03.10.2026

Positive Impulse und praktische Lösungen für das ganze Praxisteam

Erfolgreicher Hauptstadtkongress "Dental Berlin 2026" der Zahnärztekammer Berlin

Mit rund 470 Teilnehmenden, einem vielfältigen Fortbildungsprogramm erstmals auch für das ganze Praxisteam sowie einer ausgebuchten Dentalausstellung in einer neuen Location in Berlin-Prenzlauer Berg war die vierte Dental Berlin am 2. und 3. Oktober 2026 ein voller Erfolg. Im Colosseum Berlin, einem historischen Kino und ehemaliger Wagenhalle mit langer Berliner Industriegeschichte, nutzen die Zahnärztinnen und Zahnärzte mit ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich auf dem Fortbildungskongress der Zahnärztekammer (ZÄK) Berlin umfassend zu informieren, ihre Praxis zukunftssicher zu gestalten und Kontakte zu knüpfen, die über die Veranstaltung hinaus Bestand haben. Der Kongress wurde von Klaus Link, Geschäftsführer von congress & more (Karlsruhe), gemeinsam mit der ZÄK Berlin unter Verantwortung von Vorstandsmitglied Zahnärztin Barbara Plaster organisiert.

Dr. Bianca Göpner-Fleige, Präsidentin der ZÄK Berlin, eröffnete den Kongress mit einem in letzter Zeit selten gewordenen Blick auf die aktuelle Situation ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Praxis – nämlich mit einem positiven: „Im internationalen Vergleich leben wir in einem Land, in dem sehr viele Menschen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung haben. Und deswegen möchte ich Dental Berlin mit diesem Gedanken beginnen, der mir wichtiger erscheint als die nächste Empörungsrunde: Wir dürfen auch mal anerkennen, was funktioniert, was wir alles an Leistungen haben und was gut ist in unserem System! Allerdings erleben wir in unseren Praxen täglich, wie sehr unser Berufsstand unter erheblichem Druck steht – wirtschaftlich, regulatorisch, personell und emotional. Wir müssen mit der Politik über etwas Grundsätzliches sprechen: Gesundheitspolitik darf nicht über die Köpfe derjenigen hinweg gemacht werden, die täglich Versorgung organisieren und die bürokratischen Vorgaben abends nach dem letzten Patienten abarbeiten, statt zu ihren Familien und Kindern nach Hause zu gehen. Wer Versorgung verändern möchte, sollte diejenigen an den Tisch holen, die sie gewährleisten!“

Auch Dr. Romy Ermler, Präsidentin der Bundeszahnärztekammer, lenkte den Fokus auf die Erfolge in der Zahnmedizin: „Auch wenn die wirtschaftlichen, demografischen und ordnungspolitischen Herausforderungen zunehmen, habe ich mir vorgenommen, das Glas halbvoll zu sehen – wir brauchen den klaren Blick auch auf die Chancen, die unser Beruf bietet. Denn wir können gerade in der Zahnmedizin auch auf Erfolge verweisen – sei es die Beliebtheit unter den Gesundheitsberufen, die Patientenzufriedenheit oder die Errungenschaften der Prävention. Diese Erfolge können vielleicht auch Vorbilder für andere Sektoren sein.“

Für die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) Berlin zog Dr. Andreas Hessberger, stellvertretender Vorsitzender, in seiner Rede eine positive Bilanz der jüngsten Honorarverhandlungen für die Berliner Praxen. Eine deutliche Erhöhung der Punktwerte bei gleichzeitiger Ausweitung der Budgets für die Zahnmedizin konnte erreicht werden. Die vollständige Vergütung aller erbrachten zahnmedizinischen Leistungen in diesem Jahr wurde in Aussicht gestellt. Die Perspektiven für die Niederlassung in eigener Praxis seien langfristig gut.

Kammer-Vizepräsident Dr. Dietmar Kuhn ging in seiner Eröffnungsrede am zweiten Kongresstag auf die bereits in vielen Berliner Praxen gelebte KI-Realität ein: „Die Zahnmedizin erfindet sich gerade in rasantem Tempo neu. Das Kongress-Programm und unsere Dentalausstellung zeigen, wohin die Reise im Zeitalter der digitalen Transformation und der Künstlichen Intelligenz geht. Gleichzeitig verlangt dieser Wandel auch ein neues Denken bei der Führung unserer Praxen. Themen wie Positive Leadership, moderne Unternehmenskultur und Teambindung stehen in diesem Jahr völlig zu Recht ganz weit oben auf unserer Agenda. Denn die beste Technologie nützt uns nichts ohne motivierte Menschen, die sie bedienen.“

Dr. Veronika Hannak, Vorstandsmitglied und Referatsleiterin Aus- und Fortbildung Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) der ZÄK Berlin, moderierte das erstmals parallel stattfindende Kongressprogramm für das Praxisteam am Freitag. Gemeinsam mit Zahnärztin Ilona Kronfeld-Möhring, Leitung Stabsstelle berufliche Bildung & Qualitätsmanagement am Berliner Philipp-Pfaff-Institut, betonte sie bei der Eröffnung: „So anspruchsvoll wie heute war der Beruf der ZFA noch nie. Machen Sie sich mit den vielen namhaften Referentinnen und Referenten fit für die Zukunft und für neue Herausforderungen. Ohne Sie geht es nicht, lassen Sie uns gemeinsam loslegen!“

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