Wichtige Grundinformationen für die Einstellung eines Azubis

Sehr geehrte Kolleginnen,
sehr geehrte Kollegen,
sehr geehrte Interessenten,

wir bedanken uns, dass Sie bereit sind, die verantwortungsvolle Aufgabe der Ausbildung von Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) in Ihrer Praxis durchzuführen. Zur Unterstützung stehen Ihnen die Mitarbeiter der Zahnärztekammer Berlin gerne zur Verfügung. In organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an:

 

Registrierungen
Leane Schaefer
Tel. (030) 34 808 122

 

Registrierungen
Mirjam Kehrberg
Tel. (030) 34 808 152

 

Prüfungswesen (Zwischenprüfung)

Begabtenförderung
und Aufstiegsfortbildungen

Manuela Kollien
Tel. (030) 34 808 129

 

Prüfungswesen (Abschlussprüfung)
Janett Weimann
Tel. (030) 34 808 147

 

Prüfungswesen (Abschlussprüfung)
Röntgen für Auszubildende

Birgit Bartsch

Tel. (030) 34 808 121

 

Sollten während der Ausbildung Fragen und Probleme auftreten, wenden Sie sich Mo, Di, Do, in der Zeit 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr telefonisch (oder nach Absprache persönlich) an unsere Ausbildungsberaterin Frau Dr. Susanne Hefer unter Tel. (030) 34 808 128 oder jeden Mittwoch an den Beauftragten des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin, Herrn Dr. Detlef Förster unter Tel. (030) 34 808 127.

 

 

Bitte dringend beachten: Registrierungszeiten
Grundsätzlich können Sie Auszubildende an jedem Tag des Jahres einstellen. Um jedoch gewährleisten zu können, dass die Abschlussprüfung innerhalb der 36 Monate dauernden Ausbildungszeit abgelegt werden kann, bitten wir Sie, die Ausbildung für das

Wintersemester zwischen dem 1. Januar und dem 28. Februar und für das
Sommersemester zwischen dem 1. Juli und dem 31. August

beginnen zu lassen.

Die Ausgabe der Berichtshefte (schriftlichen Ausbildungsnachweise) findet in der Regel am ersten Mittwoch nach dem Stichtag (28./29. Februar und 31. August) statt. Bitte richten Sie Ihren Praxisablauf darauf ein.

 

Informationen zur Verkürzung der Ausbildungszeit bei Fachoberschulreife, Fachhochschulreife und allgemeiner Hochschulreife

 

Das Berufsbildungsgesetz bietet Auszubildenden mit Fachoberschulreife,  Fachhochschulreife und allgemeiner Hochschulreife die Möglichkeit, die Ausbildungszeit zu verkürzen. Die Verkürzung kann direkt zu Anfang – aber auch im Lauf der Ausbildung, sofern nach Beantragung noch mindestens ein Ausbildungsjahr verbleibt – beantragt werden. Der Antrag ist gemeinsam von beiden Vertragsparteien (Ausbildenden und Auszubildenden), mit einer Kopie des Abiturzeugnisses, schriftlich bei der zuständigen Stelle zu stellen.

Bei Beantragung zu Beginn der Ausbildung bitten wir Sie zu bedenken, dass Sie die Unterrichtsinhalte der Berufsschule für die übersprungene Zeit (das 1. Semester) eigenständig erarbeiten müssen!

Dies gilt auch bei Verkürzung der Ausbildungszeit im Lauf der Ausbildung. Die Zahnärztekammer Berlin empfiehlt daher, eine Verkürzung nur bei überdurchschnittlichen Leistungen anzustreben.

 

Informationen zur Verkürzung der Ausbildungszeit wegen überdurchschnittlicher Leistungen

Eine Verkürzung aufgrund überdurchschnittlicher Leistungen zum Ende der Ausbildungszeit ist möglich, wenn der Zensurendurchschnitt von 1,8 in allen prüfungsrelevanten Fächern auf dem Berufsschulzeugnis des regulär 4. Semesters erzielt wurde.

Bei diesem Antrag ist lediglich die Kenntnisnahme der ausbildenden Praxis auf dem Antragsformular erforderlich.

 

Informationen zur Dualen Berufsausbildung mit Partnerpraxis der Verbundberatung

Wenn für eine Ausbildung in einer Zahnarztpraxis nicht alle Fachkenntnisse und fachpraktischen Fertigkeiten entsprechend der Ausbildungsordnung für den jeweiligen Beruf vermittelt werden können, hilft die sogenannte Verbundausbildung bei der Fachkräftesicherung.

Hier finden Sie mehr Informationen zur Dualen Berufsausbildung mit Partnerpraxis.

 

 

Untersuchungen nach Jugendarbeitsschutzgesetz

  • Jugendliche müssen vor Beginn ihrer Ausbildung eine Bescheinigung über eine ärztliche Erstuntersuchung vorlegen, die nicht länger als 14 Monate zurückliegt. Ein Jahr nach Beginn der Ausbildung muss eine Nachuntersuchung stattfinden, sofern das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht ist. Die Kosten der Untersuchungen trägt das Land Berlin.

Unabhängig davon

  • muss vor Aufnahme der Tätigkeit nach der Unfallverhütungsvorschrift BGV A4 „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ von einem ermächtigtem Arbeitsmediziner in einer Erstuntersuchung geklärt werden, ob gegen die geplante Tätigkeit gesundheitliche Bedenken bestehen. Während der Tätigkeit müssen regelmäßig Nachuntersuchungen durchgeführt werden (§ 8 BGV A4).

Die ärztliche Untersuchung von Jugendlichen nach den §§ 32-46 JArbSchG ersetzt nicht die nach der Unfallverhütungsvorschrift BGV A4 „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ vorgeschriebene Untersuchung durch Ärzte. Beide Untersuchungen können ggf. bei einem ermächtigten Arzt gemeinsam durchgeführt werden.

Hepatitis B - Voruntersuchung und ggf. Impfungen
Bei unter 18-jährigen Auszubildenden übernehmen einige Krankenkassen die Kosten für Voruntersuchung und Hepatitis-B-Impfung. Es ist daher sinnvoll, bei Krankenkassenanmeldung der Auszubildenden um eine Kostenübernahme zu ersuchen. Wir dürfen Sie darauf hinweisen, dass - falls keine anderen Kostenträger in Frage kommen - diese Untersuchungen und Impfungen durch den Arbeitgeber finanziert werden müssen. Für diesen Fall hält die Zahnärztekammer Berlin kostengünstige Angebote der Impfstoffe Engerix B® und Twinrix® bereit. Bitte wenden Sie sich an Frau Nebe von 8.00 - 12.00 Uhr, Tel. (030) 34 808 0. Aus Gründen der Arbeitssicherheit muss die Immunisierung der Auszubildenden noch vor Antritt der Ausbildung, mindestens jedoch vor Beginn der Tätigkeit im infektionsgefährdeten Bereich erfolgt sein. Bitte beachten Sie diese Regelung, um nicht zuletzt spätere Schadensersatzforderungen der Berufsgenossenschaft zu vermeiden.

ZFA-Ausbildungsvergütung

Die Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin hat in ihrer Sitzung am 28.09.2017 beschlossen, die Ausbildungsvergütung zu erhöhen:

Für ab dem 01.10.2017 abgeschlossene Ausbildungsverträge mit Auszubildenden, deren Ausbildung ab dem 01.02.2018 beginnt, gibt die Zahnärztekammer Berlin folgende verbindliche Empfehlung für die monatliche Ausbildungsvergütung:

1. Ausbildungsjahr   805 Euro

2. Ausbildungsjehr   850 Euro

3. Ausbildungsjahr   900 Euro

 

Für den Zeitraum vom 01.03.2016 bis 30.09.2017 belief sich die Ausbildungsvergütung auf:
1. Ausbildungsjahr  750,00 Euro
2. Ausbildungsjahr  790,00 Euro
3. Ausbildungsjahr  840,00 Euro

 

Die Mindestausbildungsvergütung orientiert sich an den gesetzlichen Bestimmungen auf der Basis der geltenden Rechtsprechung (max. 20 % unter Tarif). Alle Neuverträge, die ihre Wirkung nach dem 01.06.2015 entfalten sollen und die den Schwellenwert der Mindestausbildungsvergütung unterschreiten, werden von der Zahnärztekammer Berlin nicht registriert.

Vergütung bei ZFA-Altverträgen

Die Zahnärztekammer Berlin gab für ab dem 01.07.2014 abgeschlossene Ausbildungsverträge folgende verbindliche Empfehlung für die monatliche Ausbildungsvergütung:

1. Ausbildungsjahr             615,00 Euro

2. Ausbildungsjahr             660,00 Euro

3. Ausbildungsjahr             715,00 Euro

 

Die Mindestausbildungsvergütung orientiert sich an den gesetzlichen Bestimmungen auf der Basis der geltenden Rechtsprechung (max. 20 % unter Tarif):

 

1.  Ausbildungsjahr             492,00 Euro

2.  Ausbildungsjahr             528,00 Euro

3.  Ausbildungsjahr             572,00 Euro

 


Für vor dem 01.07.2014 abgeschlossene Ausbildungsverträge galten die folgenden Empfehlungen:

1. Ausbildungsjahr             565,00 Euro

2. Ausbildungsjahr             610,00 Euro

3. Ausbildungsjahr             665,00 Euro

 

Die Ausbildungsvergütung darf nach den rechtlichen Bestimmungen die Vergütungsempfehlung der Zahnärztekammer Berlin nicht mehr als 20% unterschreiten.

 

1.  Ausbildungsjahr            452,00 Euro

2.  Ausbildungsjahr            488,00 Euro

3.  Ausbildungsjahr            532,00 Euro

 

 

Eine Bitte der Delegierten und von mir: Überprüfen Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, ob Sie nicht in Anerkennung der Leistungen Ihrer Auszubildenden die Ausbildungsvergütungen aus bestehenden Verträgen anpassen können.  

Dr. Detlef Förster
Mitglied des Vorstandes
ZFA Aus- und Fortbildung

 

 

Beendigung von Ausbildungsverträgen

Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil ( AZ: 5 AZR 622/98) vom 15.03.2000 entschieden, dass der gesetzliche Anspruch der Auszubildenden auf Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses bei nichtbestandener Abschlussprüfung auf ihr Verlangen hin auch den Zeitraum bis zur zweiten Wiederholungsprüfung umfasst, sofern diese innerhalb der Jahresfrist liegt.

Dabei müssen die Auszubildenden dieses Verlangen innerhalb von zwei Wochen nach nicht bestandener Prüfung schriftlich beim Arbeitgeber erklären und der Zahnärztekammer hierüber Mitteilung machen.

Grundsätzlich gelten folgende Möglichkeiten der Beendigung des Ausbildungsverhältnisses:

  • Kündigung während der Probezeit (ohne Einhaltung einer Frist, ohne Angabe von Gründen und schriftlich)
  • Trennung im Rahmen eines einvernehmlichen Aufhebungsvertrages
  • Kündigung aus wichtigem Grunde (wobei die angegebenen Gründe nicht länger als zwei Wochen zurück liegen dürfen)
  • Mit Bestehen der Abschlussprüfung bzw. mit Bestehen einer der zwei möglichen Wiederholungsprüfungen
  • Ende mit Vertragsablauf, wenn bei nicht bestandener Prüfung kein Verlängerungsantrag gestellt wird
  • Mit Ablauf max. eines Jahres nach dem Ende des ursprünglich vertraglichen Ausbildungsendes, sofern nicht zuvor die Prüfung bestanden worden ist.

Eine Probezeitverlängerung über die gesetzlichen 4 Monate hinaus ist nicht möglich. Wird die Probezeit um mehr als 6 Wochen unterbrochen, kann bei der Zahnärztekammer Berlin ein Antrag auf Verlängerung der Probezeit gestellt werden.

Ausbildung in Praxen mit dem Schwerpunkt Kieferorthopädie, Oralchirurgie, Ausbildung bei der Bundeswehr oder in Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes:

Sollte es in Ihrer Praxis oder Einrichtung nicht möglich sein, weitgehend alle Bereiche der Ausbildungsordnung zu vermitteln, so ist es erforderlich, die fehlenden Bereiche in einer anderen Praxis oder Einrichtung vermitteln zu lassen (hier finden Sie Hinweise zur Dualen Berufsausbildung mit einer Partnerpraxis).


Dafür wurde durch den Berufsbildungsausschuss des Landes Berlin eine Regelung getroffen, deren Erläuterung Sie entweder nach bereits erfolgter Absprache in den beigefügten Unterlagen finden oder in der Zahnärztekammer Berlin anfordern können. Eine Registrierung der Verträge kann nur unter den dort aufgeführten Bedingungen erfolgen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zur ZFA

Der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf. Zu den vielen unterschiedlichen Aufgaben der ZFA gehören Tätigkeiten im Bereich der Patientenbetreuung, des Praxismanagements, der Verwaltung und Abrechnung.

Weitere Informationen finden Sie im Informationsdienst BERUFEnet.

Berufsausbildungsverträge

Die Zahnärztekammer Berlin ist die sogenannte „Zuständige Stelle“ gemäß Berufsbildungsgesetz für die Durchführung der Ausbildung im Land Berlin. Hier werden alle Ausbildungsverhältnisse eingetragen, die Ausbildung und Prüfungen koordiniert.


Nach telefonischer Anforderung werden dem Ausbilder die Berufsausbildungsverträge zugesandt. Kieferorthopädische und oralchirurgische Praxen erhalten zusätzlich zu den Ausbildungsverträgen auch  Zusatzausbildererklärungen (in 4-facher Ausfertigung), welche den Ausbildungsverträgen als Anlage beigefügt werden sollten.

Für die Registrierung der Berufsausbildungsverträge sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Berufsausbildungsverträge in 3-facher Ausfertigung
  • Antrag auf Eintragung in das Berufsausbildungsverzeichnis
  • Zeugniskopie der zuletzt besuchten allgemeinbildenden Schule
  • Kopie der Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung vom zuständigen Bezirksamt (Stadtbezirk, in welchem die allgemeinbildende Schule abgeschlossen wurde), (nur bei unter 18-jährigen)
  • Zusatzausbildererklärung bei kieferorthopädischen oder oralchirurgischen Praxen

Information zur Ausbildung im Oberstufenzentrum Gesundheit I bzw. II (OSZ-G I bzw. II)

Die Oberstufenzentren richten zweimal pro Jahr – jeweils zu Beginn des Schulhalbjahres – Anfängerklassen für Zahnmedizinische Fachangestellte ein. Bei frühzeitiger Anmeldung kann bei der Wahl der Schultagskombination auf  Wünsche der Praxis Rücksicht genommen werden. Die Öffnungszeiten der Sekretariate und die Information, welche Unterlagen zur Anmeldung nötig sind, können telefonisch in der Schule erfragt werden.

Die Auszubildenden werden nach ihren Wohnbezirken den beiden Schulstandorten zugeordnet:

1. OSZ-Gesundheit I
OSZ-G Schwyzer Straße 6-8, 13349 Berlin, Tel.: 45 30 80 11, Fax: 45 30 80 77, zuständig für die Stadtbezirke: Charlottenburg, Mitte, Pankow, Reinickendorf, Spandau, Schöneberg, Steglitz, Tiergarten, Wedding, Wilmersdorf und Zehlendorf.

2. OSZ-Gesundheit Medizin Rahel-Hirsch-Schule
OSZ-G Peter-Weiss-Gasse 8, 12627 Berlin, Tel.: 99 28 90 32, Fax: 99 28 90 59, zuständig für die Stadtbezirke: Friedrichshain, Hellersdorf, Hohenschönhausen, Kreuzberg, Köpenick, Lichtenberg, Marzahn, Neukölln, Prenzlauer Berg, Tempelhof und Treptow.

Der Ausbildende hat den Auszubildenden an zwei Tagen in der Woche für die Teilnahme am Berufsschulunterreicht freizustellen.

Der Schulbesuch hat Vorrang und darf nicht auf Grund von Praxisbelangen ausfallen.

Wenn der Berufsschulunterricht vor 9.00 Uhr beginnt, darf vorher der Auszubildende nicht beschäftigt werden.

Anrechnung der Berufsschulzeiten
Die in der Berufsschule absolvierten Unterrichtszeiten stellen zwar rechtlich keine Arbeitszeiten dar,  müssen aber als solche angerechnet werden. Aus diesem Grunde sind bei der Festlegung der täglichen resp. wöchentlichen Arbeitszeit die jeweils anzurechnenden Berufsschulzeiten zu berücksichtigen (für Jugendliche gemäß § 9 Abs. 4 JArbSchG, für Volljährige gemäß § 7 BBiG).
Bei der Anrechnung der Berufsschultage auf die Arbeitszeit muss zwischen unter und über 18-jährigen unterschieden werden.
Bei Jugendlichen wird ein Berufsschultag entsprechend der Unterrichtszeit (einschl. der Pausen) auf die Ausbildungszeit angerechnet. Der weitere Berufsschultag wird mit 8 Stunden auf die Arbeitszeit gerechnet.

Bei volljährigen Auszubildenden wird die Unterrichtszeit einschließlich der Pausen auf die Arbeitszeit angerechnet.

Weitere Informationen finden Sie unter den Internetpräsenzen der Oberstufenzentren:

OSZ-Gesundheit I
OSZ-Gesundheit Medizin Rahel-Hirsch-Schule

Arbeitszeitregelung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)

Für Jugendliche, die 14 Jahre, aber noch nicht 18 Jahre alt sind

Arbeitszeit

  • 40 Stunden/Woche: Höchstgrenze, die nicht überschritten werden darf

Tägliche Arbeitszeit

  • Vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Hinzurechnung der Ruhepausen.
  • Grundsätzlich beträgt sie nicht mehr als 8 Stunden. Verlängerung auf 8 ½ Stunden ist möglich, wenn an anderen Werktagen der gleichen Woche verkürzt gearbeitet wird.
  • Der 1. Berufsschultag wird mit 8 Stunden auf die Arbeitszeit angerechnet, der 2. Berufsschultag mit der tatsächlichen Unterrichtszeit einschließlich der Pausen.

Mehrarbeit

  • Bei Überschreitung der vereinbarten Arbeitszeit ist innerhalb der folgenden 3 Wochen der entsprechende Freizeitausgleich zu gewähren.

Schichtzeit

  • Die tägliche Arbeitszeit einschließlich der Ruhepausen darf 10 Stunden pro Tag nicht überschreiten.

Ruhepause

  • Feststehende Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten Dauer.
  • 30 Minuten Pause bei einer Arbeitszeit von mehr als 4 ½ bis 6 Stunden, 60 Minuten Pause bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden
  • Die 1. Pause muss spätestens nach 4 ½ Stunden gewährt werden

Nachtruhe und Freizeit

  • Die Beschäftigung Jugendlicher ist nur zwischen 6.00 und 20.00 Uhr erlaubt.
  • Nach Arbeitsende muss eine ununterbrochene Freizeit von 12 Stunden eingehalten werden.

5-Tage-Woche

  • Samstag und Sonntag sind grundsätzlich arbeitsfrei (im Betrieb).
  • Ausnahme: Zahnärztlicher Notdienst und außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen; jedoch hat ein Ausgleich durch Freistellung an einem anderen berufsschulfreien Arbeitstag derselben Woche zu erfolgen.

Arbeitszeitregelung nach dem Mutterschutzgesetz (MuSchG)

Für Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen

Mehrarbeit, Nacht- und Sonntagsarbeit

  • Werdende oder stillende Mütter dürfen nicht mit Mehrarbeit, nicht zwischen 20.00 und 6.00 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden (Mehrarbeit ist jede Arbeit über 8 ½ Stunden täglich bzw. über 90 Stunden in der Doppelwoche, bei Frauen unter 18 Jahren jede Arbeit über 8 Stunden täglich bzw. über 80 Stunden in der Doppelwoche).
  • Die Aufsichtsbehörde kann im Einzelfall Ausnahmen zulassen.

Stillzeit

  • Stillenden Müttern ist auf Verlangen die zum Stillen erforderliche Zeit freizugeben: mindestens 2 x täglich eine halbe Stunde oder 1 x täglich eine Stunde, bei zusammen-hängender Arbeitszeit von mehr als 8 Stunden (Ruhepause kürzer als 2 Stunden) mindestens 2 x täglich 45 Minuten oder 1 x täglich 90 Minuten
  • Die Stillzeit darf nicht vor- oder nachgearbeitet oder auf die Ruhepausen angerechnet werden.
  • Durch die Gewährung der Stillzeit darf kein Verdienstausfall eintreten.

Hier erhalten Sie weitere Informationen über das

Arbeitszeitgesetz (81 KB)

Umschüler

Wer bereits eine berufliche Tätigkeit ausgeübt hat und nun den Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) erlernen möchte, hat die Möglichkeit, als Umschüler innerhalb von 2 Jahren die Ausbildung zu absolvieren.
Diese Möglichkeit betrifft aber nur Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Wer nach seinem Schulabschluss nur vorübergehend gearbeitet hat und dann eine Berufsausbildung beginnen möchte, wird in der Regel Auszubildender und nicht Umschüler sein.

Als Umschüler werden Sie regulär – neben Ihrer Ausbildung in einer Praxis - auch die Berufsschule besuchen. Allerdings entfällt für Sie das 1. und das letzte Semester, das bei der regulären 3-jährigen Ausbildung mit beinhaltet ist. Zwischen- und Abschlussprüfung finden für Umschüler gemeinsam mit regulären Auszubildenden statt.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

Spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen bei Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung

BGV A4 Arbeitsmedizinische Vorsorge, Berufsgenossenschaftlicher Grundsatz G 42 „Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung“ bzw. Biostoffverordnung

Erstuntersuchung

  • gemäß G 42 bzw. Biostoffverordnung durch Facharzt für Arbeitsmedizin
  • vor Aufnahme der Beschäftigung, nicht länger als 12 Wochen zurückliegend
  • Aufbewahrung der ärztl. Bescheinigungen (vormals Vorsorgekartei)

obligate Nachuntersuchungen

  • erste Nachuntersuchung nach 12 Monaten, weitere Nachuntersuchungen vor Ablauf von 36 Monaten
  • abweichende Nachuntersuchungsfristen können vom Facharzt für Arbeitsmedizin festgelegt werden

fakultative Nachuntersuchungen

  • bei Infektionsverdacht
  • bei vermutetem Zusammenhang zwischen Erkrankung und Arbeitsplatz
  • falls bei einer Erkrankung oder gesundheitlichen Beeinträchtigung eine vorzeitige Nachuntersuchung angezeigt ist

letzte Nachuntersuchung

  • bei Beendigung einer Tätigkeit mit Infektionsgefährdung


Immunisierungsmöglichkeiten

Berufsgenossenschaftlicher Grundsatz G 42 „Tätigkeiten mit infektionsgefährdung“ bzw. Biostoffverordnung

Hepatitis B

  • Aufklärung über Immunisierungsmöglichkeit
  • Dokumentation der Annahme / Ablehnung des Impfangebotes
  • Kosten der Impfung trägt der Arbeitgeber
  • serologische Kontrolle des AK-Titers nach Abschluß der Grundimmunisierung
  • Planung von Auffrischimpfungen unter Berücksichtigung der Höhe des AK-Titers

Tetanus-Diphtherie, Influenza, Masern, Mumps, Röteln, Pertussis, (Hepatitis A), (Varizellen)

  • siehe Impfempfehlungen der STIKO
  • keine Kostenbelastung für den Arbeitgeber

Betriebsärztliche Untersuchung

§ 3 Abs. 2 UVV BGV A7 Betriebsärzte
    
Untersuchungen

  • Zeitaufwand 0,33 Std. für 3 Jahre

Arbeits- bzw. Wegeunfälle

  • AU > 3 Tage: Meldung an BGW u. LAGetSi
  • ggf. Meldung an Betriebsarzt

Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit

  • Meldung an Betriebsarzt und BGW

Untersuchungen nach Jugendarbeitsschutzgesetz

§§ 32 - 46 JArbSchG

Erstuntersuchung

  • vor Eintritt ins Berufsleben, nicht länger als 14 Monate zurückliegend (Gesundheits- und Entwicklungsstand)
  • Kosten der Untersuchung trägt das Land
  • Aufbewahrung der ärztlichen Bescheinigung

erste Nachuntersuchung

  • 1 Jahr nach Aufnahme der Beschäftigung, nicht länger als 3 Monate zurückliegend, sofern das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht ist

weitere Nachuntersuchungen

  • nach Ablauf jedes weiteren Jahres möglich bis zur Vollendung des 17. Lebensjahres

außerordentliche Nachuntersuchungen

  • auf Anordnung des Arztes


Beschäftigungsbeschränkungen und Beschäftigungsverbote

nach JArbSchG

  • bei Gefährdungsvermerk in der ärztlichen Bescheinigung

nach MuSchG

  • werdende oder stillende Mütter dürfen nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denen sie gesundheitsgefährdenden Stoffen, Strahlen, Gasen, Dämpfen ausgesetzt sind oder bei denen Berufskrankheiten entstehen können

bei Vorliegen meldepflichtiger Erkrankungen nach IfSG.

 

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Notwendige gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen bei Auszubildenden.

Während der Tätigkeit in der Praxis erfolgen regelmäßige betriebsärztliche Begehungen.
Informationen über diese finden Sie auf unseren Seiten unter der Rubrik BUS Dienst

Es liegt im Interesse von Ausbilder und Auszubildender, gegen die Risiken eines medizinischen Berufes gewappnet zu sein.

Bei besonderen Fragen wenden Sie sich bitte an die Berufsgenossenschaft

Adresse:
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst- und Wohlfahrtspflege
Spichernstr. 2-3
10777 Berlin

Jugendarbeitsschutzgesetz

Gemäß Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) dürfen Jugendliche nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, die mit Unfallgefahren verbunden sind, wenn damit zu rechnen ist, dass Jugendliche sie aufgrund mangelnden Sicherheitsbewusstseins oder mangelnder Erfahrung nicht erkennen oder nicht einschätzen können, es sei denn, dass dies zur Erreichung des Ausbildungszieles erforderlich ist und fachkundige Aufsicht gewährleistet ist. Vor Beginn der Beschäftigung sind Jugendliche über Unfall- und Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zu belehren. Wird regelmäßig mindestens ein Jugendlicher beschäftigt, muss das Jugendarbeitsschutzgesetz gemäß § 47 JArbSchG zur Einsichtnahme in der Praxis ausliegen und die Anschrift der zuständigen Aufsichtsbehörde aushängen. Es ist ein Verzeichnis der beschäftigten Jugendlichen zu erstellen.

Aushang über Arbeitszeit und Pausen
Arbeitgeber, die regelmäßig mehr als drei Jugendliche beschäftigen, haben einen Aushang über Beginn und Ende der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit und der Pausen der Jugendlichen an geeigneter Stelle im Betrieb anzubringen. Jugendliche dürfen nicht mehr als 8 Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden. Wenn an einzelnen Werktagen die Arbeitszeit auf weniger als 8 Stunden verkürzt ist, können Jugendliche an den übrigen Werktagen derselben Woche 8 ½ Stunden beschäftigt werden. Die tägliche Arbeitszeit einschließlich der Ruhepausen (Schichtzeit) darf 10 Stunden nicht überschreiten.

Jugendliche dürfen nur in der Zeit zwischen 7.00 und 20.00 Uhr und nur an 5 Tagen in der Woche beschäftigt werden. An Samstagen und Sonntagen dürfen Jugendliche - außer im ärztlichen Notdienst - nicht beschäftigt werden. Werden Jugendliche an Samstagen oder Sonntagen beschäftigt, ist ihnen die Fünf-Tage-Woche durch Freistellung an einem anderen berufsschulfreien Tag derselben Woche sicherzustellen.

Ruhepausen müssen mindestens 15 Minuten betragen, 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von 4 ½ bis 6 Stunden, 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden. Sie sind frühestens eine Stunde nach Arbeitsbeginn, spätestens eine Stunde vor Ende der Arbeitszeit zu gewähren. Länger als 4 ½ Stunden hintereinander dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden. Nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit muss eine ununterbrochene Freizeit von 12 Stunden gewährleistet sein.

Auf die Arbeitszeit ist der 1. Berufsschultag mit 8 Stunden, der 2. Berufsschultag mit der tatsächlichen Unterrichtszeit einschließlich der Pausen anzurechnen. Jugendliche dürfen nicht vor einem vor 9.00 Uhr beginnenden Berufsschulunterricht beschäftigt werden.

Jugendliche dürfen nur beschäftigt werden, wenn sie innerhalb der letzten vierzehn Monate vor Beschäftigungsbeginn von einem Arzt auf ihren Gesundheits- und Entwicklungsstand untersucht worden sind und dem Arbeitgeber eine von diesem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorliegt. Spätestens 14 Monate nach Beschäftigungsbeginn muss eine Bescheinigung über eine erste Nachuntersuchung von Jugendlichen vorgelegt werden. Der Arbeitgeber soll Jugendliche 9 Monate nach Beschäftigungsbeginn auf den Zeitpunkt hinweisen, bis zu dem die Bescheinigung über die Nachuntersuchung vorzuliegen hat. Jugendliche dürfen nach Ablauf von 14 Monaten nach Beschäftigungsbeginn nicht weiterbeschäftigt werden, wenn die Bescheinigung über die Nachuntersuchung nicht vorliegt (§ 33 Abs. 3 JArbSchG). Die ärztlichen Bescheinigungen müssen aufbewahrt werden.

Die ärztliche Untersuchung von Jugendlichen nach den §§ 32 - 46 JArbSchG ersetzen nicht die nach der BGV A4 Arbeitsmedizinische Vorsorge vorgeschriebenen Untersuchungen durch Fachärzte für Arbeitsmedizin. Diese müssen zusätzlich durchgeführt werden.

Jugendlicher

  • Wer 14 Jahre, aber noch nicht 18 Jahre alt ist

Arbeitszeit

  • tägliche Arbeitszeit:

    • 40 Stunden/Woche: Höchstgrenze, die nicht überschritten werden darf

  • Vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Hinzurechnung der Ruhepausen: Grundsätzlich beträgt sie nicht mehr als 8 Stunden. Verlängerung auf 8 ½ Stunden ist möglich, wenn an anderen Werktagen der gleichen Woche verkürzt gearbeitet wird.
  • Schichtzeit:

    • Die tägliche Arbeitszeit, einschließlich der Ruhepausen, darf 10 Stunden pro Tag nicht überschreiten.

  • Ruhepause:

    • Eine feststehende Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten Dauer: 30 Minuten Pause bei einer Arbeitszeit von mehr als 4 ½ bis 6 Stunden, 60 Minuten Pause bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden. Die 1. Pause muss spätestens nach 4 ½ Stunden gewährt werden

  • Nachtruhe und Freizeit:

    • Beschäftigung Jugendlicher ist nur zwischen 6.00 und 20.00 Uhr erlaubt.
    • Nach Arbeitsende muss ununterbrochene Freizeit von 12 Stunden eingehalten werden.

  • 5-Tage-Woche:

    • Samstag und Sonntag sind grundsätzlich arbeitsfrei (im Betrieb) Ausnahme: Zahnärztlicher Notdienst und außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen (z. B. Erste-Hilfe-Kurs), jedoch hat ein Ausgleich durch Freistellung an einem anderen berufsschulfreien Arbeitstag derselben Woche zu erfolgen.

Urlaub

  • Es besteht Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub, der in den Berufsschulferien liegen soll. Ansonsten ist für jeden Tag, an dem die Berufsschule während des Urlaubs besucht wird, ein weiterer Urlaubstag zu gewähren.
  • Berechnungsgrundlage ist das Alter am 01. Januar eines Jahres; mindestens 30 Werktage für noch nicht 16-jährige, mindestens 27 Werktage für noch nicht 17-jährige und mindestens 25 Werktage für noch nicht 18-jährige.

Freistellung

  • Für die Teilnahme am Berufsschulunterricht: Beginnt der Berufsschulunterricht vor 9.00 Uhr, darf der Azubi vorher nicht in der Praxis beschäftigt werden. Azubis unter 18 Jahren: Ein Berufsschultag wird mit 8 Stunden auf die Arbeitszeit angerechnet, keine Arbeit in der Praxis an diesem Tag. Der zweite Berufsschultag wird mit der tatsächlichen Unterrichtszeit einschließlich der Pausen angerechnet. Azubis über 18 Jahre: Die tatsächliche Berufsschulzeit einschließlich der Pausen wird auf die Arbeitszeit angerechnet, es kann an allen Berufsschultagen anschließend in der Praxis gearbeitet werden.
  • Für die Teilnahme an außerbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen
  • Für die Teilnahme an Prüfungen. Zusätzlich ist der Tag vor der schriftlichen Abschlussprüfung arbeitsfrei.

Gesundheitliche Betreuung

  • Jugendliche müssen vor Beginn ihrer Ausbildung eine Bescheinigung über eine ärztliche Erstuntersuchung vorlegen, die nicht länger als 14 Monate zurückliegen darf.
  • Ein Jahr nach Beginn der Ausbildung muss eine Nachuntersuchung stattfinden, sofern das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht ist.
  • Die Kosten der Untersuchungen trägt das Land.
  • Der Arbeitgeber hat die ärztlichen Bescheinigungen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Jugendlichen aufzubewahren. Zu diesem Zeitpunkt oder beim Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis erhält der Jugendliche sie vom Arbeitgeber zurück.
  • Vor Aufnahme der Beschäftigung ist der Jugendliche auf Unfall- und Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz hinzuweisen.

Aushänge und Verzeichnisse

  • Wird regelmäßig mindestens 1 Jugendlicher beschäftigt, muss das Jugendarbeitsschutzgesetz ausliegen und die Anschrift der zuständigen Aufsichtsbehörde aushängen.
  • Werden regelmäßig mindestens 3 Jugendliche beschäftigt, muss außerdem ein Plan mit den regelmäßigen Arbeitszeiten und Pausen der Auszubildenden aushängen.
  • Namen, Geburtsdatum und Anschrift jugendlicher Beschäftigter sind in einem Verzeichnis festzuhalten.

Straf- und Bußgeldvorschriften

  • (Höchstgrenze € 10.000,--) sollen die Einhaltung des JArbSchG sicherstellen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen über das

16 Jugendarbeitsschutzgesetz (123 KB)

Ausbildungsförderung Senatsverwaltung

Die jahrelange Ausbildungsförderung für die Besetzung zusätzlicher betrieblicher Ausbildungsverhältnisse (§ 13) und die Besetzung von Ausbildungsplätzen in erstmals ausbildenden Betrieben (§14) wird durch die Senatsverwaltung nicht mehr gewährt.

Berichtsheft

Während der Ausbildung hat die Auszubildende ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen. Dieses Berichtsheft wird nach Ausbildungs- und Schulbeginn bei einer von der Zahnärztekammer Berlin organisierten Berichtsheftausgabe an die Auszubildenden verteilt. Bei der Berichtsheftausgabe werden nähere Informationen zum Führen des Berichtsheftes gegeben (z. B. Aufbau der monatlichen Berichte, vorgegebene Anzahl der Berichte usw.), sowie die Richtlinien zur Ausbildung.

Die Berichtsheftausgabe findet zweimal im Jahr statt, jeweils zum Semesterbeginn im Winter einmal und im Sommer einmal. Die entsprechenden Termine werden von der Zahnärztekammer rechtzeitig per Einladung über die Schule (Klassenlehrer) bekannt gegeben.

Ausbildungsberatung bei Beginn der Ausbildung

Während der gesamten Ausbildung stehen den Auszubildenden und den Ausbildern die Ausbildungsberater der Zahnärztekammer Berlin mit Rat und Tat zur Seite:


Herr Dr. Detlef Förster (Mitglied des Vorstandes)
Tel. (030) 34 808 127 (mittwochs)

 

Dr. Susanne Hefer (Ausbildungsberaterin)
Tel. (030) 34 808 128

Mo, Di, Do 9.30 Uhr - 15.30 Uhr:



Am Anfang der Ausbildung steht die 4-monatige Probezeit. Diese Zeit ist für Auszubildende und Ausbilder gleichermaßen wichtig. Hier sollten beide Parteien feststellen, ob sie auch den Rest der 3 Jahre miteinander arbeiten, leben und lernen können. Aufkeimende Probleme sollten rechtzeitig angesprochen und geklärt werden.

Nur in dieser Zeit besteht für beide Seiten die Möglichkeit, den Ausbildungsvertrag täglich, ohne Angabe von Gründen zu kündigen. Es genügt ein formloses Schreiben, zu welchem Datum der Ausbildungsvertrag gelöst wurde. Dabei sollten beide Seiten den Erhalt bestätigen.

Auszubildende, die in der Probezeit kündigen oder gekündigt werden, müssen ihre Berufsschule hierüber informieren.

Um möglichst schnell eine neue Ausbildungsstelle zu finden, empfehlen wir, persönlich mit Ihren Bewerbungsunterlagen in den Praxen Ihrer Wahl anzufragen, ob dort eine Auszubildende gesucht wird. Außerdem steht für die Suche nach einem Ausbildungsplatz die Stellen- und Praxisbörse der Berliner Zahnärzteschaft zur Verfügung. Hier können Auszubildende und zukünftige Auszubildende - aber auch Ausbilder, die einen Auszubildende suchen - ein kostenfreies Inserat einstellen.


Nach der Probezeit ist es nicht mehr so einfach möglich, einen Ausbildungsvertrag zu lösen. Eine einvernehmliche Trennung ist hier nur durch einen "Aufhebungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen" möglich.

 

Eine weitere Trennungsmöglichkeit besteht für Auszubildende, wenn sie den Beruf wechseln wollen (und eine Ausbildung in einem anderen Beruf ergreifen) oder die Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte beenden. Die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Monatsende.

 

Weitere Informationen finden Sie im Bereich „Während der Ausbildung“ und „Abschlussphase“.