Warnung vor fragwürdigen Fortbildungsangeboten " Zertifizierte Tätigkeitsschwerpunkte " und " Zertifizierte Hygienebeauftragte "

 

Aus gegebenem Anlass dürfen wir alle Berliner Zahnärzte darauf hinweisen, dass die Ausweisung von Tätigkeitsschwerpunkten in der Berufsordnung der ZÄK Berlin geregelt ist. Danach kann ein Berliner Zahnarzt bis zu 3 der in der Anlage zur Berufsordnung ausgewiesenen Tätigkeitsschwerpunkte ausweisen, wenn er auf den jeweiligen Gebieten seit mindestens 2 Jahren nachhaltig tätig ist und über besondere Kenntnisse und Erfahrungen verfügt. Mittels eines Formblattes muss er der ZÄK Berlin erklären, dass er diese Voraussetzungen erfüllt. Dabei ist die Vorlage entsprechender Fortbildungsnachweise eine Möglichkeit der Glaubhaftmachung. Die Ausweisung des Tätigkeitsschwerpunktes erfolgt letztlich in der Verantwortung des einzelnen Zahnarztes.

 

Insofern raten wir von der Teilnahme an - im übrigen nicht gerade preisgünstigen - Wochenendfortbildungen ab, die in einer vermeintlichen Zusatzqualifikation "Zertifizierter Tätigkeitsschwerpunkt" münden und dem Zahnarzt vorgaukeln, dass er ( nur ) bei einer erfolgreichen Teilnahme an diesen Seminaren berechtigt sei, den Tätigkeitsschwerpunkt zu führen. Die Teilnahme an einem solchen Kurs kann allenfalls ein Indiz dafür sein, dass der Zahnarzt besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf diesem Gebiet besitzt. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig vorher im Referat zahnärztliche Fort- und Weiterbildung, wenn Sie beabsichtigen, einen Tätigkeitsschwerpunkt auszuweisen. Über qualifizierte Fortbildungsangebote zu den einzelnen Bereichen informiert Sie gern unser Philipp-Pfaff-Institut (www.pfaff-berlin.de).

 

Des weiteren raten wir von dem Besuch von "zertifizierten" Seminaren zur Hygienebeauftragten ab. In den Bewerbungen dieser Seminare wird irreführend darauf hingewiesen, dass " das Seminar von den Zahnärztekammern anerkannt ist ". Ein solcher Hinweis ist allein schon deshalb falsch, weil es bis zum heutigen Tag keine offizielle Stelle gibt, die das Tätigkeitsprofil einer "Hygienebeauftragten" verbindlich festgelegt hätte . Ferner wird der Eindruck erweckt, dass man nur eine ZFA / Helferin zu diesem Kurs schicken müsse und schon sei in Sachen Praxishygiene alles erledigt. Rechtlich bleibt der Praxisinhaber aber verantwortlich für alle Fragen der Praxishygiene. Die Zahnärztekammer Berlin bietet deshalb in enger Abstimmung mit den Berliner Aufsichtsbehörden über das Pfaff-Institut praxisnahe und preisgünstige Fortbildungskurse in Sachen Praxishygiene an, die den Besuch kostenträchtiger anderer Seminare überflüssig machen. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Kurse auf den Seiten des Pfaff-Institutes www.pfaff-berlin.de bzw. im Referat " Praxisführung" der ZÄK Berlin.

 

info ZÄK Berlin