Kinderbehandlung in der Zahnarztpraxis- Stress- oder Spaßfaktor?

Der Einsatz hypnotischer Kurzinterventionen in der Kommunikation und Verhaltensführung

 

In der Anwendung von Hypnose bei Kindern und Jugendlichen sowie in der Arbeit

mit Menschen im Allgemeinen und mit Kindern und Jugendlichen im Speziellen

sollte die Grundeinstellung sein: "Wer noch staunen kann, hat die Freude nicht verloren“.

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gilt: „Ich habe ein Problem“ – umformuliert

kann es aber auch  heißen: „Das Problem hat mich“.

Unsere Aufgabenstellung ist es, dem jungen Patienten folgendes anzubieten:

„Denk Dir einen Weg, wie Du Dich sicher fühlen kannst“, d.h.

 

  1. Hoffnung zu vermitteln in Bezug auf seine Fähigkeiten
  2. eine aktive Rolle dabei zu übernehmen
  3. eigene Lösungen zu kreieren
  4. eigene Ressourcen zu entdecken und zu nutzen        und letztendlich
  5. die eigene Kontrolle zu erreichen.
  6.      

 

In einer Zeit zunehmender Hektik und Unruhe in fast allen Bereichen

des alltäglichen Lebens sollten wir als Zahnärzte und Zahnärztinnen uns

die Zeit nehmen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, indem wir die

Bedürfnisse der Kinder erkennen, respektieren und entsprechend sinnvoll

reagieren.

 

Die Ausbildung in medizinischer und zahnmedizinischer Hypnose und

deren Anwendung erfolgt in Europa und international in allen von den

Universitäten und Hochschulen unterstützten Hypnosegesellschaften

nach den ethischen Richtlinien der ISH.

 

Summary:

Kinderhypnose, Entwicklungspsychologie, Entwicklungsphysiologie, hypnotische Kurzinterventionen, direkte Suggestionen, Strategien bei Behandlungsverweigerung

 

Inhalt: 

In der Behandlung von Kindern ist oft eine hohe Flexibilität seitens des Behandlers/der

Behandlerin erforderlich. Veränderte soziale Strukturen führen verstärkt zu Störungen im kindlichen Verhalten. Der Anteil hyperaktiver, unsicherer und aggressiver Kinder ist stark im Zunehmen begriffen.

 

Als Zahnärzte/innen sind wir zum einen die Übermittler „der Mission“ von der

Zahngesundheit bei unseren kleinen Patienten, zum anderen wird uns sehr

oft die Rolle des für die Zahngesundheit Verantwortlichen von deren Eltern zugedacht.

Leider werden manche Begegnungen zwischen Kind und Behandler/in von beiden Seiten (!)

traumatisch erlebt, die eine weitere Compleance zwischen unseren jungen Patienten und

uns unmöglich erscheinen lassen.

 

Der Einsatz hypnotischer Kurzinterventionen unter Berücksichtigung

entwicklungsphysiologischer und –psychologischer Aspekte wird dargestellt.

Auf die Besonderheiten der Kinderhypnose wird verwiesen und wie sich der

Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Praxisalltag leichter gestalten lässt.

Anhand von zwei Videosequenzen wird der Einsatz von Kinderhypnose in der

Praxis der Referentin vorgestellt.

 

 

 

Zur Referentin:

 

Ute Stein

Wachsmuthstraße 8, 13467 Berlin

Tel./Fax : 030/ 405 13 04

e-mail : eutrance(at)p-soft.de

 

 

-       seit 1987 als Zahnärztin in eigener Praxis niedergelassen,

-       1993 Ausbildung in Zahnärztlicher Hypnose und Kommunikation,

-       1996/97 NLP-Practitioner-Ausbildung,

-       seit1995 als Referentin auf nationalen und internationalen Kongressen tätig, Veröffentlichungen in Fachzeitschriften mit dem Schwerpunkt Kinderhypnose in der Zahnmedizin, Psychosomatik und Zahnmedizin, Musik und Trance; Trainerin und Supervisorin der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose und der Schweizerischen Ärztegesellschaft für medizinische Hypnose; in der Praxis Behandlung von Angst- und Chronischen Schmerzpatienten, Patienten mit psychischen Störungen, verhaltensauffälligen Kindern in Hypnose, Dissertation „ Einfluss von Sprach- und Musikinduktion als Entspannungstechnik in der zahnärztlichen Praxis“

-       Mitautorin des Buches „ Der kleine Lederbeutel mit allem drin – Hypnose mit Kindern und Jugendlichen “, erschienen: September 2009 im Carl Auer Verlag

-       2004-2010 Patientenführsprecherin im Vivantes – Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wiesengrund, Frohnauer Strasse

-       seit 2011 Patientenführsprecherin im Vitanas-Seniorenzentrum/ Krankenhaus für Geriatrie Märkisches Viertel