Coronavirus - aktuelle Informationen für Patienten | Stand: 13.8.2020*

Patientinnen und Patienten finden hier gesicherte Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2, zu der vom Virus verursachten Lungenerkrankung COVID-19 sowie allgemeine Hygiene- und Infektionschutz-Tipps sowie wichtige Hinweise, was bei Verdacht auf eine Erkrankung für Sie zu tun ist.

Haben Sie Fragen, die Ihre Zahnbehandlung betreffen?
Besprechen Sie diese auf jeden Fall individuell mit Ihrem behandelnden Zahnarzt.


* Damit Sie stets die aktuellen Informationen im Blick haben, datieren wir die einzelnen Abschnitte, wenn wir dort Aktualisierungen vornehmen.

Die aktuell in der Presse veröffentlichte WHO-Empfehlung, von nicht dringenden Zahnbehandlungen abzusehen, um „einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorzubeugen“, bis die Übertragungsrate von Covid-19 „ausreichend“ gesunken sei, trifft nicht für Zahnarztpraxen in Deutschland zu: „Wie die Bundeszahnärztekammer bereits in ihrer Pressemeldung richtig relativiert und differenziert hat, gilt diese Empfehlung nicht für alle Länder“, so Dr. Karsten Heegewaldt, Präsident der Zahnärztekammer Berlin. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Brasilien, den USA oder afrikanischen Staaten sei die Infektionsrate in Deutschland immer noch niedrig. Untersuchungen aus Wuhan (China), Italien, Südkorea und auch aus Deutschland belegen zudem, dass bei korrekter Standard-Schutzausrüstung kein erhöhtes Infektionsrisiko in Zahnarztpraxen bestehe. „Aufgrund des hohen Hygienestandards in unseren Praxen sind Zahnarztbesuche weiterhin möglich. Zahnarzttermine sollten wegen der Bedeutung der Mundgesundheit für die Allgemeingesundheit unbedingt wahrgenommen und nicht verschoben werden.“ Heegewaldt appelliert an die Patientinnen und Patienten, sich nicht durch diese pauschale, nicht länderspezifische Empfehlung zu Lasten der Mundgesundheit verunsichern zu lassen. „Die Hygienemaßnahmen in unseren Praxen sind jederzeit so, dass Patientinnen und Patienten sowie unser zahnmedizinisches Fachpersonal und wir Zahnärztinnen und Zahnärzte selbst gut geschützt sind. Die strengen Vorgaben für Zahnarztpraxen sind auf hohem Niveau standardisiert und gewährleisten den größtmöglichen Schutz in unseren Praxen“, betont Heegewaldt.

Der Kammerpräsident empfiehlt Patientinnen und Patienten, sich weiterhin mit ihren Fragen direkt an ihre Zahnärztin oder ihren Zahnarzt zu wenden, um gemeinsam eine individuelle Lösung zu finden. Zwingend erforderlich sei dies insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die bereits Symptome wie Husten, Fieber, Atemnot oder Halsschmerzen haben oder positiv auf den Coronavirus getestet wurden. Unter diesen Voraussetzungen sollte der Patient die Praxisräume auch bei einem akuten Notfall nicht betreten und das weitere Vorgehen mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt zuvor persönlich telefonisch besprechen.

Aktuelle Informationen und Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus sind online zu finden unter: www.zaek-berlin.de/coronainformationen-fuer-patienten

Der Umgang mit Infektionen ist auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – jeder kann etwas tun, um die weitere Verbreitung von Infektionen zu begrenzen:

Hier können sich Patienten über die 10 wichtigsten Hygienetipps zum Vorbeugen vor Infektionen informieren. Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung den Flyer Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen? herausgegeben (hier auf Englisch).

Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finden Patienten Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Alltag und im Miteinander.

Außerdem können zielgruppengerecht für Erwachsene, (Grund-)Schüler und Kitakinder Printprodukte zum Thema Infektionsschutz kostenlos bestellen oder downloaden und selber ausdrucken.

Auf der Seite https://www.infektionsschutz.de/coronavirus.html gibt es vielfältige Informationen für Patienten zum Thema Infektionsschutz | Coronavirus.

Sind Patienten verpflichtet, auch in Zahnarztpraxen eine Mund-Nasen-Bedeckung während Anmeldung, im Wartezimmer und ggf. während der Vor- und Nachbesprechung der Behandlung zu tragen? Ja, das sind sie:

Laut § 4 Mund-Nasen-Bedeckung des 1. Teil - Grundsätzliche Pflichten, Schutz- und Hygieneregeln der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung* gilt:​
(1) Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist in geschlossenen Räumen zu tragen
5. in Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen von Patientinnen und Patienten sowie ihren Begleitpersonen unter der Voraussetzung, dass die jeweilige medizinische Behandlung dem nicht entgegensteht.

* Bitte informieren Sie sich regelmäßig auf der entsprechenden Seite des Berliner Senats über ggf. neue bzw. geänderte Maßnahmen.

Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finden Sie weitere Informationen zu Mund-Nasen-Bedeckungen.

Hier finden Sie eine Übersicht von Symptomen, die bei COVID-19, einer Erkältung, Grippe sowie bei Heuschnupfen auftreten.
(Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung)

Das Robert Koch-Institut hat eine Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger herausgegeben: COVID-19: Bin ich betroffen und was ist zu tun? Jetzt auch auf Englisch oder Französisch.

Auf dieser Patientenservice-Seite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erläutert, wie Sie vorgehen sollten, wenn Sie befürchten, sich mit dem Virus angesteckt zu haben.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat eine Hotline geschaltet, bei der Berlinerinnen und Berliner, die befürchten, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, anrufen und sich beraten lassen können. Besetzt ist die Hotline mit Fachleuten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, der bezirklichen Gesundheitsämter und der Charité unter Federführung der Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Hotline ist täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr unter (030) 9028 2828 zu erreichen. Mehr Infos hier.

Zusätzlich zur oft überlasteten, zentralen Hotline gibt es die Hotlines der Bezirke. Zur besseren Erreichbarkeit haben alle Bezirke separate Telefonnummern und E-Mail-Adressen eingerichtet. Hier finden Sie die Bezirke-Hotlines (inkl. E-Mail-Adressen).

  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat hier häufig gestellte Fragen beantwortet:
    FAQ der BZgA
     
  • Hier finden Sie außerdem Antworten auf Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 sowie zur davon verursachten Lungenkrankheit COVID-19, die das Robert Koch-Institut (RKI) zusammengestellt hat:
    FAQ des RKI

Liebe Patientinnen und Patienten,

für uns alle sind die Corona-Pandemie und der richtige Umgang mit ihr herausfordernd; viele sind verunsichert. Wir möchten Ihnen einige Informationen an die Hand geben, damit Sie die aktuelle Situation auch im Hinblick auf Ihre Zahnbehandlung besser einschätzen können:

  • Wir versichern Ihnen, die zahnärztliche Behandlung der Berlinerinnen und Berliner ist sichergestellt und weiterhin möglich:
  • Die Hygienemaßnahmen in unseren Praxen sind jederzeit so, dass Sie als Patientinnen und Patienten – ebenso wie unser zahnmedizinisches Fachpersonal und wir Zahnärztinnen und Zahnärzte selbst – gut vor jeglicher Art der Infektion geschützt sind.
  • Es gibt also keinen Grund, Angst vor einer Behandlung zu haben.
  • Wir Zahnärztinnen und Zahnärzte werden nur Behandlung durchführen, wenn unsere Schutzausrüstung ausreichend ist.
  • Gemeinsam mit Ihnen entscheiden wir, ob eine beabsichtigte Behandlung unter den gegebenen Umständen erforderlich ist oder verschoben werden kann.
  • Insbesondere wenn Sie Symptome wie Husten, Fieber, Atemnot oder Halsschmerzen haben sollten oder positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist eine persönliche telefonische Absprache mit Ihrer Zahnarztpraxis zwingend erforderlich. Unter diesen Voraussetzungen sollten Sie die Praxisräume auch bei einem akuten Notfall nicht betreten und das weitere Vorgehen mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt besprechen.

Als Medizinerinnen und Mediziner haben wir versprochen, dass die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Patientinnen und Patienten unser oberstes Anliegen ist. Das ist erst recht in Krisenzeiten so.

Wenden Sie sich mit Ihren Fragen an Ihre Zahnärztin bzw. Ihren Zahnarzt. Gemeinsam werden wir eine für alle gute Lösung finden.

Ihre Berliner Zahnärztinnen und Zahnärzte

Unsere Schwesternorganisation, die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin (KZV Berlin), informiert Patienten:

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen – nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung – behandelt.

  • Bitte kontaktieren Sie zunächst telefonisch Ihren Hauszahnarzt. Mit ihm klären Sie, ob es sich um eine notwendige und unaufschiebbare Behandlung handelt. Falls ja, rufen Sie die in Ihrer Nähe liegende Schwerpunktpraxis an.
  • Eine Behandlung ist grundsätzlich nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung mit der Schwerpunktpraxis möglich.
  • Die Schwerpunktpraxis informiert Sie im Rahmen der kurzfristigen Terminvergabe über die nächsten Schritte und über die Organisation Ihres Krankentransportes zum Termin in die Schwerpunktpraxis.

Auf der Website der KZV Berlin finden Patienten alle Informationen zu den Schwerpunktpraxen.

Bitte kontaktieren Sie zuvor jedoch immer erst telefonisch Ihre Hauszahnärztin oder Ihren Hauszahnarzt!

Hier finden Patienten viele Informationen zum Coronavirus in anderen Sprachen, unter anderem auf Englisch, Türkisch, Arabisch, Französisch, Russisch, Farsi.

Mit "Seele und Zähne" steht Ihnen die bundesweit erste fachübergreifende Patientenberatungsstelle dieser Art zur Verfügung. Das kostenlose Angebot ist ein gemeinsames Projekt der Zahnärztekammer Berlin und der Psychotherapeutenkammer Berlin. Hier finden Patienten mehr Informationen zu "Seele und Zähne".

Hier finden Patienten Informationen zu "Psychische Gesundheit in der Corona-Zeit"

Stallstraße 1, 10585 Berlin, Deutschland
Tel: (030) 34 808 0 | Fax: (030) 34 808 200 | E-Mail: info@zaek-berlin.de