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		<title>www.zaek-berlin.de: Pressemitteilungen</title>
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		<description>Pressemitteilungen der Zahnärztekammer Berlin</description>
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			<title>www.zaek-berlin.de: Pressemitteilungen</title>
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			<description>Pressemitteilungen der Zahnärztekammer Berlin</description>
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		<lastBuildDate>Thu, 02 Sep 2010 10:24:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title> Zahnreinigung und deren Kosten: Stellungnahme der Zahnärztekammer Berlin</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//zahnreinigu.html</link>
			<description>Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 2. September 2010</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In mehreren auch Berliner Tageszeitungen wurden in den letzten Tagen  Vorwürfe laut, Zahnärzte würden ihre Patienten bei der Professionellen  Zahnreinigung (PZR) „abzocken“. Besonders in Berlin wären die Preise  sehr hoch, und man beruft sich auf Angaben der Firma geld.de.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Karsten Geist, Vizepräsident der Zahnärztekammer Berlin: „Wenn man  mal davon absieht, dass sich die Frage stellt, mit welchem Recht sich  ein Berufsstand von einigen offensichtlich schlecht bis gar nicht  recherchierenden Journalisten als „Weißkittel“ und „Abzocker“  beschimpfen zu lassen hat und warum unreflektierte und nicht überprüfte  Behauptungen als Wahrheiten dargestellt werden und es dann sogar auch  noch zu riskanten Therapieempfehlung nicht ärztlicher Kreise kommt, die  auf solider Unkenntnis beruht: Dann bleiben immer noch die nüchternen  Fakten.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Kritikpunkt von geld.de, von den Medien ungeprüft übernommen,  waren die regional unterschiedlichen Kosten für eine PZR. Dazu Karsten  Geist: „Dienstleistungspreise unterscheiden sich regelmäßig auch  regional, da sich in ihnen sowohl die Unterschiede im Aufwand und der  Qualifikation der Dienstleister als auch die der allgemeinen  Betriebskosten wiederspiegeln. Daher ist es ganz normal, dass sich in  einer Großstadt ein anderes Preisgefüge entwickelt als in einem  ländlichen Bereich.“&nbsp; </p>
<p>Zurückgewiesen werden muss auch der Vorwurf, für gleiche Leistung  würden deutlich unterschiedliche Behandlungskosten berechnet: „Aufwand  und Dauer einer professionellen Zahnreinigung hängen auch von der  individuellen Mundgesundheits- und Mundpflege-Situation des Patienten  sowie den in der Praxis geleisteten Verfahren ab und machen daher einen  seriösen Vergleich von Kosten unmöglich. Welche Behandlungsschritte  eingesetzt oder ausgelassen werden, entscheiden die Zahnärzte und ihre  Patienten gemäß der jeweiligen individuellen Situation.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Zahnärztekammer Berlin unterstützt zudem die Stellungnahme der  Bundeszahnärztekammer vom 24.08.2010, in der es unter anderem heißt:</p>
<p><em>„Die PZR ist eine hinsichtlich ihres medizinischen Nutzens  wissenschaftlich anerkannte, zahnmedizinisch präventive Maßnahme. Sie  beinhaltet ein komplexes Leistungsgeschehen, welches aus Befunderhebung,  der Entfernung harter und weicher Zahnbeläge, der Politur und  anschließenden Fluoridierung der Zahnoberflächen, sowie der Aufklärung  des Patienten zur Optimierung der häuslichen Mundhygiene besteht. </em></p>
<p><em>Der zeitliche Aufwand einer Professionellen Zahnreinigung variiert  ganz erheblich: er hängt ganz wesentlich vom Alter, der Mundhygiene und  dem Erkrankungsrisiko des Patienten, aber auch vom Zustand der Zähne  und des Zahnhalteapparates sowie von der Anzahl der Zähne und der Art  bzw. Menge der vorhandenen Zahnbeläge ab. Da die Professionelle  Zahnreinigung im Leistungskatalog der zwischenzeitlich veralteten  Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) nicht enthalten ist, wird die  Leistung in der Regel analog berechnet.</em></p>
<p><em>Tatsächlich bestätigen die Daten der GOZ-Analyse der  Bundeszahnärztekammer, dass in Deutschland im Durchschnitt für die  Professionelle Zahnreinigung ein Honorar von 77 Euro berechnet wird. Die  oben dargestellten individuellen Patientenbesonderheiten führen  naturgemäß zu Abweichungen von diesem Mittelwert. Die Behauptung, ab  einer willkürlich fixierten finanziellen Grenze sei eine zahnärztliche  Rechnung „Abzocke“, ist fachlich wie betriebswirtschaftlich unsinnig.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Riskante Therapieempfehlung: „Zweimal jährlich ist genug“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Entschieden zu korrigieren, so der Vizepräsident der Zahnärztekammer  Berlin, ist schließlich „die Behauptung, dass man die ‚Prozedur’ nicht  öfter als zweimal im Jahr über sich ergehen lassen sollte, um keine  Schäden an Zähnen und Zahnfleisch zu produzieren. Üblicherweise werden  die meisten Patienten in der Prophylaxe tatsächlich halbjährlich  betreut. Dennoch gibt es relevante höhere PZR-Frequenzen: Bei erhöhtem  Risiko, an Karies oder Parodontitis zu erkranken, und bei Patienten, die  diese Erkrankungen bereits erlitten haben, aber ebenso bei starken  Rauchern, Kaffee- oder Teetrinkern können häufigere Sitzungen nicht nur  sinnvoll, sondern medizinisch notwendig sein. Darüber hinaus wirken sich  auch Allgemeinerkrankungen (z. B. Diabetes) auf den Status der  Mundgesundheit und erhöhten Präventionsbedarf aus wie auch  eingeschränkte manuelle Fähigkeiten von Patienten (z. B. wegen Alter  oder Rheuma). Auch in solchen Fällen ist eine häufigere professionelle  Zahnreinigung als „zweimal jährlich“ medizinisch relevant.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 10:24:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Leitartikel MBZ Ausgabe Juni 2010</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//leitartikel-23.html</link>
			<description>Theorie und Praxis

Die Berufskundevorlesung an der Universität soll die Studenten auf die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlichtungswesen, Gerichtsgutachter, Budgetierung, Gesamtvergütung, Sachverständige, Weiterbildungsordnung… Wenn man seit vielen Jahren in diesem Beruf tätig ist, muss man sich enorm bemühen, diese Welt mit den Augen eines stud. oder cand. med. dent. zu betrachten. Schnell macht sich Ungeduld breit – auf beiden Seiten! Lang ist es her, als man all diesen Begriffen mit ebenso ungläubigem Misstrauen gegenüberstand und dem Gesprächspartner entweder zu viel Humor oder zu wenig Achtung vor der eigenen Intelligenz unterstellte. Beides stimmte übrigens nicht! </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Gesprächen mit unserem Nachwuchs wird einem immer wieder deutlich, dass man mittlerweile eine Fremdsprache spricht, die mit der Berufsausübung im deutschen Gesundheitswesen zu tun hat, nicht aber mit der eigentlichen Profession! Und dass die Realität unseres beruflichen Alltags wiederum nichts gemein hat mit dem, was ein Student sich (mit Recht) für seine Zukunft vorstellt und wünscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese Erkenntnis ist Motivation und Ansporn zugleich. Motivation für die Berufskundevorlesung an der Uni einzutreten, denn unsere Kolleginnen und Kollegen in spe haben ein Recht darauf, zu erfahren, worauf sie sich einlassen. Und sie haben es schwer genug mit diesen Dingen, die „Nichtvertragszahnärzten“ per se unlogisch, ja unwahr erscheinen. Gleichzeitig ist es ein Ansporn, sich dafür einzusetzen, dass der Regulierungswahn der Politik im Verbund mit der unersättlichen Datensammelwut der kranken Kassen die Kolleginnen und Kollegen nicht jeglichen Handlungsspielraumes beraubt, der für die Ausübung eines Heilberufes einfach nötig ist. Dass nicht Jahr für Jahr neue Begriffe, verbunden mit neuen Vorschriften und Verordnungen, die Kollegen überfordern. Zu groß ist das Risiko, dass man sich alleingelassen fühlt, überwältigt resigniert und den Anschluss verliert. Dass man im Bewusstsein, die Anforderungen nicht erfüllen zu können, den Versuch dazu gar nicht erst unternimmt, und sich und andere damit gefährdet. Hilfestellung tut Not!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist eben wichtig, dass man weiß, dass ein Ausbildungsassistent ein Vorbereitungsassistent ist und keine fachliche Ausbildung oder gar Weiterbildung durchläuft, sondern „NUR“ die Vorbereitungszeit auf die Tätigkeit als Vertragszahnarzt. Nicht die Perfektion der Behandlung, sondern deren Wirtschaftlichkeit stehen hier im Vordergrund. Wichtig ist auch, dass ein Studiosus erfährt, dass er sich zwar sofort nach dem Staatsexamen niederlassen könnte, ohne „Ausbildungsassistenzzeit“ aber eben auch ohne 90 % der Bevölkerung, die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese essentiellen Dinge zu vermitteln, fällt der Universität erfahrungsgemäß schwer. Darum sind die Körperschaften der Selbstverwaltung und die standespolitischen Berufsverbände gefragt, sich selbst zu erklären und eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule herzustellen, im Interesse unserer zukünftigen Kollegen. Tun wir es! </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ihr Karsten Geist</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 23:36:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vertrauen auch seitens der Patientenbeauftragten: 10 Jahre zahnärztliche Patientenberatung in Berlin</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//vertrauen-au-1.html</link>
			<description>Gemeinsame Presseinformation der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin und der Zahnärztekammer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tag der kleinen Jubiläumsfeier im Berliner Zahnärztehaus war  gewissermaßen ein Geburtstag: Am 12. Mai 2010&nbsp; wurde die gemeinsame  zahnärztliche Patientenberatung der Zahnärztekammer Berlin und der  Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin gegründet. Seit dem Start dieser  für Patienten kostenlosen Beratungsstelle haben mehr als &nbsp;9.500  Patienten die persönliche Beratung durch Zahnärzte in Anspruch genommen  und die Möglichkeit begrüßt, sich bei Bedarf sachkundig in den Mund  schauen zu lassen. Insgesamt rund 2.000 telefonische Anfragen von  Patienten werden von Zahnärzten und dem Beratungsteam im Hause pro Monat  bearbeitet. Spezialisierte Zahnärzte beantworten die Fragen der  Patienten von Amalgam bis Zahnersatz kompetent, unabhängig und  kostenfrei – ein Konzept, das auch bei Patienteneinrichtungen  Anerkennung findet.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dr. Jörg-Peter Husemann, Vorstandsvorsitzender der KZV Berlin,  schaute zusammen mit den Festgästen aus dem Bereich Gesundheitspolitk,  Krankenkassen, Verbraucherschutz, soziale Einrichtungen und Heilberufe  auf die von ihm damals initiierte Gründung zurück: &quot;Als wir im Jahr 2000  mit dieser Form der Patientenberatung anfingen, betraten wir Neuland.  Man blickte überrascht, skeptisch, ja sogar misstrauisch auf uns. Aber  wir waren überzeugt, dass eine optimale Patientenberatung ohne den Blick  in den Mund, den Blick auf die Zähne, die Zahnstellung, den  Zahnhalteapparat und die vielen übrigen Parameter, die für eine  Beurteilung notwendig sind, nicht möglich ist. Heute haben sich viele  andere KZVen unserem Vorbild angeschlossen. Die gemeinsame Arbeit von  Kammer und KZV zusammen mit dem Verbraucherschutz aber bleibt  einmalig.&quot;&nbsp;  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu den häufigsten Beratungsthemen gehören mit weitem Abstand Fragen  zum Zahnersatz (42 %), gefolgt von kieferorthopädischen Problemen und  dem Informationsbedürfnis bei Kiefergelenkserkrankungen (beide rund 12  %). Letztere stehen, wie Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der  Zahnärztekammer Berlin, in seinem Übersichtsvortrag zur  Jubiläumsveranstaltung deutlich machte, nicht selten in einem engen  Zusammenhang mit Stress-Belastungen: „In manchen Fällen benötigen  Patienten mehr Hilfe als sie rein zahnärztlicherseits zu leisten war und  ist. Wir haben daher Ende 2004 die Zusammenarbeit mit der Berliner  Psychotherapeutenkammer gesucht und sind dort auf außerordentlich offene  Ohren für unser Konzept gestoßen, ebenso bei der KZV Berlin.“ In  Zusammenarbeit mit der Psychotherapeutenkammer ist das bundesweit nach  wie vor einmalige Konzept „Seele und Zähne“ im Jahr 2006 gestartet, das  Beratungsangebot für die Patienten konnte mit diesem Angebot profiliert  erweitert werden. Ebenfalls einmalig: Diese sehr intensiven und  hochsensiblen Beratungen werden von einem Team aus besonders geschulten  Psychotherapeuten und Zahnärzten gemeinsam geleistet. Auch dieses  Angebot ist für die Patienten kostenfrei.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seit mittlerweile drei Jahren ist das Spektrum in der zahnärztlichen  Patientenberatung zudem um Fragen zum Festzuschusssystem (Zweitmeinung  zum Zahnersatz) ergänzt worden. Finanziert wird die mittlerweile  vielfältige zahnärztliche &nbsp;Patientenberatung, die auch ein eigenes  Angebot für kieferorthopädische Fragen bietet, ausschließlich von der  Berliner Zahnärzteschaft.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gute Kooperation mit Verbraucherzentrale und der  Patientenbeauftragten  </p>
<p>Aus Anlass der Jubiläumsfeier übermittelte Senatorin Katrin Lompscher  (Gesundheit-, Umwelt- und Verbraucherschutz) ihre Gratulation und ihre  Anerkennung zum 10jährigen Bestehen des zahnärztlichen  Beratungsangebotes, das den Patienten auch bei der Entscheidungsfindung  für eine bevorstehende Behandlung unterstütze – die Vielfalt der heute  möglichen Therapien führe bei Patienten gelegentlich zu Verunsicherung.  </p>
<p>Ausdrücklichen Dank für die Angebote sprach die Patientenbeauftragte  der Senatsverwaltung, Karin Stötzner, aus: &nbsp;Nicht zuletzt mit dem  Angebot „Seele und Zähne“ habe sie sehr gute Erfahrung gemacht und  erhielte ebenfalls sehr gute Rückmeldungen; sie habe großes Vertrauen in  das Angebot. Insgesamt sei das zahnärztliche Beratungsangebot sehr  hilfreich für die Patienten.  </p>
<p>Die gute Zusammenarbeit betonte auch Dörte Elß, Juristin der  Verbraucherzentrale Berlin für den Bereich Gesundheit und Pflege: „In  unserer juristischen Patientenberatung verweisen wir häufig auf das  Angebot der ZÄK und KZV. Insbesondere die Zweitmeinung zum Heil- und  Kostenplan bei Zahnersatz wird nachgefragt.“ Erfreulich sei, dass im  Gegenzug seitens der zahnärztlichen Beratungsstelle bei eher  juristischen Aspekten auch ein Verweis auf das Angebot der  Verbraucherzentrale erfolge. „Für die Zukunft wünschen wir uns ein  unabhängiges Beratungszentrum, das unterschiedliche Bereiche wie z.B.  Medizin, Zahnmedizin und Recht unter einem Dach vereint“, sagte Dörte  Elß. Ein ausdrücklicher Dank ging an das zuständige Leitungs- und  Beratungsteam, das sich den Fragen der Bevölkerung eindrucksvoll  engagiert annehme.  </p>
<p>Dr. Husemann fasste Vorträge und Gratulationen kurz, aber treffend  zusammen: „Ich spreche von einer Erfolgs-Story, die den Staat und die  Krankenkassen keinen einzigen Cent kostet!“ </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 26 May 2010 09:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>10 Jahre „Zahnärztliche Patientenberatung“ in Berlin: Zusätzliches Angebot „Seele und Zähne“ an Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//10-jahre-1.html</link>
			<description>Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 12. Mai 2010</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon bald nach Etablierung der von Zahnärztekammer und  Kassenzahnärztlicher Vereinigung gemeinsam getragenen und für die  Patienten kostenlosen Patienten-Beratungsstelle im Berliner  Zahnärztehaus zeigte sich, dass in manchen Fällen Patienten mehr Hilfe  benötigen als sie rein zahnärztlicherseits zu leisten war und ist: „Wenn  ein Patient auch nach vielfacher Erneuerung seines Zahnersatzes mit  seinen ‚dritten Zähnen’ nicht zurecht kommt, möglicherweise sogar eine  Art ‚Verfolgungswahn’ entwickelt, dass alle Zahnärzte ihm oder ihr nur  schaden wollen“, so die Erfahrung von Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident  der Zahnärztekammer Berlin, „dann müssen wir das ebenso ernst nehmen wie  deutlich bis dramatisch ‚abgeschmirgelte’ Zähne, an denen unser Patient  seinen Stress abgearbeitet hat. Solchen Patienten mit schwerwiegenden  komplexen Problemen ist allein zahnärztlich nicht nachhaltig zu helfen –  wir haben daher Ende 2004 die Zusammenarbeit mit der Berliner  Psychotherapeutenkammer gesucht und sind dort auf außerordentlich offene  Ohren für unser Konzept gestoßen, ebenso bei der KZV Berlin.“ Das Ziel:  ein völlig neues Patientenberatungsangebot mit einem zahnärztlichen und  einem psychotherapeutischen Experten parallel. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Das war damals ein bundesweit einzigartiges Modell, das sehr früh  seine Stärke zeigte: Es kann ausgelotet werden, ob der Patient eher  zahnärztlich oder psychotherapeutisch vertiefende Unterstützung benötigt  bzw. welche Disziplin die andere am besten unterstützt“, so Dr.  Schmiedel. Das Konzept entwickelte sich aus vielen gemeinsamen  Gesprächen in der ‚Steuerungsgruppe’ aus führenden Repräsentanten beider  Heilberufskammern und wurde Mitte Juni 2005 in der ersten gemeinsamen  Fortbildungsveranstaltung für Zahnärzte und Psychotherapeuten zum Thema  „Psychosomatik“ der fachlichen Öffentlichkeit vermittelt.  </p>
<p>„Bei dieser berufsinternen Auftaktveranstaltung am 7. Juni 2005, also  vor fast genau 5 Jahren, haben wir auch über den Namen des künftigen  Angebotes diskutiert und uns auf ‚Seele und Zähne’ geeinigt. Wir wollten  vermeiden, dass sich Patienten mit ohnehin großen Belastungen in die  ‚Psycho-Ecke’ gedrängt fühlen.“  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das neue Beratungs-Angebot, das auch hinsichtlich finanzieller und  berufsrechtlicher Fragen Klärungsbedarf hatte, konnte wie geplant im  Jahr 2006 gestartet werden. Ende 2007 erschien die bundesweit enorm  beachtete Patienten-Ratgeber-Broschüre „Seele und Zähne: Wenn der Druck  zu groß wird“, und es starteten die Vorbereitung zum ersten von  Zahnärztekammer und Psychotherapeutenkammer gemeinsam gestalteten  Fortbildungs-Curriculum für beide Berufsgruppen.  </p>
<p>Während der Laufzeit des Beratungsprojektes wurden die Erfahrungen  regelmäßig auf Basis-Level evaluiert, Dr. Schmiedel: „Das Modell-Projekt  ist so aus seiner eigenen Erfahrung stetig gewachsen, es gab ja keine  Vorbilder, von denen diese besondere Konstellation hätte lernen können.  Was wir heute anders machen als zum Start, ist Ergebnis der ständigen  Erfahrungs-Austausche: So haben wir lernen müssen, nicht allzu viel  Werbung zu machen. Der Bedarf nach interdisziplinärer Patientenberatung  ist bei der statistisch bestätigten hohen Stress-Belastung der  Bevölkerung durch unsere Möglichkeiten gar nicht zu decken – wir sind  überrannt worden.“  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heute ist der direkte Weg für die Patienten qualifiziert und  konzentriert über weiter verweisende Zahnärzte oder Psychotherapeuten  ersetzt. „Aufgrund der vielfältigen Schulung unserer Kollegen in beiden  Disziplinen ist die Aufmerksamkeit für psychosomatische Zusammenhänge  enorm gewachsen“, zieht Dr. Schmiedel Bilanz, „Zahnärzte und  Psychotherapeuten können früher erkennen, wo sie an ihre Grenzen kommen  und weiterführende Hilfe notwendig ist. Das Angebot, Patienten mit  komplexen Symptomen an die hochqualifiziert besetzte ’Seele und  Zähne’-Beratung weiterlenken zu können, wird sehr gut angenommen, und  die Beratungsteams stellen erfreut fest, dass diese Überweisungen sehr  fundiert erfolgen. Man kann sicher sagen, dass das nun 5-jährige ganz  besondere Beratungsangebot keineswegs nur für die Patienten ein Gewinn  ist, sondern auch für die beiden an der Leitung beteiligen  Berufsgruppen, die sich intensiv mit der Thematik und der jeweils  speziellen Erfahrungen der Kollegen aus dem anderen Heilberuf befasst  haben.“  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seit Start des Beratungsangebotes in 2006 sind bis Ende 2009 rund 145  Patienten – in zeitaufwändigen und oft auch in wiederholten Terminen –  begleitet worden, inzwischen wird das Angebot ‚Seele und Zähne’ auch von  Krankenkassen weiterempfohlen. Zu den am meisten gegebenen Empfehlungen  gehören Ambulante Psychotherapie, CMD-bzw. Funktionsanalyse,  Entspannungsverfahren unterschiedlicher Art sowie Physiotherapie bzw.  eine orthopädische Diagnostik, in eher seltenen Fällen wurde auch zu  einer stationären Psychotherapie geraten. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ende 2010 werden die Erfahrungen erneut ausgewertet, dann werden die  Träger über die weitere Zukunft des Angebotes entsprechend entscheiden. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 26 May 2010 09:17:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Leitartikel MBZ Ausgabe April 2010</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//leitartikel-21.html</link>
			<description>Rollenverständnisse...

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Institut der Deutschen Zahnärzte,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach eigener Definition erfüllt das IDZ die Funktion, für die  Berufspolitik der deutschen Zahnärzte praxisrelevante Forschung und  wissenschaftliche Beratung im Rahmen der Aufgabenbereiche der beiden  oben genannten Träger zu betreiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das IDZ beschäftigt sich insgesamt mit Fragestellungen aus dem  breiten Problemfeld der Versorgungsforschung, aber auch mit  Forschungsfragen der Gesundheitsökonomie und der international  vergleichenden Gesundheitssystemforschung. So begleitet das IDZ seit  Jahren unsere zahnärztliche Profession mit wissenschaftlichen  Publikationen, deren Nutzen für die internen Standortbestimmungen, aber  auch und vor allem für die Diskussionen mit Vertretern der Politik von  unschätzbarem Wert sind. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>An dieser Stelle seien beispielhaft die vier Deutschen  Mundgesundheitsstudien (DMS) genannt, deren letzte (DMS IV) validiert  nachweisen konnte, dass der zahnärztliche Berufsstand seinen präventiven  und prophylaktischen Ansätzen mit beachtlichem Erfolg nachgekommen ist.  Immerhin zeigte der Kariessanierungsgrad in der Bevölkerung (als  wesentlicher Indikator der Versorgung einer Bevölkerung mit  zahnärztlichen Dienstleistungen) bei den Kindern und Jugendlichen ein  hohes Niveau (zwischen 78,1 % und 79,8 %) und bei den Erwachsenen und  Senioren ein außerordentlich hohes Niveau (95,6 % bzw. 94,8 %). Diese  beeindruckenden und wissenschaftlich unwiderlegbaren Zahlen sind dabei  bestens geeignet, die mittlerweile mehr als berechtigte Forderung der  deutschen Zahnärzteschaft nach einer neuen, wissenschaftlich fundierten  und finanziell angepassten Gebühren- bzw. Honorarordnung, mag sie nun  GOZ oder HOZ heißen, nachdrücklich zu unterstreichen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch zurück zum IDZ. Nach etlichen „externen“ Untersuchungen hat sich  das Institut nunmehr ausgiebig mit unserem zahnärztlichen Berufsstand  selbst befasst. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unter dem Titel <strong>„Rollenverständnisse von Zahnärztinnen und  Zahnärzten in Deutschland zur eigenen Berufsausübung“ </strong>hat das IDZ  unlängst die Ergebnisse einer bundesweiten Befragungsstudie publiziert,  die die Themenkomplexe „Demographie“, „Epidemiologie“, „medizinische  Kultur“ und „eigene Arbeitsbedingungen“ umfassen. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Ergebnisse dieser Studie sind für den gesamten zahnärztlichen  Berufsstand von enormer analytischer Bedeutung, und sie zeigen darüber  hinaus für manche Kollegin und manchen Kollegen bei genauem Lesen auch  Wege aus der vermeintlichen Krise unserer Profession. Betrachtet man die  vier oben untersuchten Themenkomplexe im Detail, wird die ganze  Bedeutung dieser Studie ersichtlich, die eben nicht nur Reflexion,  sondern auch Perspektive beinhaltet. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>allen Zahnärztinnen und Zahnärzten, die sich vom gewissenhaften  Ausfüllen der vom IDZ verschickten umfangreichen Fragebögen nicht haben  abbringen lassen, sei Dank gesagt, denn sie haben die für unsere  zahnärztliche Profession so wichtigen Ergebnisse erst möglich gemacht.  Ich empfehle allen deshalb wärmstens die Lektüre der IDZ-Studie 1-10 „<strong>Rollenverständnisse</strong>...“,  die entweder vom IDZ in Köln kostenlos abgefordert werden kann oder  noch schneller als PDF-Datei von der Internet-Homepage des IDZ unter <a href="http://www.idz-koeln.de/" >www.idz-koeln.de</a> heruntergeladen  werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich grüße Sie wie immer herzlichst!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ihr</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dr. Wolfgang Schmiedel</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 20:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Hier sitzen nur Sieger“: Prophylaxepreis für Schüler der Cauer-Grundschule in Berlin</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//hier-sitz.html</link>
			<description>Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 17. März 2010 </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Worauf es bei Prophylaxe ankommt, machte Schulleiter Manfred Streich, Cauer-Grundschule/Berlin, schon in den ersten Minuten der Veranstaltung zur Verleihung des Prophylaxepreises 2009 des Zahnärztlichen Dienstes Charlottenburg-Wilmersdorf deutlich: Da ist erstens die Motivation. „Hier sitzen nur Sieger!“ rief er den 118 Kindern zu, die am 13.1.2010 zur Preisverleihung in den Festsaal der Schule eingeladen waren. Und da ist zweitens die Nachhaltigkeit: Wenn es nach ihm ginge, meinte der Schulleiter, müsste es jährlich den Prophylaxepreis geben – nun, wo die Kinder so schön erfolgreich mitgemacht haben. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schulen wie die Cauer-Grundschule – die Kinder hatten im vergangenen Jahr den zweitschlechtesten DMFT-Wert im Bezirk - brauchen oft einen äußeren Anlass, um etwas auf den Weg zu bringen. Hier war es der Prophylaxepreis des bezirklichen zahnärztlichen Dienstes in Zusammenarbeit mit der Zahnärztekammer Berlin und der LAG. Rund 35 % der Schulkinder haben im Rahmen des Projektes im vorgeschriebenen Zeitraum einen Termin bei einem Zahnarzt zur Prophylaxe (IP 1 – 4) und/oder zur Sanierung wahrgenommen und anschließend den abgestempelten „Pass“ in der Schule abgegeben. Für viele Kinder war das der erste Zahnarztpraxis-Kontakt seit langen, bei vermutlich jedem zweiten Kind der erste Untersuchungstermin beim Zahnarzt überhaupt. Dass es bei der kleinen Abschluss-Feier für jedes Kind, das in der Praxis war, ein kleines (gespendetes) Geschenk aus der Lostrommel gab, gab dem Projekt noch einen zusätzlichen Reiz. Die Klasse mit der prozentual höchsten Beteiligung (hier machten zwei Drittel aller Schüler mit) wird im Frühling im Berliner Tierpark auch hinter die Kulissen schauen dürfen. Das ist Punkt drei der wichtigen Aspekte für eine erfolgreiche Prophylaxe: eine altersgerechte Belohnung.&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Hallo Papa!“</p>
<p>Viel Spaß hatten auch Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin, der ebenfalls Gewinner-Preise ausgab, und die Schar der Kinder auf den Bänken. Er habe fünf Kinder, meinte Dr. Schmiedel, was mit Applaus und fröhlichen ‚Hallo Papa’-Rufen bedacht wurde. Und er wolle nun von den Kindern im Saal wissen, was er wohl seine Kinder morgens nach dem Frühstück frage. Nach kurzem Nachdenken war zu hören: „Hast Du Zähne geputzt?“ Ein großes erstauntes „Uuh“ erntete Dr. Schmiedel, als er vorzählte, wie viele Kinder-Zähnchen bei dieser Feier gerade mit dabei waren: „Das sind sicher 2500!“ Es sei gut, wenn alle gesund bleiben, meinte Dr. Schmiedel: „Wir Zahnärzte wollen doch gar nicht Löcher bohren – unsere größte Freude ist, wenn eure Zähne gesund bleiben!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch ohne Eltern beim Zahnarzt</p>
<p>Besonderes Lob verdiene der Einsatz der Kinder auch deshalb, weil einige von ihnen nicht von einem Elternteil zu ihrem Zahnarztbesuch begleitet worden waren, sondern sich allein auf den Weg machten, wie ZÄ Inis Adloff (Zahnärztlicher Dienst), die die Veranstaltung leitete, am Rande berichtete. Es sei etwas mühsam, beispielsweise Eltern mit Migrationshintergrund und ohne Deutschkenntnisse zu erreichen: „Da nützt kein Hinweiszettel in Deutsch – und es gibt ja nichts in Arabisch, was wir nutzen könnten. Da ist der Weg über die Schule und die Kinder oft der direktere.“ Im nächsten Jahr wird es vermutlich eine weitere Aktion an einer anderen Schule geben. Was den Wunsch des Schulleiters nach Wiederholung an der eigenen Schule betrifft, ist dies der vierte wichtige Aspekt der Prophylaxe: Nachhaltigkeit funktioniert nur mit ausreichend Eigeninitiative.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 18:39:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Leitartikel MBZ Ausgabe März 2010</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//leitartikel-20.html</link>
			<description>Politische Ideologie

„Es muss endlich Schluss sein mit der Ideologie der Freiberuflichkeit!“</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So forderte es die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt schon vor Jahren und löste damit eine bis heute andauernde und spannungsgeladene Diskussion aus. Gefördert wurde diese durch die vermeintliche Liberalisierung mit neuen Möglichkeiten der Berufsausübung und der Beschäftigung von angestellten Kollegen, sowie die Ermöglichung der (fremdkapitalgesteuerten) fachübergreifenden Praxiskettenbildung und der drohenden Vergewerblichung der Heilberufe. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Haben Sie sich schon einmal gefragt, mit wem es leichter ist, Rationierungen im Gesundheitswesen einzuführen und auszuweiten? Wer eher die Leistungsausgrenzung und Budgetierung umsetzt und wer schnell und lautlos nach neuen versicherungstechnischen Leitlinien und Standards behandelt? Mit wem man die Politik aus den Wartezimmern fernhalten kann und wem man eine Behandlungspflicht, zu welchen Bedingungen auch immer, auferlegen kann? Und wer sich letztendlich vom Staat auch eher übernehmen lässt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Antwort ist nicht der Freiberufler, der eigenverantwortlich und&nbsp; fachlich unabhängig seine Leistung persönlich erbringt, im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin hat nach einer sehr intensiven und politischen Diskussion in ihrer letzten Sitzung eine Resolution verabschiedet, die sich grundsätzlich für den Erhalt und die Wichtigkeit der Freiberuflichkeit ausspricht (lesen Sie dazu bitte auch Seite 5). </p>
<p>Die Diskussionen haben gezeigt, dass Freiberuflichkeit enorm viele Facetten hat, die sich in einer Resolution gar nicht so einfach beschreiben lassen. Darum wird der Vorstand der Kammer im Laufe des Jahres die Freiberuflichkeit aus den verschiedenen Blickwinkeln der einzelnen Referate in loser Reihenfolge im MBZ näher beleuchten. </p>
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<p>So hatte die Äußerung von Ulla Schmidt im Nachhinein auch etwas Gutes. Die tägliche Auseinandersetzung mit den Grundlagen unserer Berufsausübung dient nicht dem Selbstzweck, sie ist die originäre politische Aufgabe der Standesvertretung einer jeden Profession.</p>
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<p><strong>„Sich lediglich selbst zu verwalten oder sich in standespolitischen Grabenkämpfen zu verschleißen, das ist kontraproduktiv.“</strong> </p>
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<p>Das sagte unser Kollege und Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, bei der Festveranstaltung des Deutschen Zahnärztetages im November 2009 in München, und Recht hat er!</p>
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<p>Karsten Geist</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 20:46:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Grundversorgung“: Thema des 24. Berliner Zahnärztetages setzt Zeichen</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//grundvers-1.html</link>
			<description>Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 11. Februar 2010

Grundversorgung als Signal an...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Das Tagungsthema und diese eindrucksvolle Teilnehmerzahl sind eine klare und eindeutige Rückmeldung an die Industrie, die oft denkt, Zahnärzte wollten nur ‚Ausgeflipptes’: Sie wird realisieren, dass ‚Grundversorgung’ bei den Zahnärzten gefragt ist“, sagte Professor Dr. Michael Noack, einer der beiden wissenschaftlichen Leiter des 24. Berliner Zahnärztetages im Rahmen der Kongress-Eröffnung am 15. Januar 2010 und fügte an, dass dies auch ein Signal an die Hochschulen sei, sich mehr den qualitativen Lösungen bei Minimalanforderung in der Zahnmedizin zu stellen. </p>
<p>In der Tat war die Eröffnungsveranstaltung in dem großen Saal des Estrel Convention Centers überfüllt, Stühle wurden hinzugestellt. Über 1500 Teilnehmer, zum weitaus größten Teil Zahnärztinnen und Zahnärzte, wurden letztlich notiert – eine enorme Unterstützung für ein Thema, das manchem an der Vorbereitung Beteiligten hinsichtlich seiner Attraktivität zunächst etwas Sorge bereitet hatte. Die Kongressbesucher nahmen letztlich ein vielfältiges Sortiment aus Themen rund um die Zahnmedizin, das Praxismanagement und die Zukunftsaussichten mit zurück in die Praxis. In seinem Grußwort zur Eröffnung des Zahnärztetages, der sich einer eindrucksvollen Zahl hochrangiger Repräsentanten des Berufsstandes auf Bundes- und Landesebene erfreuen konnte, sagte Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin: „Nach vielen Jahren spezifischer, bisweilen hochspezifischer Fortbildung erfüllen wir in diesem Jahr den Wunsch vieler Kolleginnen und Kollegen nach dem, was unsere tägliche Arbeit, unser täglich Brot, zum überwiegenden Teil ausmacht, eben jener Grundversorgung im Praxisalltag. </p>
<p>Der diesjährige Zahnärztetag betont somit in erfreulicher Weise die Bedeutung des zahnärztlichen Generalisten, der gerade angesichts des von einigen Kassen forcierten Trends zur Spezialisierung für eine flächendeckende zahnmedizinische Versorgung unverzichtbar ist und bleibt.“ </p>
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<p>Starke strategische Funktion </p>
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<p>Ausgesprochen politisch startete auch das wissenschaftliche Programm: Es gebe eine Polarisierung in der Bevölkerung hinsichtlich wirtschaftsschwächeren und eher besser situierten Gruppen, so Professor Noack, hier müsse der Berufsstand einen Weg finden, seine Kompetenz einzubringen, ohne wirtschaftliche Einbußen hinnehmen zu müssen. Die Zahnärzte als besonders stark aufgesuchte Arztgruppe hätten in der Gesellschaft eine „starke strategische Funktion, die auch politisch mehr genutzt“ werden müsse. Anders als in anderen ärztlichen Disziplinen müsse der Patient sein Leben lang zum Zahnarzt kommen – da sei es unabdingbar, dass „wir dafür ein passendes Budget zur Verfügung haben.“ Auch zum Thema Spezialisierung gab es klare Worte. Professor Noack: „Zahnärzte sind Spezialisten für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde. Ich als Kariologe bin ein Schmalspurgeneralist und habe großen Respekt für die Generalisten!“ </p>
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<p>Möglichkeiten und Grenzen im Fachlichen </p>
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<p>In dem Kanon der vielfältigen Fachthemen von Karies bis Endodontie mit Fokus auf Möglichkeiten und Grenzen der Minimalversorgung berichtete beispielsweise Dr. Stefan Herder/Berlin über „bedarfsorientierte Versorgung“ und entsprechende Praxiskonzepte: „Irgendwie finden wir doch fast immer eine Lösung, den Patienten finanziell entgegenzukommen.“ An eindrucksvollen Beispielen zeigte er jeweils ein „übliches Vorgehen“ und eine „finanziell co-geprägte Lösung“. In manchen Fällen seien auch Übergangslösungen als mittelfristige Versorgung möglich: „Die Innovation in der Zahnheilkunde ist groß – wir können auch einmal auf eine künftige optimierte Lösung warten.“ Wichtig sei es gerade bei finanzschwachen Patienten, eine „Situation zu schaffen, in der man mit dem Patienten emanzipiert sprechen und gemeinsam eine Lösungen finden kann.“ Zum Aspekt „Brücken“ stellte Prof. Dr. Matthias Kern/Kiel die einflügelige Adhäsivbrücke vor („damit haben wir sehr gute Erfahrungen, besser sogar noch als mit zweiflügeligen“), er wundere sich, dass solch einfache und erfolgreiche Verfahren „nicht längst Standard sind in der Praxis“, dies liege möglicherweise an der noch fehlenden Aufnahme in die Kassen-Richtlinien. Die zuständigen Strukturen seien „etwas langsam im Vergleich zu den Fortschritten in der Zahnmedizin.“ </p>
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<p>Krisen-Radar </p>
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<p>Mit Blick auf wirtschaftliche Bedrängnis nicht der Patienten, sondern der Praxen zeigte Dr. Ingo Kock/Hamburg anhand eines „Krisen-Radars“ auf, dass nicht die Krise selbst das Problem sei, sondern die Vorläufer und das Erkennen sich zuspitzender Probleme. Mit vielen Beispielen, die das Auditorium spürbar beunruhigten, wies er auf aktuelle „sich zuspitzende Probleme“ hin. Am Beispiel eines Ärztebewertungsportals schilderte er das Kommunikationsverhalten der nachwachsenden jüngeren Generation und folgerte: „Sie haben das erste Rennen schon verloren, wenn Sie da nicht stehen! Sie schauen doch sicher auch bei z.B. hotel.de, wie viele Plus-Werte die Hotels an Ihrem Zielort haben.“ Bedrohung bestehender Strukturen sei auch aus der EU zu erwarten: „Europa ist längst hier – nur wir sind noch weit weg.“ In vielen Ländern gebe es bereits die Fremdbesitzmöglichkeit, diese werde über kurz oder lang auch Deutschland erreichen: „Investoren arbeiten immer in Netzwerken mit großen Synergien – dagegen kommen Sie als Einzelpraxis nicht an.“ Es sei sinnvoll, sich mit Verbündeten zusammenzuschließen und günstige Einkaufsbedingungen zu erreichen. Zu den Bedrohungen, die Praxen wahrnehmen müssten, gehöre auch die Entwicklung zu Großpraxen. Er verglich Tante Emma-Läden und Supermärkte: „Keiner hat heute ein Problem, Lebensmittel zu kaufen. Dadurch hat sich das Konsumverhalten geändert – Sie müssen sich darauf einstellen.“ Zu den Tipps, die er den Praxen mit auf den Weg gab, gehörte, ganz kleine oder ganz große Strukturen zu führen: „In der allergrößten Not bringt der Mittelweg den Tod.“ Bedauerlich sei, dass Versicherungen Abrechnungshelferinnen aus den Praxen abwerben würden: „Sie sollten den Spieß herumdrehen – werben Sie sie von der Versicherung ab, die Damen kennen die Mechanismen!“ Und mit etwas Augenzwinkern: „Machen Sie PR für ihren Kollegen – und lassen sie ihn PR für Sie machen. Bilden Sie Netzwerke. Sie glauben nicht, was das schon bewegt.“ </p>
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<p>Budget-Verwerfungen </p>
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<p>Den Blick in die Zukunft richtete auch Dr. Jürgen Fedderwitz/KZBV mit seinem Vortrag „Kassenleistung und Praxisgewinn“: Es sei mit strukturbedingten Budget-Verwerfungen zu rechnen, da heute der Kassenwechsel häufiger erfolge als früher. Man plane mit dem zur Verfügung gestellten Budget der früheren Kasse und werde damit konfrontiert, dass die neue Kasse dieselbe Leistung zum halben Preis erwarte. Mehr Budget sei im GKV-Markt sicher nicht zu erwarten. Verabschieden solle man sich auch von der Vorstellung, mit der Praxis am Wachstumsmarkt Implantologie teilzuhaben: „Auch in Ländern mit höherer Implantatversorgung ist der Anteil nicht über 7 % gestiegen.“ Die Zukunft liege in einer Ausweitung von Festzuschuss-Konzepten, so auch in der Parodontologie: „Die ist ohne finanzielle Mitbeteiligung der Patienten nicht zu erbringen.“ Dr. Fedderwitz warnte vor Monostrukturen in der Praxis als Risiko-Konzept und vor dem Abschluss von Selektivverträgen: „Sie verzichten auf Ihnen zustehendes Honorar!“ Es gebe eine Menge Probleme, die seitens der Praxen zu beachten und zu bewältigen wären, trotzdem sei er sicher: „Sie werden das alle schaffen.“ </p>
<p>Zum Tagungsende fragte Moderator Professor Noack, ob das Thema „Grundversorgung“ dem Auditorium gefallen habe: Großer anhaltender Beifall bejahte das. </p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 20:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Verleihung der Ewald-Harndt-Medaille 2010 </title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//verleihung-d-9.html</link>
			<description>Ewald-Harndt-Medaille 2010 an Zahnarzt Dr. Klaus Felgentreff

20 Jahre Wiedervereinigung - ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>20 Jahre Wiedervereinigung: Für die Zahnärztekammer Berlin war dieses erfreuliche Jubiläum Anlass, die Ewald-Harndt-Medaille 2010 an einen Kollegen zu verleihen, der sich insbesondere in diesem Zusammenhang herausragende Verdienste um den Berufsstand erworben hat: Dr. Klaus Felgentreff, vor dem Fall der Mauer auf ihrer östlichen Seite zahnärztlich tätig und nach dem Mauerfall schier unermüdlich auf beiden Seiten, um die Systeme, aber auch die Behandlungsqualität zusammenzubringen, hatte „Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Weitsicht und Mut zum Risiko“, wie es Laudator Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin formulierte.</p>
<p>Dr. Felgentreff, der einer zahnärztlichen Dynastie entstammt und langjährig an der Humboldt-Universität und der Hufeland-Poliklinik tätig war und seit 1991 niedergelassen ist, hat sofort nach der Wende auf vielen Ebenen das Zusammenwachsen der Kollegenschaft befördert: Er organisierte umfangreiche Aufklärung und Ausbildung in Abrechnung und Dokumentation und investierte an der Poliklinik in entsprechende Hardware, damit dies auch sofort umgesetzt werden konnte. Was sich so einfach liest, war ein enormes Problem, wie Dr. Schmiedel berichtete: „Die angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzte nutzten diese aber nicht, aus Angst, kontrolliert zu werden. Widerstände, Ängste – überall.“ Dr. Felgentreff hat diese Hürden dennoch überwunden und viele andere auch, so lieferte er nach der Wende schon “pünktlich die erste Quartalsabrechnung an die KZV ab mit 12.500 geordneten Scheinen in einem Wäschekorb“, als dort die Sorgen um den Erhalt der poliklinischen Strukturen immer größer wurden. Er initiierte Einkaufsgemeinschaften, um den Kollegen günstigere Möglichkeiten für den technischen Anschluss an die moderne Zahnmedizin zu ermöglichen, und erinnerte in seinem Dankeswort anlässlich der Verleihung der Medaille seine Kollegen daran, dass diese Mühen auch notwendig waren: „Wurzelbehandlung gab es doch gar nicht, es waren doch gar keine Instrumente da.“</p>
<p><br />Neben vielem anderen würdigte Laudator Dr. Schmiedel vor allen die Persönlichkeit des Geehrten: Er habe Mut gemacht zur Niederlassung und es nicht bei Worten belassen, sondern sich nachhaltig, uneigensinnig, aber auch unnachgiebig für die selbständige, freie Berufsausübung eingesetzt. Für Dr. Felgentreff war die „Wende“ mit dem Fall der Mauer und dem Vorbereiten neuer Strukturen nicht erledigt, er engagierte sich im Freien Verband Deutscher Zahnärzte und – mit überwältigender Mehrheit gewählt – in der Vertreterversammlung der KZV und in der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin, zudem ist er gutachterlich tätig. Dr. Schmiedel betonte, unter Auflistung einiger ebenfalls in der Wendezeit besonders engagierter Kollegen, dass die Ewald-Harndt-Medaille nicht stellvertretend für all diese überreicht wurde: „Unsere Wahl ist allein dem herausragenden Wirken von Dr. Klaus Felgentreff zuzuschreiben für seinen stetigen persönlichen Einsatz.“ Dass der Geehrte dies aus Bescheidenheit anders empfinde, ehre ihn. Dass Dr. Felgentreff seinen überreichten Blumenstrauß aufwickelte und die Rosen persönlich an die Damen im Auditorium „stellvertretend für alle engagierten Kollegen“ verteilte, unterstrich dies nur noch.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 19:07:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Kollegialität“ im Blickpunkt: Die „Silberne Ehrennadel“ der Bundeszahnärztekammer wurde verliehen an Dr. Friedrich-Karl Noack</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//kollegial-1.html</link>
			<description>Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 19. Januar 2010 </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein schönes Zusammentreffen wie dieses ist selten in der Zahnmedizin: Professor Dr. Michael Noack/Köln war einer der beiden wissenschaftlichen Leiter des 24. Berliner Zahnärztetages am 15. und 16. Januar in Berlin, in dessen Rahmen sein Vater, Dr. Friedrich-Karl Noack, mit der Silbernen Ehrennadel der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) ausgezeichnet wurde. Überreicht wurde die Ehrennadel durch den Präsidenten der BZÄK, Dr. Peter Engel. Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin, der diese Ehrung vorgeschlagen hatte, hielt die Laudatio. Viele Gespräche und persönliche Erfahrungen des Vorstandes der Berliner Zahnärztekammer zum Thema „Kollegialität“ waren Auslöser für die Ehrung. So soll die diesjährige Auszeichnung die heute von Wettbewerbsentwicklungen in Praxis und Hochschule belasteten Zahnärztinnen und Zahnärzte erinnern an die Bedeutung der Kollegialität und die Inhalte des Genfer Gelöbnisses als Grundpfeiler der Berufsausübung in freiberuflicher zahnärztlicher Tätigkeit.<br />&nbsp;<br />Bei den Überlegungen der Berliner Zahnärztekammer, wer „Kollegialität“ am vorbildlichsten repräsentiere, gab es im Vorstand spontan Einigkeit: „Das kam wie aus einem Munde: Kalli Noack!“ Nicht wenige der Vorstandsmitglieder konnten hier auch eigene Erfahrungen beitragen, denn sie hatten Dr. Friedrich-Karl Noack selbst an der Klink im Rahmen ihrer Ausbildung erlebt. Dr. Wolfgang Schmiedel betonte: „Er ist ausnahmslos allen, die bei ihm lernen duften, mit Freundlichkeit, Achtung und – man höre – mit Respekt begegnet“, er habe nie den „Oberlehrer markiert, nie hat er einen Studenten spüren lassen, dass dieser ihm nicht das Wasser reichen kann.“ Vieles an dieser seiner Haltung solle in Erinnerung gerufen werden, weil dies auch heute noch gelte: „Er war sich stets bewusst, dass er es mit Kolleginnen und Kollegen zu tun hatte – und den Ausspruch ‚man sieht sich immer zweimal im Leben’ hat er beherzigt. Ein Mensch mit Herz eben.“ Geprägt sei diese innere Einstellung von Dr. Noack durch das Genfer Gelöbnis, welches er unablässig verinnerlicht und eingehalten habe, er habe „unseren Berufsstand auf diesem seinem Wege in vorbildlicher Weise nach innen und außen vertreten“.<br />&nbsp;<br />Die Auszeichnung erfolge somit für langjähriges vorbildliches Wirken und auch vorbildliches Verhalten für das Ansehen des zahnärztlichen Berufsstandes. „Alle, die wir hier versammelt sind“, so Dr. Schmiedel, „erfahren tagtäglich, dass in den rauen Zeiten schwieriger werdender Verteilungskämpfe die Kollegialität mehr und mehr auf der Strecke zu bleiben scheint, nein: bleibt. Es ist bestimmt kein Zufall, und es sei der Bundeszahnärztekammer und ihrem Präsidenten Dr. Peter Engel gedankt, dass wir zur Zeit intensive Überlegungen zur Entwicklung eines neuen ethischen Kodex oder Wertekanons anstellen, um unserem Berufsstand nach innen und in der breiten Öffentlichkeit wieder das Ansehen zu verschaffen, welches er wahrlich verdient hat! Und so bringe ich meine unerschütterliche Hoffnung zum Ausdruck, dass Menschen bzw. Kollegen vom Schlage eines Kalli Noack eben nicht zu einer aussterbenden Spezies gehören.“</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 16:06:00 +0100</pubDate>
			
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