Hohe Ehrung für zwei herausragende Zahnärztinnen: Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Berliner Zahnärztekammer, zeichnete Dr. Cornelia Gins (links) und Dr. Bettina Kanzlivius (rechts) mit der Ewald-Harndt-Medaille der Zahnärztekammer Berlin aus

Erstmals wurde die Verleihung festlich von einem klassischen Quartett eingerahmt - und mit "Mozart" eingeführt (Gunhild Hölscher/1. Violine, Barbara Weiche/2. Violine, Lothar Weiche/Bratsche und Christian Raudszus/Cello)

03.03.2014

Zwei herausragende Zahnärztinnen ausgezeichnet: Ewald-Harndt-Medaille an Dr. Cornelia Gins und Dr. Bettina Kanzlivius

Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin / 3. März 2014

Die Reihe der Träger der Ewald-Harndt-Medaille der Zahnärztekammer Berlin, mit der seit 2001 Personen ausgezeichnet werden, die sich in herausragender Weise um den Berufsstand bzw. die Zahnmedizin verdient gemacht haben, wurde am 28. Februar 2014 um zwei Geehrte erweitert: Aus den Händen des Präsidenten der Zahnärztekammer Berlin, Dr. Wolfgang Schmiedel, der auch die Laudationes hielt, empfingen unter anhaltendem Beifall des Auditoriums im Rahmen des Berliner Zahnärztetages Dr. Cornelia Gins und Dr. Bettina Kanzlivius ihre besondere Auszeichnung. Neben der Ehren-Urkunde überreichte Dr. Schmiedel ihnen die Ewald-Harndt-Medaille, eine Sonderanfertigung der Porzellan-Manufaktur KPM mit dem Portrait des Namensgebers Prof. Dr. Ewald Harndt (verstorben 1996 im Alter von 95 Jahren). Die Auszeichnung ist ihm als ehemaligem Leiter der Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und langjährigem Rektor der Freien Universität Berlin gewidmet – und erinnert nicht zuletzt an Ewald Harndt als Autor des kleinen Büchleins „Französisch im Berliner Jargon“, das aufgrund großer Nachfrage nach wie vor Neuauflagen erreicht. Eine kleine Information zum Namensgeber der Ehrenmedaille der Berliner Zahnärztekammer ist der Auszeichnung beigefügt.
 
Über 30 Jahre Einsatz für Fortbildung: Dr. Cornelia Gins
Eine Rarität ist allein ihre eigene Zahnarztpraxis, denn, so berichtete Dr. Schmiedel in seiner Laudatio: Dr. Gins führt ihre Praxis seit 32 Jahren – mit denselben Mitarbeiterinnen, was für ihren feinen menschlichen Umgang spreche. Anlass für die Ehrung ist ihr über dreißigjähriger ununterbrochener Einsatz für Fortbildung und Wissenschaft: Seit 31 Jahren betreut Dr. Gins die Fachzeitschrift  ZWR, seit 1991 als verantwortliche Chefredakteurin, und seit 2006 leitet sie den Wissenschaftlichen Beirat des Philipp-Pfaff-Institutes, getragen von den Zahnärztekammern Berlin und Land Brandenburg. „Es ist auch ihr zu verdanken“, so Dr. Schmiedel, „dass das wissenschaftliche Fortbildungsprogramm unseres Fortbildungsinstitutes von exzellenter Qualität ist.“ Das „Pfaff-Institut“ gehöre heute nachweislich zu den führenden zahnärztlichen Fortbildungsinstituten in Deutschland. Nicht zuletzt habe Frau Dr. Gins als eine der Ersten erkannt, „welche neuen Herausforderungen sich durch die stetige Zunahme von Zahnmedizinstudentinnen und Zahnärztinnen für den zahnärztlichen Berufsstand ergeben können.“ Sie habe mit der Übernahme der Gründungspräsidentschaft des bundesweit agierenden Dentista Clubs auch standespolitisches Engagement gezeigt. Dr. Schmiedel: „Alles in allem eine herausragende Zahnärztin – in Berlin und über Berlin hinaus!“
 
Zwei Expertisen sinnvoll vereint: Dr. Bettina Kanzlivius

Die Berliner Zahnärzteschaft, aber auch viele Patienten in Berlin seien Dr. Bettina Kanzlivius zu Dank verpflichtet, dass sie ihre beiden größten Interessen – Psychologie und Zahnmedizin – miteinander verbunden und als Expertise in die bundesweit nach wie vor einmalige Patientenberatungsstelle „Seele und Zähne“ eingebracht habe. Dr. Schmiedel berichtete von ihrem durch das DDR-Regime aufgenötigten Studiengangwechsel, der letztlich zu einem ungemein zeitgemäßen Ergebnis geführt habe: Sie hatte Zahnmedizin studieren wollen, was ihr aber nicht gestattet wurde, und war in das Studium der Psychologie ausgewichen. Nach allerlei Umwegen und wendebedingten Veränderungen konnte sie im Jahr 2002 auch ihre zahnärztliche Approbation erreichen. „Ihre Arbeitsschwerpunkte sind heute funktionelle Störungen, Psychosomatik, Angstpatienten und auch Zusammenhänge zwischen medizinischen und zahnmedizinischen Fragestellungen“, so Dr. Schmiedel, der an das erste Zusammentreffen erinnerte, aus dem sich eine bis heute währende Zusammenarbeit entwickelt hat: „Am 7. Juni 2005 veranstaltete die Zahnärztekammer Berlin zusammen mit der Psychotherapeutenkammer Berlin eine erste gemeinsame Fortbildungsveranstaltung zum Thema ‚Psychosomatik’.“ Nach Eröffnung der Patientenberatungsstelle „Seele und Zähne“ im Jahr 2007 übernahm Frau Dr. Kanzlivius deren Leitung und hat diese bis heute inne. Behandelt werden dort – im Team mit einer besonders geschulten Psychotherapeutin – Patienten, deren psychisch-somatisch schwierige Situation eine ‚normale’ Zahnarztpraxis in der Regel überfordert. „Wir danken Ihnen, dass Sie sich dieser problembehafteten und teilweise ernsthaft erkrankten Menschen annehmen!“
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