhaben
ZA Wolfgang Glatzer
BuS-Dienst Organisation
Nicola Apitz
BuS-Außendienst
Cindy Kühn
BuS-Außendienst
Konrad Seidler
Betriebsarzt
Dr. med. Hartmut Schwenk-Schaper
Zahnärztliche Stelle Röntgen
Dr. Veronika Hannak
Zahnärztliche Stelle Röntgen
Ulrike Stork-Gissel
Zahnärztliche Stelle Röntgen
Peggy Stewart
Zahnärztliche Stelle Röntgen

Zahnärztliche Mitarbeiter:


Dr. Harald Potente
Dr. Petra Schönherr
PD Dr. Frank Peter Strietzel

    Die praktische Ausübung der Zahnheilkunde steht heute immer mehr in Zusammenhang mit Themen, die nicht Bestandteil des zahnmedizinischen Studiums sind. Neben ihrer eigentlichen Tätigkeit sind Zahnärzte heute auch Manager ihrer Unternehmen, die sich den markwirtschaftlichen Herausforderungen stellen und dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllen. Aktuelle Kenntnisse über Personal- und Betriebsführung sind notwendig, um dem gewachsen zu sein.

    In kaum einem anderen medizinisch-ambulanten Bereich kommen derartig viele Rechtsgrundlagen zur Anwendung wie in einer Zahnarztpraxis. Das Referat Praxisführung der Zahnärztekammer Berlin versteht sich als Dienstleister bei der Umsetzung dieser praxisrelevanter Belange, Verordnungen und Vorschriften. Insbesondere in den Bereichen Praxishygiene, Medizinprodukte, Entsorgung von Praxisabfälle sowie Amalgamabscheidung, Brand-, Arbeits- und Gesundheitsschutz, der Pflege des digitalen Praxishandbuches, der Organisation des BuS Dienstes und der Durchführung von Prüfungen elektrischer Arbeits- und Betriebsmittel.

    Des Weiteren vertritt das Referat Praxisführung die Interessen der Zahnärzte gegenüber Behörden, Institutionen, Industrie und Handel. Dabei werden aktuelle Themen aufgegriffen und dementsprechende Aktivitäten umgesetzt.

    Die Zahnärztliche Stelle Röntgen prüft im Kammerbereich Berlin in turnusmäßigen Abständen alle Röntgengeräte (Tubus-, Panorama-, Fernröntgenseitengeräte sowie dentale digitale Volumentomografiegeräte), die in den zahnärztlichen Praxen, den Universitäts-Kliniken, den Justizvollzugsanstalten und Gesundheitsämtern benutzten werden, wie es § 17a der Röntgenverordnung fordert, und sichert damit die gleichbleibende Qualität im Röntgen.

    Anzeigeverfahren

    Für die Inbetriebnahme oder den Weiterbetrieb einer der Bauart nach zugelassenen Abwasserbehandlungsanlage für amalgamhaltiges Abwasser (Amalgamabscheider) nach § 38 Abs. 3 Berliner Wassergesetz und über die Einleitung von amalgamhaltigem Abwasser nach § 4 Abs. 1 Indirekteinleiterverordnung muss beim zuständigen Bezirksamt eine Anzeige erfolgen.

    Hier finden Sie den entsprechenden Vordruck.

     

    Sachverständigenprüfung

    Ab dem 5. November 2007 sind die 5jährigen Prüfungen an Amalgamabscheidern ausschließlich durch hierzu bestellte Sachverständige durchzuführen.

    Hier finden Sie die Sachverständigenliste.

     

    Infos für Handel und Industrie

    Prüfen von Amalgamabscheider in Verbindung mit neuer Verordnung über das Einleiten von Abwasser in öffentliche Abwasseranlagen (Indirekteinleiterverordnung – IndV), vom 1. April 2005, GVBl. v. Bln. S. 224.

    Am 1. April 2005 trat die neue Indirekteinleiterverordnung für das Land Berlin in Kraft. Diese Verordnung, die auch den Betrieb von Amalgamabscheidern regelt, bringt einige Veränderungen mit sich. Nach § 4, Abs. 2 IndV dürfen Abwasserbehandlungsanlagen, zu denen auch Amalgamabscheider gehören, ab dem 23. April 2007 nur noch von Sachverständige geprüft werden, die von einer sachverständigen Stelle bestellt sind. Eine derartige Regelung wäre aus Sicht der Zahnärztekammer eine unzumutbare Situation für alle Beteiligten. Es bestünde dann die Notwendigkeit der zeitgleichen Anwesenheit eines Sachverständigen und eines Depottechnikers bei der Prüfung eines Amalgamabscheiders.

    In Verhandlungen mit der zuständigen Senatsverwaltung gelang es der Zahnärztekammer Berlin, die Behörde davon zu überzeugen, dass die Techniker der Hersteller bzw. der Dental-Depots weiterhin die regelmäßige, 5jährige Prüftätigkeit ausüben können, sofern nachweislich eine entsprechende Qualifikation bei den Herstellern von Amalgamabscheidern erworben wurde; diesem Personenkreis ist nun die Gleichstellung von Sachverständigen zugebilligt. Diese Sachverständigen sind rechtlich verpflichtet, sich einer Sachverständigenorganisation anzuschließen, die nach den Grundsätzen der vom Bundesumweltministerium gebildeten Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) zu gründen ist. Durch eine Verwaltungsvereinbarung vom 05.02.2007 mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz wurde die Zahnärztekammer Berlin zur entsprechenden Sachverständigenorganisation bestellt. Von hier aus findet nun die Bestellung der Service-Techniker zu Sachverständigen statt. Es können nur natürliche Personen, nicht aber Personengesellschaften oder juristische Personen öffentlich bestellt werden.

    Die zuständige Senatswaltung hat der Zahnärztekammer Berlin auferlegt, die Modalitäten für die Bestellung von Sachverständigen unverändert umzusetzen; diese Vorgaben finden Sie hier. Ein Ermessensspielraum besteht somit nicht, da im Unterschied zu den anderen Sachverständigenorganisationen nach § 5 IndV, die Bestellungsgrundsätze für Sachverständige im zahnärztlichen Bereich (Abwasserverordnung, Anhang 50 Zahnbehandlung) bereits auf ein Minimum festgelegt wurden.

    Nach Einreichung der im Merkblatt geforderten Antragsunterlagen zur Bestellung als Sachverständiger für Amalgamabscheider ist die Zahnärztekammer Berlin verpflichtet, diese auf Erfüllung der gegebenen Rechtslage zu prüfen und danach die beantragende Person zum Sachverständigen für die in den Antragsunterlagen genannte Produktpalette (jeweiliger Hersteller und deren Amalgamabscheider) zu bestellen. Die bestellten Sachverständigen werden namentlich veröffentlicht, so dass auch eine entsprechende Sachverständigentätigkeit in anderen Bundesländern möglich ist, sofern die dort zuständigen Behörden ihre Zustimmung erteilen. Die Bestellung zum Sachverständigen hat in der Regel eine Gültigkeit von 5 Jahren und erlischt, wenn kein Antrag auf eine Verlängerung der Bestellung für weitere 5 Jahre vorliegt.

    Das Einrichten und Betreiben einer Sachverständigenorganisation bedeutet für die Zahnärztekammer Berlin einen zusätzlichen Verwaltungs- und Kostenaufwand. Die hierbei entstehenden Kosten dürfen nicht den Pflichtmitgliedern der Zahnärztekammer Berlin auferlegt werden. Somit sind diese Kosten in Form von Gebühren an die zu bestellenden Sachverständigen weiterzugeben. Die entsprechende Gebühr soll die entstehenden Kosten für die Dauer der Bestellung von längstens 5 Jahre abdecken und sind in einem Gebührenverzeichnis, entsprechend der Gebührenordnung der Zahnärztekammer Berlin festgelegt.

    Zur Beantwortung weiterer Fragen steht Ihnen Erik Kiel unter Telefon (030) 34 808 162 oder per E-Mail zur Verfügung.

    Die Einhaltung der Vorgaben zur Hygiene in der zahnärztlichen Praxis ist ein Eckpfeiler des Patientenschutzes und damit unabdingbare Selbstverpflichtung für den zahnärztlichen Berufsstand. Entsprechend der Halbwertzeit des Wissens in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde haben sich in den vergangenen Jahren auch die Anforderungen an die zahnärztliche Hygiene weiterentwickelt. Neben entsprechenden gesetzlichen Vorgaben, wie z. B. dem Medizinproduktegesetz (MPG) und der Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV) hat dies auch in den Richtlinien, Leitlinien und Normen seinen Niederschlag gefunden.

    Um Sie bestmöglich bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften und der fachgerechten Aufbereitung in der Praxis unterstützen zu können, hat das Referat Praxisführung der Zahnärztekammer Berlin intensive und vor allem erfolgreiche Verhandlungen mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) geführt. Hier stellen wir Ihnen die in Abstimmung erstellten Arbeitsanweisungen zur Verfügung.

    Neben der Regelung von Verantwortlichkeiten bei der Aufbereitung von Medizinprodukten und ihrer Einstufung beinhalten diese Arbeitsanweisungen zudem wichtige Hinweise für die unterschiedlichen, artgerechten Möglichkeiten der (Vor-)Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten. Durch die zuständige hygieneverantwortliche ZFA kann diese Vorlage relativ einfach mittels Streichen, Ändern und Ergänzen an die Belange Ihrer Praxis angepasst werden.

    Eine Sammlung von möglichen Fehlern im Bereich Medizinprodukte und Arzneimittel in der Zahnarztpraxis haben wir in einer separaten Broschüre zusammengestellt.

    Beide Broschüren Arbeitsanweisungen und Fehlersammlung können Sie per E-Mail an das Referat Praxisführung bestellen oder hier die Broschüren Arbeitsanweisungen und Fehlersammlung downloaden.

    Alle Zahnarztpraxen sind entsprechend den Vorgaben der DGUV Vorschrift 2 verpflichtet, zwecks Betriebsärztlicher und Sicherheitstechnischer Betreuung (BuS-Betreuung) einen Betriebsarzt und eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu bestellen und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege (BGW) auf Verlangen nachzuweisen.

    Neben gewerblichen Anbietern steht den zahnärztlichen Praxisinhabern seit 1998 der kammereigene „BuS-Dienst“ zur Verfügung. Über 90 Prozent der Berliner Praxen lassen sich bereits von uns betreuen.
    Aus unserer langjährigen Erfahrung lässt sich das Resümee ableiten, dass eine sichere Arbeitsumgebung die Grundvoraussetzung für motiviertes und effektives Arbeiten ist. Deshalb sollten die vorbeugenden Arbeitsschutzmaßnahmen ein wichtiges gemeinsames Ziel für Arbeitgeber und Beschäftigte sein. Neben der Mitwirkung aller in der Praxis Beschäftigter ist unsere BuS-Betreuung von elementarer Bedeutung, da wir auf viele Dinge achten, die sonst im Praxisalltag gerne in Vergessenheit geraten. Getreu unserem Motto: Wir sind für Sie und Ihre Praxis da!

    Wenn Sie Interesse haben an unserer von Ihrer Zahnärztekammer Berlin organisierten BuS-Dienstbetreuung teilzunehmen, brauchen Sie uns nur eine schriftliche Anmeldung in Form eines Vertrages (Vereinbarung über die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung von Kleinbetrieben) zukommen zu lassen. Der BuS-Dienst wird dann im Rahmen der Regelbesuche vor Ort eine Betriebsbegehung durch eine Sicherheitsfachkraft in einem Intervall von drei Jahren durchführen. Zum Zweck der ganzheitlichen Darstellung aller relevanten arbeits- und gesundheitsschutzrechtlichen Vorschriften wird eine Liste in Form eines Fragenkataloges mit dem Praxisinhaber und seinem Team besprochen und erarbeitet. Diese Liste, zusammen mit vielen hilfreichen Tipps und Tricks, verbleibt als Beratungsprotokoll und Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) in Ihrer Praxis.

    Im Zuge der BuS-Betreuung wird auch die gesetzlich vorgeschriebene arbeitsmedizinische Vorsorge durch vertraglich gebundene Betriebsärzte angeboten.

    Die Terminabstimmung für die kammereigene BuS-Betreuung erfolgt in direkter Kontaktaufnahme zwischen der Zahnarztpraxis und unserer Ansprechpartnerin für die BuS-Dienst Organisation Frau Apitz Tel.: (030) 34 808 119.

    In Berlin haben die zuständigen Behörden, das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi) und die Gesundheitsämter der zwölf Bezirke die Rechtsaufsicht über die Zahnarztpraxen.

    Besuch von den Aufsichtsbehörden führt oft zu Verunsicherung, weil das Praxisteam nicht genau weiß, was da auf Praxisinhaber und Mitarbeiterinnen zukommt. Doch was für ein Glück, wenn Sie gut vorbereitet sind. Eine umfangreiche  Praxisbegehungs-Checkliste zeigt die unterschiedlichen Felder auf, die bei einer Praxisbegehung kontrolliert werden könnten.

    Das MBZ 10/2017 befasst sich ausführlich mit dem Thema und gibt Ihnen Tipps, was Sie im Vorfeld beachten sollten.

    Darüber hinaus berät Sie das Referat Praxisführung gern bei der Vorbereitung oder begleitet sie beim Begehungstermin.

    Hygieneplan der Bundeszahnärztekammer (BZÄK)

    Während der Patientenbehandlung in der Zahnarztpraxis können die Mitarbeiter mit biologischen Arbeitsstoffen in Kontakt kommen. Gemäß Biostoff-Verordnung handelt es sich in der Zahnarztpraxis als auch im zahntechnischen Labor um nicht gezielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen, die in der Regel der Schutzstufe 2 zuzuordnen sind, d. h. Arbeitsverfahren und technische Schutzmaßnahmen sind grundsätzlich so zu gestalten, dass biologische Arbeitsstoffe am Arbeitsplatz nach Möglichkeit gar nicht erst freigesetzt werden.

    Dafür sind ein individuell gestalteter Hygieneplan und entsprechende Arbeitsanweisungen für die einzelnen Arbeitsbereiche und Tätigkeiten zu erstellen. Inhaltlich erfasst werden sollten Verhaltensregeln und Maßnahmen zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation, zur Ver- und Entsorgung, zum Tragen von Schutzausrüstung, sowie z.B. auch Anweisungen für Notfälle und für die arbeitsmedizinische Vorsorge.

    Der Hygieneplan kann mit der nach § 12 der Biostoffverordnung und den von der Berufsgenossenschaft geforderten Betriebsanweisungen (TRBA 250/BGR 250, 2003) zusammengefasst werden.

    Der von der BZÄK herausgegebene Musterhygieneplan kann hier heruntergeladen und direkt bearbeitet werden:

    Musterhygieneplan der Bundeszahnärztekammer im PDF-Format

    Der Hygieneplan ist bei Bedarf zu aktualisieren und regelmäßig zu unterweisen und muss in der Praxis an geeigneter Stelle bzw. im PC hinterlegt werden.

    Durch die eingestellten Formularfelder kann der vorgegebene Hygieneplan auch am PC an die Praxisgegebenheiten angepasst, abgespeichert und ausgedruckt werden. Bei Änderungen ist der Hygieneplan zu aktualisieren und eine regelmäßige Unterweisung durchzuführen.

    Ausfüllmuster für den Hygieneplan

    Bearbeitungsanleitung für den Hygieneplan

     

    Hygieneleitfaden – Deutscher Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ)

    Der Hygieneleitfaden (11. Ausgabe 2017) gibt ausführliche Empfehlungen zur Durchführung von Hygienemaßnahmen.

    Bei Fragen zu Bauvorhaben wenden Sie sich bitte per E-Mail an ZA Wolfgang Glatzer. Er steht Ihnen gerne beratend zur Seite.

    Hier finden Sie außerdem einen Ratgeber zur Praxisgründung - Der Weg in die Freiberuflichkeit.

    2018

     

    2017

     

    2016

    Reformiertes Mutterschutzgesetz (Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechts)

    Resultierend aus den Vorgaben der Medizinprodukte- Betreiberverordnung (MPBetreibV) fordern Behördenvertreter immer konsequenter, dass in Zahnarztpraxen die Prozesse der Aufbereitung von Medizinprodukten validiert werden.

    Darin heißt es unter § 8 Absatz 1 und 2 „die Aufbereitung von bestimmungsgemäß keimarm oder steril zur Anwendung kommenden Medizinprodukten ist unter Berücksichtigung der Angaben des Herstellers mit geeigneten validierten Verfahren so durchzuführen, dass der Erfolg dieser Verfahren nachvollziehbar gewährleistet ist und die Sicherheit und Gesundheit von Patienten, Anwendern oder Dritten nicht gefährdet wird. Dies gilt auch für Medizinprodukte, die vor der erstmaligen Anwendung desinfiziert oder sterilisiert werden. Eine ordnungsgemäße Aufbereitung nach Absatz 1 Satz 1 wird vermutet, wenn die gemeinsame Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte zu den Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten beachtet wird.“

    Der Aufbereitungsprozess von Medizinprodukten in den Zahnarztpraxen ist somit ein wesentlicher Bestandteil der Praxishygiene | Qualitätsmanagements und die Einhaltung der Hygienestandards von elementarer Bedeutung.

    Wenn solche Prozesse nicht nur fachlich, sondern auch ergonomisch und ökonomisch optimiert werden können, spart dies Arbeitszeit und bringt Freiräume für andere, wichtige Aufgaben. Die Dichte der gesetzlichen Regelungen, Leitlinien und Normen ist jedoch sehr hoch, somit ist es für den Betreiber und seinem Praxisteam nicht immer leicht die entsprechenden Notwendigkeiten daraus abzuleiten.

    Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, eine Rahmenvereinbarung mit einem Validierungspartner einzugehen, der stets die neuesten Entwicklungen kennt, der durch ein eigenes akkreditiertes QM-System seine Kompetenz nachgewiesen hat und stets einen von den Behörden akzeptierten Validierungsbericht erstellt.*

    Mit dem Inkrafttreten des Vertrages am 01. Januar 2018 bietet sich den Mitgliedern der Zahnärztekammer Berlin die Möglichkeit, alle Aufbereitungsprozesse (Reinigung, Desinfektion, Verpackung, Sterilisation) und die notwendigen Geräte in der Zahnarztpraxis validieren zu lassen.

    Das sind die Vorteile für Sie und Ihre Praxis:
    Die Reisekostenpauschale pro Standort und Validierungstag in Berlin beträgt 20,00 Euro.
    Des Weiteren wird in Abhängigkeit vom Auftragsvolumen unseren Berliner Praxen ein Rabatt zwischen 5 und 15 % gewährt, wichtig ist sich bei der Angebotsanfrage auf den Rahmenvertrag zu beziehen.

    Weitere Informationen zu den angebotenen Leistungen sowie den Kontakt zur Firma ValiTech bekommen Sie unter www.valitech.de, info(at)valitech.de, per Telefon unter (03322) 273 43 0.

    * Selbstverständlich steht es Ihnen frei, einen anderen Anbieter als ValiTech zu wählen.

    Wir möchten Ihren Praxisalltag erleichtern, indem wir das BuS-Handbuch, das die Zahnärztekammer Berlin vor bald 30 Jahren bundesweit als erste herausgegeben hat, neu aufstellen und digitalisieren. Durch den Beitritt zum Zahnärztlichen Qualitätsmanagementsystem ZQMS, das mittlerweile von zwölf Zahnärztekammern getragen und von über 20.000 Zahnärzten genutzt wird, stellen wir den von unserem BuS-Dienst betreuten Praxen ein modernes EDV-basiertes QM-Tool zur Verfügung. Dieses Qualitätsmanagementsystem wurde von Zahnärzten für Zahnärzte entwickelt und auf die Bedürfnisse der zahnärztlichen Praxis zugeschnitten. Mit der digitalen Arbeitshilfe möchten wir Sie unterstützen, die gesetzlichen Forderungen möglichst zeit- und kostengünstig umzusetzen und Ihre Praxisorganisation effizient zu gestalten. Gleichzeitig unterstützt diese Software die Betreuung durch den BuS-Dienst und hilft z. B. bei der Vorbereitung auf eine behördliche Praxisbegehung oder bei der Gefährdungsanalyse in Ihrer Praxis.

    Darüber hinaus ermöglicht Ihnen das ZQMS ECO eine Überprüfung, ob Ihre Praxis in wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht sowie im Hinblick auf mögliche Risiken optimal aufgestellt ist. Das Handling erfolgt analog zum ZQMS und befasst sich inhaltlich mit den Themen, Betriebswirtschaft, Recht in der Praxis sowie Risiko- und Vermögensmanagement.

    Die Anmeldung zum ZQMS kann ab 01.03.2018 erfolgen.

    Nähere Informationen erhalten Sie im Referat Praxisführung

    Zahnärztliche Stelle Röntgen

    Der § 17a der Röntgenverordnung vom 30.06.2002 fordert eine Qualitätssicherung im Röntgen durch Zahnärztliche Stellen. Die zuständige Behörde in Berlin, das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi), bestimmt die Zahnärztliche Stelle in Berlin.

    Die Aufgabe der Zahnärztlichen Stelle ist, alle in der Zahnärztlichen Praxis benutzten Röntgengeräte (Tubus-, Panorama-, Fernröntgenseitengeräte sowie dentale digitale Volumentomographiegeräte) im Kammerbereich Berlin in turnusmäßigen Abständen zu prüfen. Über die Praxen hinaus werden die dentalen Röntgengeräte der Universitäts-Kliniken, der Justizvollzugsanstalten und der Gesundheitsämter geprüft.

    Die Zahnärztliche Stelle ist dem LAGetSi unterstellt. Diese Behörde legt fest, in welcher Weise die Zahnärztliche Stelle die Prüfungen durchführt, mit denen sichergestellt wird, dass bei der Anwendung von Röntgenstrahlen am Menschen die Erfordernisse der medizinischen Wissenschaft beachtet werden und die angewendeten Verfahren und eingesetzten Röntgeneinrichtungen den nach dem Stand der Technik jeweils notwendigen Qualitätsstandards entsprechen, um die Strahlenexposition des Patienten so gering wie möglich zu halten.

    Die Zahnärztliche Stelle hat der zuständigen Behörde die Ergebnisse der Prüfungen und die eventuell  nicht beachteten Optimierungsvorschläge mitzuteilen. Die Zahnärztliche Stelle in Berlin übernimmt eine Mittlerfunktion zwischen den Zahnarztpraxen und der Aufsichtsbehörde. Schwerpunkte sind neben der Qualitätssicherung (RöV § 16) die Beratung und Hilfestellung für die Kollegen bei Fragen und Probleme beim Röntgen.

     

    Die Trägerorganisationen der Zahnärztlichen Stelle

    Die Senatsverwaltung für Gesundheit und das LaGetSi haben im Januar 1988 die Zahnärztekammer Berlin und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin als Trägerorganisation für die Zahnärztliche Stelle in Berlin benannt.

    Die Zahnärztekammer Berlin stellt die Sachbearbeiterinnen, den IT-Techniker, die erforderlichen Räume, die technische Ausrüstung und die Anbindung an das bestehende Mitgliederverzeichnis zur Verfügung.

    Die Zahnärztliche Stelle arbeitet weisungsfrei innerhalb der Trägerorganisation. Die für die Tätigkeit der Zahnärztlichen Stelle entstehenden Kosten werden von der Zahnärztekammer gegenüber dem Röntgengerätebetreiber laut Gebührenordnung geltend gemacht.

     

    Leitung der Zahnärztlichen Stelle und personelle Anforderungen

    Für die fachliche und organisatorische Leitung der Zahnärztlichen Stelle wird von der Zahnärztekammer Berlin und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin ein(e) Leiter(in) benannt. Diese/r sollte über eine entsprechende Qualifikation im Röntgen z. B. Klinikerfahrung oder Referentenerfahrung verfügen und die Fachkunde im Strahlenschutz besitzen.

    Darüber hinaus sind drei weitere radiologisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte bei der Beurteilung der Röntgenunterlagen in der Zahnärztlichen Stelle tätig; auch sie besitzen die fachlichen Qualifikationen im Strahlenschutz.

    Die Mitglieder der Zahnärztlichen Stelle sowie die/der Vorsitzende und stellvertretene/r Vorsitzende werden durch die zuständige Behörde für einen Zeitraum von vier Jahren berufen.

    Mindestens ein Mitglied der Zahnärztlichen Stelle soll als Vertreter der Kassenzahnärztlichen Vereinigung im Team sein. Dieses Mitglied ist stellvertretende/r Vorsitzende/r der Zahnärztlichen Stelle.

    Die Leitung und die Mitglieder sind freiberuflich in der Zahnärztlichen Stelle tätig.

     

    Prüfung der Röntgenaufnahmen

    Die fachliche Begutachtung und Bewertung der Qualität der Patientenaufnahmen erfolgt in den Räumen der Zahnärztlichen Stelle in der Zahnärztekammer Berlin.

    Die Mitglieder der Zahnärztlichen Stelle besitzen die erforderliche, regelmäßig aktualisierte Fachkunde im Strahlenschutz, sowie ausreichende klinische und praktische Erfahrung auf dem Fachgebiet der zahnärztlichen Radiologie. Des Weiteren sind sie verpflichtet, Fortbildungsmaßnahmen und Tagungen auf dem Gebiet  der zahnärztlichen Radiologie zu besuchen.

    Die/der Vorsitzende und die/der stellvertretende Vorsitzende nehmen alljährlich am zentralen Erfahrungsaustausch und der Koordinierungskonferenz der Bundeszahnärztekammer teil. Das Ziel dieser Treffen ist eine bundeseinheitliche Bewertungstätigkeit und Beratungstätigkeit der QS-Unterlagen anhand von bundeseinheitlichen Bewertungskriterien auszuarbeiten und umzusetzen.

    In regelmäßigen Abständen gibt es Treffen mit Sachverständigenprüfern (technische Experten), Treffen mit dem LaGetSi und der Senatsverwaltung.

    Diese Treffen dienen zur Klärung aktueller Fragen, wie z. B. der Umsetzung von Verordnungen und Richtlinien, die länderspezifisch individuell gehandhabt werden können. Im Vordergrund steht hierbei die praxisorientierte, unbürokratische aber zielorientierte Umsetzung von Auflagen für die Zahnarztpraxis.

    Liste der Sachverständigen nach Röntgenverordnung

     

    Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz hat Anfang 2007 die Bestellung von Sachverständigen für zahnärztliche Röntgeneinrichtungen bekannt gegeben.

    Für das Land Berlin sind folgende Sachverständige zugelassen:



    TÜV Rheinland Industrie Service GmbH

    TÜV Rheinland Group
    Geschäftsfeld Kerntechnik und Strahlenschutz
    10882 Berlin
    Tel.: (030) 75 62 15 93 (Sekretariat)
    Tel.: (030) 75 62 15 94 (Hr. Dr. Krins)
    Fax: (030) 75 62 15 22
    E-Mail senden

    Die zugelassenen Sachverständigen sind:
    Herr Krüger
    Frau Güther
    Herr Jacobs


    Institut für Strahlenschutz und Qualitätsmanagement GmbH

    Malteserstr. 170-172
    12277 Berlin
    Tel.: 030 833 06 20
    Fax: 030 843 09 063
    E-Mail senden (Dr. Menz)

    Die zugelassenen Sachverständigen sind:
    Herr Dr. Menz
    Herr Dr. Haase
    Herr Timmer


    Frau Dipl. Ing. Kirsten Müller

    Schmidtstr. 26a
    12621 Berlin
    Tel.: 030 56 16 306
    Fax: 030 56 16 306
    E-Mail senden

    Herr Dr. Wolfgang Schlüter

    Herr Dipl.-Ing. (FH) Björn Schlüter
    Freienbrinker Saum 8
    12589 Berlin
    Tel.: 030 648 58 29
    Fax: 030 648 04 46
    E-Mail senden (Dr. Wolfgang Schlüter)


    Prüfstelle für Strahlenschutz

    Herr Dipl.-Phys. Jörg Günther
    Grüner Bogen 44
    15366 Neuenhagen
    Tel.: 03342 20 31 24
    Fax: 03342 20 31 83
    E-Mail senden

    TÜV Nord EnSys Hannover GmbH & Co. KG

    Energie und Systeme
    Am TÜV 1
    30519 Hannover
    Tel.: 0511 986 0 (Vermittlung)
    Fax: 0511 986 18 48
    E-Mail senden

    Die zugelassenen Sachverständigen sind:
    Herr Reißig
    Herr Amende
    Herr Domröse
    Herr Feldmann
    Herr Böhm


    TÜV Nord EnSys Hannover GmbH & Co. KG

    Geschäftsstelle Berlin-Brandenburg
    Dr. rer. nat. Ingo Lehmann
    Zimmerstr. 23
    10969 Berlin
    Tel.: 030 201 77 45 61
    Fax: 030 201 77 45 8
    Mobil: 0160 888 18 20
    E-Mail senden


    TÜV Süd Industrie Service GmbH

    Niederlassung Leipzig
    Wiesenring 2
    04159 Leipzig
    Tel.: 0341 465 32 86
    Fax.: 0341 465 32 87

    Die zugelassenen Sachverständigen sind:
    Herr Rainer Wiedow
    E-Mail senden
    Mobil: 0160 360 1596

    Herr Lars Teichmann
    E-Mail senden
    Mobil: 0160 360 1763


    TÜV Süd Industrie Service GmbH

    Geschäftsstelle Dresden
    Drescherhäuser 5d
    01159 Dresden
    Tel.:  0351 42 02 327
    Fax.: 0351 86 28 9471
    Herr Ulrich Brendel
    E-Mail senden
    Mobil: 0172 351 70 70

    Stallstraße 1, 10585 Berlin, Deutschland
    Tel: (030) 34 808 0 | Fax: (030) 34 808 200 | E-Mail: info@zaek-berlin.de