GOZ-Frage des Monats: Lachgas-Sedierung

© Stauke - fotolia.com

Da wir in unserer Praxis sehr viele „aufgeregte“ Kinder behandeln, möchten wir zukünftig zur Sedierung Lachgas einsetzen. Wie können wir die Lachgas-Sedierung gebührenrechtlich richtig berechnen?


Das GOZ-Referat antwortet:

Da die Geb.-Nr. 450 GOÄ von Zahnärzten nicht berechnet werden darf, muss hier- für eine Analoggebühr gefunden werden. Dabei sollte man sich an der Bewertung der Geb.-Nr. 450 GOÄ orientieren. Somit kommt eine Analogleistung mit ca. 80 Punkten in Betracht.


Das Kriterium für die Auswahl einer geeigneten Analogleistung „von der Art her gleichwertig“ kann nicht berücksichtigt wer- den, weil es im GOZ-Verzeichnis und auch in den für Zahnärzte zugänglichen Bereichen der GOÄ keine von der Art her gleichwertige Leistung (also eine mit ähnlichem Behandlungsziel) gibt. Daher bleiben nur die Kriterien Kosten und Zeit- aufwand. Als Alternativen kämen aus dem GOZ-Verzeichnis zum Beispiel die Geb.-Nr. 4005 GOZ (80 Punkte) in Betracht,
aus dem GOÄ-Verzeichnis wäre an die Geb.-Nrn. 1 oder 5 oder auch 254 GOÄ zu denken (jeweils 80 Punkte).


Leider kann man Schwierigkeiten bei der Erstattung nie ganz ausschließen, aber bisher haben wir hier in Berlin von solchen Problemen bei der Lachgas-Sedierung noch nichts erfahren.



An dieser Stelle beantworten wir monatlich aktuelle, oft gestellte Fragen zur GOZ und versuchen so, Licht ins Dunkel zu bringen.

Für Ihre individuellen Fragen kontaktieren Sie gerne die Mitarbeiter des GOZ-Referats.

Wir sind für Sie da!

 

Hier finden Sie weitere GOZ-Fragen des Monats: