08.07.2021

eHBA-Kosten für angestellte Zahnärzte

Muss eine angestellte Zahnärztin oder ein angestellter Zahnarzt die Kosten für den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) selbst tragen?

Wenn der eHBA im Berufsalltag benötigt wird, handelt es sich um ein notwendiges Arbeitsmittel, das kostenlos seitens des Arbeitgebers zur Verfügung gestellt werden muss. Der eHBA ist für die Erbringung bestimmter Leistungen erforderlich. Eine angestellte Zahnärztin bzw. ein angestellter Zahnarzt ist grundsätzlich auch ohne den Ausweis arbeitsfähig und kann die üblichen Aufgaben in einer Praxis übernehmen. Möchte der Arbeitgeber, dass die angestellte Zahnärztin oder der angestellte Zahnarzt bestimmte Aufgaben übernimmt, die nur mittels eHBA möglich sind, muss der Arbeitgeber auch die Kosten hierfür tragen.

Aktuell ist die eHBA-Pflicht erfüllt, wenn pro Praxis ein eHBA vorhanden ist. Ausreichend ist daher, dass der niedergelassene Zahnarzt einen eHBA hat. Auch in einem medizinischen Versorgungszentrum ist es nicht erforderlich, dass alle angestellten Zahnärzte über einen eHBA verfügen.

Ausreichend wird hier sein, dass die zahnärztliche Leitung sowie deren Stellvertretung einen eHBA beantragen. Auch hier gilt, dass der Arbeitgeber die Kosten des eHBA übernehmen muss.

Irene Mitteldorf

Justiziarin der ZÄK Berlin

Alle Informationen zum eHBA finden Sie hier: https://www.zaek-berlin.de/ehba

 

Ergänzung:

Auch für angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte erfolgt eine hälftige Refinanzierung des eZAA über die KZV in Höhe von 233,00 Euro für die 5-jährige Laufzeit.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, diesen Betrag an seine angestellte Zahnärztin/Zahnarzt weiterzuleiten, wenn diese/dieser einen eZAA aus eigenem Antrieb beantragt (was er natürlich auch kann)!

Dementsprechend muss der/die Arbeitgeber/in im Falle einer Verpflichtung der/des Angestellt(e)n auch nur die hälftigen Kosten für 5 Jahre tragen.

 

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