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		<title>www.zaek-berlin.de: Pressemitteilungen</title>
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		<description>Pressemitteilungen der Zahnärztekammer Berlin</description>
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			<title>www.zaek-berlin.de: Pressemitteilungen</title>
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			<description>Pressemitteilungen der Zahnärztekammer Berlin</description>
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		<lastBuildDate>Tue, 17 Jan 2012 16:27:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>26. Berliner Zahnärztetag: Das wissenschaftliche Programm</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//26-berliner-zahnaerztetag-das-wissenschaftliche-programm.html</link>
			<description>Interview mit Professor Dr. Andrea-Maria Schmidt-Westhausen, Wissenschaftliche Leiterin des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kernthema des nächsten Berliner Zahnärztetages ist die Chirurgie – was für Teilgebiete werden im Programm aufgegriffen?</p>
<p>Schmidt-Westhausen: Das Programm besteht aus einem Update der zahnärztlichen Chirurgie, die in der tagtäglichen Praxis Anwendung findet. Dabei werden neue Aspekte „einfacher“ Eingriffe wie die Zahnextraktion ebenso dargestellt wie auch Aktuelles aus der Traumatologie der Zähne, der chirurgischen Zahnerhaltung, der Parodontalchirurgie bis hin zu Implantationen unter unterschiedlichen anatomischen Ausgangsbedingungen. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wird das Programm auch praxisrelevante Vorträge für Ihre Kolleginnen und Kollegen liefern, die selbst nicht chirurgisch tätig sind?</b></p>
<p>Schmidt-Westhausen: In den einzelnen Vortragsrahmenthemen werden die Möglichkeiten und Grenzen, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktische Bezüge der besprochenen chirurgischen Methoden aufgezeigt. Auch der/die nicht chirurgisch tätige Zahnarzt / Zahnärztin bekommt auf diese Weise wichtige Informationen zur Beratung seiner Patienten und zu Alternativenbehandlungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Hat sich die Rolle der Chirurgie in der modernen Zahnmedizin in den letzten Jahren verändert? Was für Trends gibt es in Ihrem Fach: neue Verfahren, Techniken oder Produkte?</b></p>
<p>Schmidt-Westhausen: Als Trend zeigt sich, dass die Wahl der Methoden bzw. die Indikationsstellung immer stärker von den Erkenntnissen zur Biologie der Wundheilung bestimmt wird. &lt;ins&gt;&lt;/ins&gt;</p>
<p>Darüber hinaus ist die Minimierung des OP-Traumas ein wichtiges Gebiet auch in der der Forschung. Zu den Themen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen, gehören die adäquate Aufklärung des Patienten, die unmittelbare Einbeziehung des Patienten in die Entscheidungsfindung (Partizipative Entscheidungsfindung) insbesondere bei Behandlungen, die zu den elektiven Eingriffen gehören wie zum Beispiel die Versorgung mit Implantaten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Haben Sie schlagende Argumente, warum alle Berliner Zahnärzte am 17. und 18. Februar ins Estrel Hotel kommen sollten?</b></p>
<p>Schmidt-Westhausen: Sicherlich ist es schwierig, aus der immer größer werden Anzahl von Fortbildungsveranstaltungen eine Auswahl zu treffen. Doch ein wichtiger Grund, &nbsp;ausgerechnet&nbsp; den Berliner Zahnärztetag nicht zu verpassen, sind die hochkarätigen Referenten, die wir mit großem Einsatz gewinnen konnten: Man sehe sich die Namensliste an, sie spricht für sich. Neben vielen fachlichen Gründen spielen auch soziale Aspekte eine Rolle. So ist zum Beispiel der Brandenburgische Zahnärztetag traditionell sehr gut besucht, man trifft sich wieder, es besteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Es würde mich freuen, wenn die Berliner Zahnärzte den Brandenburger Zahnärzten hierin nicht nachstehen würden und den Zahnärztetag zum Anlass für ein Wiedersehen mit (alten) Kollegen zu nutzen. </p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:27:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Gut gemeint – aber gut in der Wirkung? Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung zum Referentenentwurf eines Patientenrechtegesetzes  </title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//gut-gemeint-aber-gut-in-der-wirkung-bundeszahnaerztekammer-und-ka.html</link>
			<description>Gemeinsame Pressemitteilung von Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;Für das angekündigte Patientenrechtegesetz wurde heute vom Bundesministerium der Justiz und Bundesministerium für Gesundheit der offizielle Referentenentwurf auf den Weg gebracht. Der Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten (Patientenrechtegesetz) wird von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) kritisch gesehen, da er die Besonderheiten der zahnmedizinischen Versorgung&nbsp; so gut wie nicht berücksichtigt:<br />&nbsp;<br />„Die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung lebt in ganz besonderem Maße von dem Vertrauen der Patienten in ihren Zahnarzt. Daher unterstützen wir von je her eine Stärkung der Patientensouveränität und fördern die Transparenz in der Patienten-Zahnarzt-Beziehung. Wichtig ist jedoch, dass diese nicht durch zusätzliche, unnötige Bürokratie überfrachtet wird, die die freie Therapiewahl des Patienten gefährdet“, erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel. Die geplanten Verschärfungen für Zahnärzte im Bereich der Einwilligung, Aufklärung und Dokumentation sind kritisch zu bewerten.<br />&nbsp;<br />Der Vorsitzende des Vorstandes der KZBV, Dr. Jürgen Fedderwitz, sagte zu dem Gesetzentwurf: „Es ist grundsätzlich gut, wenn die Patientenrechte geordnet und gestärkt werden, gerade gegenüber den Krankenkassen. Aber manches, was im Gesetzentwurf gut gemeint ist, kann leider negative Wirkungen entfalten. Beispielsweise sollen Krankenkassen künftig innerhalb von maximal fünf Wochen über die Bewilligung von beantragten Behandlungen entscheiden, damit diese nicht mehr verzögert werden können. Das ist einerseits begrüßenswert, bedeutet aber andererseits, dass im zahnärztlichen Bereich ein seit Jahren bewährtes, gut funktionierendes medizinisches Gutachterverfahren infrage gestellt wird. Die Krankenkasse muss ihre Entscheidung ohne eine gegebenenfalls nötige körperliche&nbsp; Untersuchung, quasi im Blindflug treffen, weil ein Gutachten so kurzfristig kaum zu erstellen ist. Im Sinne des Patienten ist das nicht.“<br />&nbsp;<br />Positiv bewerten BZÄK und KZBV, dass einer generellen Beweislastumkehr und einer verschuldensunabhängigen Haftung eine Absage erteilt wurden. Diese hätten zu einer Defensivmedizin geführt.<br />&nbsp;<br />Der Entwurf müsse als erster Aufschlag gesehen, gründlich analysiert und diskutiert werden, um auch die zahnmedizinischen Positionen in das Gesetzgebungsvorhaben einbringen zu können.<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:13:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Prophylaxepreis 2011 an Berliner Nehring-Grundschule: „Boss wird man nur mit gesunden Zähnen!“</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//prophylaxepreis-2011-an-berliner-nehring-grundschule-boss-wird-man-1.html</link>
			<description>Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 3. November 2011</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder wollen Vorbilder – auch, wenn es um Prävention geht. Welche Ideale in den Kinderseelen leben und gefördert werden wollen, zeigte sich berührend eindrucksvoll bei der diesjährigen Verleihung des Prophylaxepreises 2011, einer Aktion des Zahnärztlichen Dienstes Charlottenburg-Wilmersdorf in Zusammenarbeit mit der Zahnärztekammer Berlin.&nbsp; Traditionell ist es Kammerpräsident Dr. Wolfgang Schmiedel, der schließlich den Siegerpreis überreicht – nicht mit einem präsidialen Grußwort, sondern als erfahrener Vater per Dialog mit den Kindern, die spontan viele Fragen einwerfen. Da geht es um Zähneputzen und Alltag, aber eben auch um Ideale: „Wie wird man denn Präsident?“ „Wer Boss werden will, braucht starke und gesunde Zähne“, antwortete Dr. Schmiedel, und ganz offenkundig hatte die Botschaft ihr Ziel erreicht: Der Grundschüler mit Migrationshintergrund war sichtlich beeindruckt. So eine Erklärung konnte er gut nachvollziehen. Seine Kumpel auch. Die halbe Schülerschaft will jetzt Boss werden. Und Schulleiterin Frau Starkmann will „ihren Kindern“ zu einem erfolgreichen Lebensweg verhelfen – zumindest schon mal zu dauerhaft gesunden Zähnen. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dennoch war diesmal die Preisverleihung am 21. September in der Nehring-Grundschule in Berlin-Charlottenburg ruhiger als sonst: „Einerseits konnten einige der Kinder aus der Preisträgerklasse nicht dabei sein“, sagt Inis Adloff, Zahnärztlicher Dienst/Charlottenburg-Wilmersdorf und Initiatorin des Projekts, „andererseits haben wir in dieser Schule doch erleben müssen, dass die Zahl derer, die bei dem Projekt mitzumachen, eher gering war. Nicht einmal jedes 5. Kind war bei dem Projekt aktiv beteiligt.“ Dr. Schmiedel sind Gründe in der Lebenswelt der Kinder: „Viele Kinder, gerade in Vierteln mit hohem Migrationshintergrund, haben Eltern, die sie bei der Mundgesundheit leider nicht unterstützen.“ </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ziel des Prophylaxepreises ist es, über die Motivation „Wettbewerb“ Kinder zu einem Besuch in der Zahnarztpraxis zu motivieren, Prophylaxetermine (IP 1 - 4) in Anspruch zu nehmen und bestehende Zahnschäden sanieren zu lassen: Dann wird der vorbereitete Pass abgestempelt und zurückgebracht in die Klasse – und gehofft, dass die eigene Klasse „Siegerklasse“ wird mit meisten abgestempelten Zahnpässen. Dieses Gruppengefühl ist für Kinder sehr wichtig, betont ZÄ Adloff. Die für das Projekt ausgewählte Schule hat allerdings auch einige besondere Belastungen zu stemmen: „Es ist eine echte Kiezschule - mit vielen gemeinschaftsfördernden Projekten und langjähriger Erfahrung bezüglich der Integration von Kindern mit geistiger oder körperlicher Behinderung, Kindern mit emotional-sozialem Förderbedarf und Kindern mit anderen Lernschwierigkeiten.“ </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wichtiger Teil des Wettbewerbs-Konzepts ist, dass grundsätzlich alle Kinder, die einen abgestempelten Zahnpass mitgebracht haben, auch etwas gewinnen – nicht nur die Siegerklasse: Auch für Trostpreise sammelt ZÄ Adloff daher im Vorfeld viele hübsche kleine Gewinne zusammen. Die Kinder sollen lernen, dass es sich lohnt, etwas für die Gesundheit zu tun. Der Hauptgewinn: Ein Besuch der ganzen Klasse im Tierpark – und Elefanten füttern. Die Gewinnerklasse war restlos begeistert. Und motiviert, dass Zähneputzen und hin und wieder eine Untersuchung gut und richtig sind und „sich lohnen“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Projekt wäre allerdings nicht so „rund“ gelaufen, wenn nicht auch die beteiligten Zahnarztpraxen „mitgespielt“ hätten: „Bei allen Kolleginnen und Kollegen möchten wir uns herzlich bedanken“, gibt Dr. Schmiedel die Grüße der Schule und des Zahnärztlichen Dienstes weiter, „sie haben Kindern, die bisher wenig oder gar nicht eine Zahnarztpraxis kannten, gezeigt, dass man sich hier liebevoll um sie kümmert – eine bessere Erfahrung kann man ihnen gar nicht mitgeben auf dem Weg in ein zahngesundes Leben.“</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 20:14:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bilanz des Modellprojektes „Saubere Dritte in der Pflege“: Nur jede 4. Prothese frei von riskantem Zahnstein</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//bilanz-des-modellprojektes-saubere-dritte-in-der-pflege-nur-jed-1.html</link>
			<description>Gemeinsame Presseinformation von Zahnärztekammer Berlin, der Deutschen Gesellschaft für...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahnärztekammer Berlin, die Zahntechniker-Innung  Berlin-Brandenburg und die Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin  e.V. haben im Juni 2011 das Modell-Projekt „<i>Saubere Dritte in</i> <i>der Pflege“</i>  ins Leben gerufen, um auf die Notwendigkeit einer guten  zahnmedizinische Versorgung der Pflegebedürftigen aufmerksam zu machen.  Dass diese Aufgabe weit mehr als bisher ins Blickfeld von Gesundheits-  und Sozialpolitik sowie der Gesellschaft gehört, zeigt die Bilanz der  zurückliegenden Monate, in denen Kooperations-Teams aus Zahnärzten und  Zahntechnikern – unterstützt seitens der Heimleitung – rund 300  Vollprothesen von Pflegebedürftigen ehrenamtlich auf Hygienemängel  geprüft und anschließend professionell gereinigt haben. Bei dem  Pressetermin zur Bilanz des Projektes am 27. September 2011 in Berlin  zeigte sich ein Bedarf, der selbst die Erwartungen der  Projekt-Verantwortlichen übertraf: Nur jede 4. Vollprothese war frei von  Zahnstein, der aufgrund seiner rauen Struktur zu Schäden am Mundgewebe  und entsprechend zu schmerzenden Wunden führen kann sowie als ideale  Grundlage dient für die Anhaftung weiterer mundschädlicher Bakterien.&nbsp;  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Allgemeingesundheits-Risiko „Prothesen-Beläge“ </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nicht ausreichende Prothesen-Hygiene ist insbesondere für ältere und  geschwächte Patienten allgemeingesundheitlich riskant, da beispielsweise  wissenschaftlichen Studien zufolge eingeatmete Mundkeime zu einer  Lungenentzündung führen können. Auch über die Blutbahn – beispielsweise  bei Zahnfleischbluten – wandern Mundbakterien in den Körper und können  erwiesenermaßen zu Entzündungen im Herzen führen. Immer mehr Kardiologen  und Lungenfachärzte weisen daher auf die Bedeutung sorgfältiger  Mundhygiene zur Vorbeugung dieser riskanten Infektionen hin. Nicht  zuletzt führen harte und weiche Zahnbeläge zu einer Verschlechterung des  Sitzes der Prothese, was mit Störungen der Nahrungsaufnahme einhergehen  und damit zu einer weiteren Schwächung der Pflegebedürftigen führen  kann. Diese sind angewiesen auf Unterstützung und Hilfe seitens ihrer  Angehörigen, insbesondere aber seitens der Pflegedienste in den Heimen.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Notwendig: Professionelle Mund- und Prothesenreinigung in der Pflege </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Derzeit spielt allerdings der Bereich Mundhygiene eine eher  vernachlässigte Rolle im Aufgabenkatalog der Pflege-Teams – und kann  ohne zusätzliche und auch bezahlte Betreuungszeit kaum geleistet werden.  Zudem können die Teams zwar Routine- Mundpflegeaufgaben wie Zähneputzen  übernehmen, wie sie auch die Angehören ausüben würden – nicht umsetzbar  sind allerdings professionelle Mund- und Prothesenpflege, wie sie für  Hygiene und damit auch die Prävention von Allgemeinerkrankungen dringend  notwendig wäre.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Initiatoren des Modellprojektes – Zahnärztekammer,  Zahntechnikerinnung und die Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin –  appellieren daher nicht zuletzt nach den Ergebnissen der Evaluation zum  Berliner Modellprojekt „Gesunde Dritte in der Pflege“ eindringlich an  die Politik, entsprechende Rahmenbedingungen für eine Verbesserung der  professionellen Mund&amp;Prothesen-Hygiene und damit der  Gesundheitsförderung von Pflegebedürftigen zu schaffen. Mit  vergleichsweise wenig Aufwand kann nicht nur die Lebensqualität der  Pflegebedürftigen gebessert werden – auch das Auftreten riskanter  Infektionen mit kostenintensiven Behandlungs- und Folgekosten könnte auf  diese Weise minimiert werden. Dass das Berliner Modellprojekt „Saubere  Dritte in der Pflege“ bei den Pflegebedürftigen selbst, ihren  Angehörigen und der Heimleitung in der Regel auf große Zustimmung bis  hin zu Begeisterung stieß, ist für die Akteure ein Beleg dafür, dass die  Bereitschaft für die Akzeptanz solcherart Unterstützung ausgesprochen  groß ist. Kombiniert mit anzupassenden Rahmenbedingungen könnte daher  ein kleines Dienstleitungsangebot wie professionelle Mundhygiene und  Zahnersatz-Pflege für die erheblich steigende Anzahl der älteren und  alten, oft pflegebedürftigen Bevölkerungskreise ein effizienter Faktor  der Prävention von vergleichsweise kostspieligen Mund- und  Allgemeinerkrankungen sein. Dass derzeit bereits vieles auf weitgehend  ehrenamtlicher Ebene angeboten wird, ist – so alle Beteiligten an dem  Modellprojekt – keine Lösung: Es darf nicht von Zufällen anhängig sein,  ob ein Pflegebedürftiger Unterstützung seiner Mundgesundheit erhält oder  nicht. Professionelle Mund- und Prothesenpflege gehört schon aus  Präventionsgründen zur Grundpflege und muss durch entsprechende  Rahmenbedingungen fixiert werden – nur so lässt sich eine strukturierte  Unterstützung etablieren und für einen größeren Kreis als zufällig  ausgewählten „Modellprojekt-Teilnehmern“ zugänglich werden. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hinweis: Eine ausführliche Meldung mit Statements und den Ergebnissen  einer ersten Evaluation durch Professor Nitschke finden Sie im  angefügten PDF.</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 16:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Informationsbroschüre vorgestellt: Zahnärztekammer und Landessportbund Berlin starten Kooperation</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//informationsbroschuere-vorgestellt-zahnaerztekammer-und-landessportbu.html</link>
			<description>Zusammenfassende Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin nach der Pressekonferenz vom 7....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor den Sommerferien hatte es ein erstes Zusammentreffen gegeben – am 7. September 2011 konnte in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz bereits das erste Projekt der neuen Kooperation von Zahnärztekammer Berlin und Landessportbund Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt werden: die Informationsbroschüre „Sport – und Zähne“. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Die vielfältigen Verbindungen zwischen Sport und Mundgesundheit sind uns Zahnärzten schon lange bewusst“, sagte Dr. Michael Dreyer, Vizepräsident der Zahnärztekammer Berlin, „aber leider erleben wir sie in unseren Praxen zumeist von der problematischen Seite: Zahnschäden durch Unfälle oder zahnschädliches Verhalten.“ Leider sei dann nur Therapie möglich, dabei habe der zahnärztliche Berufsstand bereits vor Jahren einen Schwenk zu präventionsorientiertem Vorgehen vollzogen. „Wir haben uns in den letzten Jahren vielen Aufgaben gestellt, die Prävention auf den verschiedensten Ebenen zu verbessern. Bisher noch nicht explizit in unserem Blickfeld stand dabei allerdings das Thema Sport.“ Umso erfreuter sei die Zahnärztekammer, dass der gesuchte Kontakt zum Landessportbund dort sofort auf große Bereitschaft gestoßen sei, es habe von Anfang an eine ausgesprochen konstruktive und ideenreiche Diskussion zu möglichen Schnittstellen gegeben: „Unser Ansinnen, das Thema Prävention von Mundgesundheitsschäden im Sport zu forcieren, wurde sehr begrüßt.“ Als erstes Beispiel der erfolgreichen Kooperation zeige sich die druckfrische Informationsbroschüre, die gemeinsam erstellt und von LAG und Innung fachlich ergänzt worden sei. Die Broschüre stehe ab sofort Sportvereinen und Schulen kostenlos zur Verfügung und sei auf der Website der Zahnärztekammer auch per Download verfügbar. Der nächste Schritt sei die Präsenz von Zahnärztekammer und LAG beim bevorstehenden „Sport im Olympiapark Berlin“-Fest, wo dem Thema Mundgesundheit ein herausgehobener Platz ermöglicht worden sei. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mundschutz vor Rettungsbox</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Insbesondere zwei Aspekte stünden bei der Informationsbroschüre im Fokus, berichtete Kammer-Vorstandsmitglied und Projektleiter Dr. Helmut Kesler: Einerseits werde dem Thema Ernährung ein großer Platz eingeräumt, da beispielsweise „Sportlergetränke“ das Kariesrisiko erhöhten. Dr. Kesler: „Was wir ablehnen: Der oft fast übergangslose Schritt vom Nuckelfläschen zur ‚Sportlerflasche’!“ Das zweite große Thema sei der – ausdrücklich betont: individuell angepasste – Sport-Mundschutz, den auch die Stiftung Warentest gegenüber vorkonfektionierten Modellen favorisiere. Zu den Vorteilen gehöre nicht zuletzt die Berücksichtigung möglicher kieferorthopädischer Apparaturen: „Bei einem Sturz oder Schlag können Brackets zu heftigen Verletzungen innen an der Lippe führen – der Sportmundschutz schützt auch das Weichgewebe!“ Zahnärztekammer und Landessportbund favorisieren den Weg der Prävention gegenüber Rettungsboxen für den bereits eingetretenen „Fall der Fälle“. Hauptrisikofaktor für Kinder und Erwachsene sind Kontaktsportarten wie Hockey oder Fußball, aber auch Fahrradlenkstangen, Rollerblades und Rodel beispielsweise. Dr. Kesler, selbst als Jugendtrainer im Sportverein aktiv: „Die bestehenden Möglichkeiten sind nicht nur bei Sportlern, sondern auch bei den Trainern noch nicht ausreichend bekannt. Ähnlich wie ein Schutzhelm gut sitzen muss, muss auch der Sportmundschutz individuell zum Kind und zur jeweiligen Sportart passen.“ Die neue Broschüre habe den Auftrag, im Bereich des Sports mehr Mundgesundheitsbewusstsein zu schaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Mundschutz noch unterbelichtet im Sport“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sehr angetan von der neuen Kooperation zeigte sich bei der gemeinsamen Pressekonferenz auch der Direktor des Landessportbundes Berlin, Norbert Skowronek: In sehr vielen Bereichen habe sich der LSB bereits mit Präventionsprogrammen engagiert – Mundschutz sei allerdings bisher nicht dabei gewesen: „Dabei ist gerade dieses Thema so wichtig, weil Zahnverletzungen anders als manche andere Verletzungen nicht heilen. Mundschutz ist noch unterbelichtet im Sport.“ Zwar sei er insbesondere bei den Hockey-Profis selbstverständlich, auf anderen Ebenen aber noch nicht bewusst wahrgenommen und möglicherweise auch mit Vorurteilen behaftet: „Wir werden dicke Bretter bohren müssen – aber wir werden es schaffen!“ Der LSB sei froh, dass die Zahnärztekammer Berlin das Thema Mundgesundheit in den Sport getragen habe; auf Bundesebene werde man über die Aktionen in Berlin berichten und die Thematik intensivieren. Norbert Skowronek: „Sport soll stärken, nicht schwächen. Wenn gängige Verhaltensweisen rund ums Sporttreiben für die Gesundheit von Mund und Zähnen problematisch sind, dann müssen wir vorbeugen. Das sind wir den Vereinen und Sportlerinnen und Sportlern schuldig. Der Helm und der Mundschutz sind ein Muss, dort, wo der Puck fliegt oder Schläger durcheinanderwirbeln. Wenn Süßgetränke aus der Plastik-Trinkflasche ’genuckelt’ zum Säure-Dauerbombardement des Zahnschmelzes führen, hat der Sportler bald Probleme. Dabei wollen wir nicht zusehen, wir wollen handeln.“ Weitere Maßnahmen wie Fortbildung von Trainern und Aktionen für Kitakinder in Berlin sind seitens der Zahnärztekammer und des Landessportbundes bereits skizziert.</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 22:14:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>5. MED DENT-Veranstaltung in Berlin: „Im Wirbel der Zähne“</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//5-med-dent.html</link>
			<description>Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 19. August 2011 

</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kleines Jubiläum in Berlin: Das von Kammer-Vorstandsmitglied Dr. Helmut Kesler entwickelte und vom Philipp-Pfaff-Institut organisatorisch betreute interdisziplinäre Forum MED DENT fand am 15. Juni 2011 zum 5. Male statt. Nach wie vor wechselt die zuvor eingeholte und als deutlich positiv erlebte Kooperationsbereitschaft der Berliner Ärztekammer zwischen großer Zustimmung zum Projekt und eigenen Vorstellungen von Struktur und Organisation, aber: „Wir halten die Betrachtungsweise einer bestimmten mund/gesundheitlichen Situation aus beiden Blickwinkeln – Medizin und Zahnmedizin – für viel zu wichtig, um hier auf der Verwaltungsebene eine Vielzahl organisatorischer Details zu debattieren“, sagt Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin: „Der interdisziplinäre Gedanke ist mindestens in unserem Berufsstand erfreulich präsent, und wir hoffen, dass der Berufsstand der Ärzte hier mehr und mehr nachzieht. Die Ärzte werden, das zeigen bisherige wissenschaftliche Daten, auch gar nicht anders können.“ Die Zahnärztekammer Berlin habe mit dem Angebot der Kooperation bei dieser zeitgemäßen Veranstaltungsreihe eine für die Patientenbehandlung wichtige Tür geöffnet: „Wir laden die Ärzte herzlich ein, diese Tür auch zu nutzen – und zwar so unkompliziert, wie dies auch seitens der Zahnärztekammer für die eigenen Kollegen geregelt ist.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Über das Interesse der Berliner Zahnärzte an interdisziplinären Zusammenhängen Zahnmedizin/Medizin kann sich Veranstaltungsleiter Dr. Kesler nicht beklagen: „Es ist jedes Mal neu bewegend, wie interessiert auch der ärztliche Ansatz seitens unserer Kolleginnen und Kollegen aufgenommen und nachgefragt wird“, so sein Resümee nach 5 MED DENT-Veranstaltungen. „Die Gelegenheit, diese Sichtweise kennenzulernen und mit dem eigenen Wissen abzugleichen wird enorm angenommen und ist für uns der beste Motivator, dieses Konzept auch weiter fortzusetzen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Thema des aktuellen Forums mit dem durchaus tiefsinnigen Titel „Im Wirbel der Zähne“ waren die Bereiche Kiefergelenk und Halswirbelsäule, die Referenten: Prof. Dr. Axel Bumann für die zahnärztliche Seite, Dr. med. Ute Laukens für die medizinischen und MT Andreas Kreher für die physiotherapeutischen Aspekte. „Es geht uns nicht darum, dentale Basics zu vermitteln“, unterstützte Professor Bumann das Gesamtkonzept des Forums, „sondern um einen Spannungsbogen aus allen drei Fachbereichen über die gesamte Thematik zu legen und dabei den Patienten als Zentrum mit einzubeziehen.“ Warum der interdisziplinäre Ansatz so wichtig ist? „Frau Dr. Laukens schaut sich den gleichen Patienten an wie ich – und sie sieht bei ihm vielleicht etwas ganz anderes, und wenn wir dann auch noch den Physiotherapeuten befragen, haben wir eine dritte Sicht auf den Patienten.“ Daraus lasse sich ein Konzept erarbeiten, das verhindert, dass zahnärztliche Maßnahmen von medizinischen oder muskulären Gegebenheiten in ihrem Erfolg behindert oder blockiert werden. Ein konkretes Beispiel: „Wenn wir eine Schiene einsetzen gegen Schmerz im Kiefergelenk führt das eventuell zu Lageveränderungen, die orthopädisch und muskulär relevant sind.“ </p>
<p>Was im Bereich der Halswirbelsäule von den Zahnärzten beachtet werden müsse, machte Dr. Laukens deutlich, darunter: „Die Kopfgelenke sind eine der ersten Schaltstellen im System“, sagte sie – wer hier einwirke mit Maßnahmen, müsse viel Erfahrung haben. Das Kopfgelenk habe geradezu eine Sonderstellung im System Körper und sei eine anatomische Einheit mit Nackenrezeptorenfeldern. Zu beachten sei hier die reflektorische Verknüpfung mit dem Kiefergelenk: „Wenn Sie im Kiefergelenk etwas machen, bewegen Sie immer auch etwas im Halswirbelbereich!“ Hinter einer CMD-Problematik könnten auch lang zurückliegende Traumen stecken: „Es kann ein Schleudertrauma gegeben haben, oder man ist als Kind vom Baum gefallen. Die Kiefergelenk-Probematik wird durch Kompensationsverhalten oft erst viele Jahre später deutlich. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass auch entsprechend aufmerksame Physiotherapeuten CMD-Hinweise erkennen können, zeigte eindrucksvoll Manualtherapeut Andreas Kreher. Er warnte allerdings auch davor, physiotherapeutische Diagnostik zu überinterpretieren: „Funktionsstörungen sind per se normal. Es ist eine Frage der Adaption, ob jemand damit gesund ist – oder behandlungsbedürftig.“ Anhand einer Live-Demonstration, bei der sich Veranstaltungsleiter Dr. Kesler freiwillig zur Verfügung stellte, wurden verschiedene Zusammenhänge verdeutlicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Abschliessend gab es noch ein großes Kompliment an die fortbildungsinteressierte Zahnärzteschaft: Sie sei als Orthopädin hocherfreut, sagte Dr. Laukens, dass es mittlerweile immer mehr Zahnärzte gebe, die sich für interdisziplinäre Aspekte interessierten und sich auch Patienten mit Wahrnehmungsstörungen wie Tinnitus und Schwindel annähmen: „Früher landeten diese Patienten bei den unterschiedlichsten Fachgruppen – heute treffen sie auf Zahnärzte als große Fachgruppe, die sich fundiert mit solchen Themen befasst.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Terminhinweis:</b> </p>
<p>Das 6. MED DENT Forum am 16. November 2011 widmet sich dem Thema „Auf Herz und Zähne“, Infos und Anmeldung: nadine.Krause@pfaff-berlin.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size:10.0pt; font-family:Times">&nbsp;</span></p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 16:43:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Signal an Gesellschaft und Politik: Start des Modellprojektes „Saubere Dritte in der Pflege“</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//signal-an-ge.html</link>
			<description>Gemeinsame Presseinformation vom 27. Juni 2011 zur Aktion der Zahnärztekammer Berlin, der Deutschen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Modellprojekt ist am 27. Juni 2011 in Berlin gestartet: Unter dem Motto „Saubere Dritte in der Pflege“ haben sich Zahnärztekammer Berlin, Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin und die nach dem Qualitätssicherungskonzept QS-Dental geprüften Berliner Dentallabore der Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg&nbsp; zusammengeschlossen, um auf einen wachsenden Missstand aufmerksam zu machen: Einerseits ermöglichen fortschreitende Innovationen in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde immer mehr Menschen auch in hohem Alter und bei eingeschränkten körperlichen bzw. mentalen Fähigkeiten eine gesunde, ausgewogene Ernährung und auch die Teilnahme an der Gemeinschaft. Andererseits stehen aufgrund struktureller Probleme immer weniger Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung für die zahn/gesundheitliche Betreuung von hilfebedürftigen Mitbürgern in der stationären Pflege. Die Pflegezeiten reichen meist nicht aus, die Zähne und den Zahnersatz ausreichend intensiv zu reinigen. Eine professionelle Zahn- und Prothesenreinigung ist, wie bei den gesunden Menschen, auch bei Pflegebedürftigen in regelmäßigen Abständen notwendig. Genau dies aber wird von den bestehenden Strukturen behindert.<br /><br />Betroffen ist keine kleine Gruppe der Bevölkerung: Allein in Berlin leben über 27.000 Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen, eine Anzahl so groß wie die Bevölkerung einer ganzen Kleinstadt. Bundesweit sind es über 800.000 –&nbsp; rund 200.000 Menschen mehr als Frankfurt/Main Einwohner hat und 300.000 mehr als Hannover oder Stuttgart. Für die zahnärztliche Betreuung dieser Menschen gibt es derzeit keine geregelte Versorgungsgrundlage. Zahnärztliche Einzel-Initiativen und Projekte versuchen bisher als vorübergehende Modellangebote auf rein ehrenamtlicher Basis die größten Nöte zu beheben. Die schon als dramatisch zu bezeichnende Steigung der Gesamtzahl der in Pflegeheimen lebenden Bevölkerungskreise erfordert allerdings dringlichst eine Antwort des Gesetzgebers. Auf die Notwendigkeit einer solchen Regelung weist das Berliner Modellprojekt hin, das alle Berliner Bezirke einschließt. Die Ergebnisse des Modellprojektes werden am 27. September 2011 im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert.<br /><br /><br />Zahngesundheit, Allgemeingesundheit und das Berliner Modellprojekt<br /><br />Die Zusammenhänge Allgemeingesundheit und bakterielle Belastung im Mund sind inzwischen auch in der Medizin bekannt und treffen pflegebedürftige Menschen ganz besonders. Um auf die kritische Situation dieser Mitbürger in ganz Deutschland aufmerksam zu machen, startet nun in der Hauptstadt Berlin ein Modellprojekt unter dem Motto „Saubere Dritte in der Pflege“. In allen Berliner Stadtbezirken wird in Zusammenarbeit mit einer für das Modellprojekt ausgewählten Pflege-Einrichtung Zahnersatz der Pflegebedürftigen von Projekt-Zahnärzten entgegengenommen und überprüft, und an die am Projekt beteiligten qualitätsgeprüften zahntechnischen Labore weitergegeben und dort&nbsp; professionell gereinigt. Anschließend werden in Absprache mit der Pflegeeinrichtung die Prothesen von den Zahnärzten den Pflege-Patienten wieder eingesetzt. Alle Zahnärzte und zahntechnischen Labore unterstützen die Aktion rein ehrenamtlich und verzichten auf eine Honorierung Ihrer Leistungen. Das Projekt endet Mitte September 2011, die Erfahrungen werden ausgewertet und bei einer Abschlussveranstaltung in&nbsp; Zeitnähe zum bundesweiten „Tag der Zahngesundheit“ in Berlin präsentiert.<br /><br />&nbsp;<br />Über die Aktionspartner<br /><br />„Wir sind von der Berliner Gruppe der QS-Dental geprüften zahntechnischen Innungsbetriebe der AMZ Allianz für Meisterliche Zahntechnik angesprochen worden, ob wir als Zahnärztekammer Berlin uns ein gemeinsames Engagementvorstellen können – und haben nach Prüfung der Umstände unsere Beteiligung sehr gern zugesagt“, so Dr. Helmut Kesler, im Vorstand der Zahnärztekammer zuständig für dieses Modellprojekt. Dies sei ein weiterer und hinsichtlich der Optimierung der Rahmenbedingungen sogar immens wichtiger Baustein in den vielfältigen Maßnahmen der Zahnärztekammer Berlin zur Verbesserung der mundgesundheitlichen Situation von Menschen mit Behinderungen bzw. geriatrischen Problemen sowie in Pflegeheimen.<br /><br />Grund für Initiative der Zahntechniker sind die eigenen Erfahrungen: „Viele der hier lebenden Senioren benötigen in Fragen ihrer Mundgesundheit äußerst spezielle Zuwendung und Unterstützung. Das Motiv der beteiligten Zahntechnikermeister für diese unentgeltliche, wichtige Präventionsleistung sind gemeinsames bürgerschaftliches Engagement und tätige Verantwortung zum Wohle der Bewohner der Senioreneinrichtungen“, so ZTM Rainer Struck, Landesinnungsmeister der Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg<br /><br />Entwickelt wurde das Modellprojekt nicht zuletzt in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ina Nitschke, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin. „In den nächsten Jahren werden immer mehr Menschen ihren Lebensabend in Pflege-Einrichtungen verbringen. Schon heute ist die zahnmedizinische Betreuung dieses Patientenkreises ein Stiefkind von Gesundheits- und Sozialpolitik“, so Professorin Nitschke. „Es ist würdelos, wie unsere Gesellschaft mit ihren pflegebedürftigen Mitgliedern umgeht. Wir erhoffen uns auch mit dieser Aktion ein Bewusstwerden über die sich verschärfende Situation und ein Umdenken in den zuständigen Bereichen der Politik.“<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 18:04:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zur aktuellen Debatte um angebliche Honorarsteigerungen bei Zahnärzten</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//zur-aktuelle-1.html</link>
			<description>Eine Information der Zahnärztekammer Berlin</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Aktuell beschäftig(t)en sich die Tagesmedien erneut mit dem Thema  GOZ-Novellierung - viele Redaktionen folgten Presse-Darstellungen der  PKV, die horrende Zahnärzte-Honorare &quot;androhen&quot;. Bekannterweise wollen  die Privaten Krankenversicherer die Einführung der Öffnungsklausel  erreichen, die für die Zahnärzteschaft inakzeptabel ist.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Öffnungsklausel sowie weitere Punkte im aktuell vorliegenden  &quot;Referentenentwurf&quot; des Bundesgesundheitsministeriums wurden kürzlich  seitens der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin zwecks  Überarbeitung zurückgewiesen (siehe MBZ und Meldung auf dieser Seite).  Die Zahnärztekammer Berlin hat die Medien und Fachmedien sowie die  Bundes- und Landesministerien entsprechend informiert. Über den  Referentenentwurf wird in den nächsten Wochen der Bundesrat entscheiden,  viele Medien haben daher die aktuelle Presse-Aktion der PKV als  taktisches Vorgehen zur Beeinflussung der Entscheidung verstanden und  entsprechend berichtet, anderen blieben solche Zusammenhänge offenkundig  eher verborgen. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fakten zur Situation: </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) wird, wenn die Vorlage  vom Bundesrat verabschiedet wird, erstmals seit 23 Jahren Stillstand  dazu führen, dass der wissenschaftlich-technische Fortschritt in der  Zahnmedizin wenigstens ansatzweise in der GOZ abgebildet wird. Laut  Bundesgesundheitsministerium wird die vorgeschlagene neue  Gebührenordnung im privaten Abrechnungsbereich (also nicht bei den  Kassen-Leistungen) etwa 6 Prozent mehr Honorar für zahnärztliche  Leistungen ermöglichen - nach 23 Jahren Honorar-Stillstand und allein im  Hinblick auf die zwischenzeitlich nicht einmal ausgeglichene  Inflationsrate ist dies definitiv nicht angemessen. Über das Honorar  entscheidet der Berufsstand der Zahnärzte nicht selbst, sondern darf  höchstens beratend mitreden. Das Honorar wird vom Gesetzgeber verordnet. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu den zu erwartenden Entwicklungen: </p>
<p>* Gesetzlich Krankenversicherte sind im Regelfall nicht betroffen,  weil sie nur bei Inanspruchnahme von zahnärztlichen Leistungen aus dem  privaten Gebührenkatalog (beispielsweise über ihre  Zahnzusatzversicherung) mit Mehraufwendungen von durchschnittlich 2,05  Euro je Versichertem und Jahr rechnen müssen.<br />* Die durch  Preissteigerungen und Anpassungen an den wissenschaftlichen Fortschritt  durch das Bundesgesundheitsministerium errechneten PKV-Mehrausgaben  betragen rund 5,30 Euro je Privatversichertem und Jahr. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die von der Privaten Krankenversicherung (PKV) in der Öffentlichkeit  verwendeten Zahlen über Honorarsteigerungen für die Zahnärzte und  Mehrbelastungen für privat und gesetzlich Krankenversicherte entbehren  jeder Grundlage.</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 22:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Einmütig und einstimmig: Alle Berliner Zahnärzte lehnen vorliegenden Referentenentwurf ab</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//einmuetig-un-1.html</link>
			<description>Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 9. Juni 2011</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur die Berliner Kassenzahnärzte haben ihrer Ablehnung der  vorliegenden Entwürfe zur Novellierung der GOZ in einer Resolution  Ausdruck verliehen – auch die Delegiertenversammlung der Berliner  Zahnärztekammer und damit das Parlament aller Berliner Zahnärzte hat  einstimmig gegen den vorliegenden Referentenentwurf votiert und  Nachbesserungen eingefordert. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der vom Vorstand der Zahnärztekammer Berlin eingebrachte Entwurf  einer Resolution ist bei geringen redaktionellen Änderungen ebenso  einstimmig angenommen worden wie zwei ergänzende Positionen, die sich  mit besonderen Aspekten der geplanten Novellierung der GOZ befassen (die  Endversionen der drei verabschiedeten Stellungnahmen stehen am Ende der  Pressemeldung). </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Die Einmütigkeit, mit der die gesamte Berliner Zahnärzteschaft sich  hier über alle Gruppierungen und Körperschaften hinweg in einer Reihe  positioniert, ist ein großes und wichtiges Signal für die Politik: Der  zahnärztliche Berufsstand misst dieser Thematik eine existentielle  Bedeutung bei und erwartet vom Gesetzgeber die Berücksichtigung ihrer  mehr als angemessenen Interessen“, betont Zahnärztekammerpräsident Dr.  Wolfgang Schmiedel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dabei haben sich die Berliner Zahnärzte keineswegs pauschal geäußert,  sondern Schwerpunkte formuliert, die Priorität bei der Überarbeitung  des Referentenentwurfs haben sollten. Dazu gehören beispielsweise  Stichworte wie die ersatzlose Streichung des sog.  „Zielleistungsprinzips“ und die Überarbeitung der Bereiche  „Auslagenersatz“ und „Verbrauchsmaterialien“. Nicht zuletzt fordern die  Berliner Zahnärzte den Gesetzgeber auf, eine regelmäßige Anpassung der  Gebührenordnung sowie eine entsprechende Inflationsklausel in der  Gesetzgebung festzuschreiben. Als ebenso notwendig wird erachtet, den  „nachgewiesenen Anstieg der Praxiskosten“ und „den Kaufkraftverlust seit  1988 vollständig bei der Festsetzung des Honorarpunktwertes zu  berücksichtigen.“ In geschlossener Front steht die Berliner  Zahnärzteschaft auch hinsichtlich ihrer deutlichen Ablehnung einer  Öffnungsklausel. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Der Berufsstand ist, wie man an den Positionen sieht, zu  konstruktiven Debatten bereit“, so Dr. Schmiedel, „aber es muss auch  allen Verantwortlichen in der Politik auf Länder- und Bundesebene  deutlich sein, dass erwartet wird, dass dieses Angebot auch angenommen  wird und die Vorschläge nicht nur auf offene Ohren stoßen, sondern auch  in den gesetzlichen Regelungen ihren Niederschlag finden.“</p>
<p>&gt;&gt;===================================================&lt;&lt;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Resolution der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin vom 19. Mai 2011 zum Referentenentwurf Gebührenordnung für Zahnärzte </strong></p>
<p>Der am 29.03.2011 der Bundeszahnärztekammer und den  Landeszahnärztekammern überreichte Referentenentwurf zur Novellierung  der Gebührenordnung der Zahnärzte enthält eine Vielzahl semantischer und  juristischer Ungenauigkeiten und Fehler, die für die Berliner Zahnärzte  und ihre Patienten in vielen Punkten nicht von Vorteil sind.  Verordnungen sollten Rechtsklarheit schaffen und nicht neue  Auslegungsprobleme aufwerfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Berlin fordert das  Bundesministerium für Gesundheit auf, diesen mindestens in folgenden  Punkten zu überarbeiten:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. „Zielleistungsprinzip“</strong></p>
<p>Der Satz 4 des § 4 Abs. 2 GOZ 2012 sollte ersatzlos gestrichen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Bemessung der Gebühren</strong></p>
<p>Der Zusatz bezüglich des Zeitaufwandes sollte entweder näher konkretisiert oder aber gestrichen werden. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Auslagenersatz</strong></p>
<p>Da die Regelung für den Patienten keinen wirklich erkennbaren Mehrwert bietet, ist § 9 Absatz 2 dringend zu überarbeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Gebührenverzeichnis</strong></p>
<p>Da zu befürchten ist, dass auf den Köpfen unserer Patienten dadurch  unnötige Prozesse zur Klarstellung geführt werden müssen, sollte der  Verordnungsgeber die Nomenklatur überarbeiten und vereinheitlichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5. Verbrauchsmaterialien</strong></p>
<p>Der Verordnungsgeber sollte auch hier eine einheitliche separate Berechnungsmöglichkeit für alle Verbrauchsmaterialien finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>6. Punktwert</strong></p>
<p>Der Verordnungsgeber sollte eine regelmäßige Anpassung in der Verordnung festschreiben. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vorstand der Zahnärztekammer Berlin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&gt;&gt;===================================================&lt;&lt;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Stellungnahme zum Entwurf einer Verordnung<a name="_GoBack"></a> zur Änderung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) – Referentenentwurf</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Allen Bestrebungen, eine Öffnungsklausel für  Sondervereinbarungen außerhalb der Gebührenordnung einzuführen, muss  weiterhin widerstanden werden. Die Qualität unserer (zahn)ärztlichen  Versorgung lebt zum großen Teil von der Verantwortung des (Zahn-)Arztes  in einem freien Beruf. Die Wahrnehmung dieser Verantwortung ist nicht  unabhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die verlässliche  Basis einer Gebührenordnung ist dafür notwendig. Die Möglichkeit,  Verträge mit Kostenträgern zu schließen, die von der GOZ unabhängig  sind, kann nur dazu führen, dass diese Basis unterminiert wird.  Vereinbarungen, die nicht unter die „Grundlinie GOZ“ gehen, sind ja  jederzeit möglich. Ärztliche Verantwortung sollte nicht in Konflikt mit  der Marktmacht von Kostenträgern gebracht werden oder gar dort ihre  Grenze finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es muss eine Klausel zur Anpassung der Honorare an die  wirtschaftliche Entwicklung des Landes und die Inflationsrate in die  Regelung eingefügt werden. Die jetzt in dem Entwurf enthaltene teilweise  Anhebung der Honorare gegenüber der GOZ 88 entspricht nicht der  wirtschaftlichen und fachlichen Entwicklung und der in dieser Zeit  abgelaufenen Inflation. Wenn es schon nicht möglich sein sollte, mit der  neuen Gebührenordnung eine wirkliche Kompensation für die schleichenden  Verluste seit 1988 zu erreichen, so sollte für die Zukunft eine  Inflationsklausel in die Verordnung eingefügt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>3.&nbsp;&nbsp; Der vorgelegte Entwurf enthält keine Erweiterung der  Honorarpositionen für Beratung, Diagnostik und Therapieplanung gegenüber  der GOZ 88. Diese gedanklichen und kommunikativen Leistungen sind die  Grundlage verantwortungsvollen (zahn)ärztlichen Handelns. In dem Maße,  wie sich das Verständnis von zahnärztlicher Therapie in Richtung auf  medizinische Komplexität und weg vom Handwerk entwickelt, werden diese  „Grundleistungen“ immer bedeutender. Sie sollten deshalb besser bewertet  und in einer erweiterten Leistungsbeschreibung mit eventuell neuen  Positionen abgebildet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dr. Peter Nachtweh</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&gt;&gt;===================================================&lt;&lt;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Delegierten der ZÄK Berlin fordern den Verordnungsgeber auf,  bei der anstehenden Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)  den nachgewiesenen Anstieg der Praxiskosten als auch den  Kaufkraftverlust seit 1988 vollständig bei der Festsetzung des  Honorarpunktwertes zu berücksichtigen. </strong></p>
<p><strong>[Mündliche Begründung:</strong><strong>] </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im § 15 des Zahnheilkundegesetzes hat der Gesetzgeber festgelegt: </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit  Zustimmung des Bundesrates die Entgelte für zahnärztliche Tätigkeit in  einer Gebührenordnung zu regeln. In dieser Gebührenordnung sind Mindest-  und Höchstsätze für die zahnärztlichen Leistungen festzusetzen. Dabei  ist den berechtigten Interessen der Zahnärzte und der zur Zahlung der  Entgelte Verpflichteten Rechnung zu tragen.&quot; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zusätzlich hat sich die regierende Koalition in ihrem  Koalitionsvertrag die Aufgabe gesetzt, „die Gebührenordnung für  Zahnärzte (GOZ) an den aktuellen Stand der Wissenschaft anzupassen und  dabei Kostenentwicklungen zu berücksichtigen.&quot;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ausgangspunkt für die Anpassung an die Kostenentwicklung ist § 5 Abs.  1 Satz 3 der GOZ, mit dem der Punktwert zum 1. Januar 1988 auf 11  Deutsche Pfennige bzw. heute 5,62421 Cent festgesetzt wurde. In der  Begründung zur GOZ wird hierzu festgehalten: </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„dem Punktwert [kommt] ... die Funktion zu, den Wert der Punktzahlen  im Preisgefüge anderer Dienstleistungen zu bestimmen&quot; ... „der Punktwert  wird anhand der wirtschaftlichen Entwicklung von Zeit zu Zeit überprüft  und je nach Datenlage eventuell nach oben oder unten angepasst werden  müssen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Allen diesen Anforderungen wird der Entwurf zur GOZ-Novelle nicht  gerecht. Das Beharren auf einem Punktwert, der seit 1988 unverändert  gültig ist, berücksichtigt weder die gesetzliche Forderung, „den  berechtigten Interessen der Zahnärzte [...] Rechnung zu tragen&quot;, noch  wird sie den seitdem gestiegenen Haushaltseinkommen „der zur Zahlung der  Entgelte Verpflichteten&quot; gerecht. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So hat sich beispielsweise das verfügbare Einkommen aller  Privathaushalte allein zwischen 1991 und 2005 um 32 %, das der vor allem  zur Zahlung verpflichteten Selbständigen im gleichen Zeitraum um 40 %,  das der Beamten um 36 % erhöht. </p>
<p>Dies bei der GOZ-Novelle nicht zu berücksichtigen, entspricht nicht  dem vom Gesetzgeber an die Bundesregierung erteilten Auftrag. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>ZA Bertram Steiner</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 18:57:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title> Leitartikel MBZ Ausgabe Juni 2011</title>
			<link>http://www.zaek-berlin.de/presse/pressearchiv/presse-detail/article//leitartikel-31.html</link>
			<description>Unsere Delegiertenversammlung …

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

schon seit geraumer Zeit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine wiederholten Appelle, auch die des Vizepräsidenten Michael Dreyer, die Sacharbeit über „Parteigrenzen&quot; hinweg in den Vordergrund zu stellen, und sich nicht in gegenseitigen Vorwürfen die Arbeit schwer zu machen, scheinen endlich Früchte getragen zu haben. Die (früher undenkbare) einstimmige Verabschiedung der Protokolle der letzten Delegiertenversammlungen sind dafür ein gutes Beispiel. Die gewählten Delegierten aller Verbände haben, so ist es jedenfalls mein Eindruck, mittlerweile verstanden, dass wir „in einem Boot&quot; sitzen und den politischen Herausforderungen seitens des Gesetz- und Verordnungsgebers nur in gemeinsamem Handeln und in Geschlossenheit entgegentreten können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Vorstand der Zahnärztekammer Berlin hatte zur letzten Delegiertenversammlung am 19. Mai eine Resolution eingebracht, welche sich kritisch mit dem Referentenentwurf der neuen GOZ auseinandersetzt und dabei bestimmte, für den Berufsstand inakzeptable&nbsp; Regularien im Paragraphenteil in den Fokus stellte. Im Laufe der intensiven und sachlich geführten Diskussionen wurden von den Kollegen Peter Nachtweh und Bertram Steiner ergänzende Resolutionen eingebracht, die sich sowohl mit den fachlichen Auswirkungen auf unsere Patienten als auch den finanziellen Aspekten für die Kollegenschaft befassen. Alle drei Resolutionen wurden schließlich gemeinsam abgestimmt, und zwar einstimmig. Ein starkes politisches Signal! Lesen Sie mehr darüber auf den Innenseiten dieser Ausgabe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Obwohl der berechtigte Widerstand des Berufsstandes gegen den GOZ-Referentenentwurf quer durch alle deutschen zahnärztlichen Berufsverbände geht und die beiden großen Körperschaften KZBV und BZÄK in engem Schulterschluss bis zur letzten Minute darum bemüht sind, aus Sicht der Zahnärzteschaft zwingend erforderliche Änderungen doch noch einzubringen, ist aus meiner Sicht dringend weiterer Aufklärungsbedarf vorhanden. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein deutlicher Beleg dafür sind vereinzelte Stimmen, leider auch aus der Delegiertenversammlung der Berliner Zahnärztekammer Berlin heraus, die immer noch der Auffassung sind, der alte Referentenentwurf&nbsp; von Ulla Schmidt, der nicht zuletzt wegen des geschlossenen Widerstandes der Zahnärzteschaft glücklicherweise wieder in der Schublade verschwand, sei mit den damals „versprochenen&quot; 10 Prozent plus besser gewesen als der jetzige GOZ-Entwurf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jeder, der sich damals kritisch mit dem alten Entwurf auseinander gesetzt hat, hat indes schnell erkennen können, dass es sich um eine „Mogelpackung&quot; handelte, die uns Zahnärzten und Zahnärztinnen unter dem Strich eher ein Minus gebracht hätte! </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um nicht missverstanden zu werden: Das jetzige, aus Sicht des Verordnungsgebers „angemessene&quot; Angebot einer realen Anhebung von 6 Prozent ist&nbsp; in dieser Form nicht akzeptabel und trägt weder den finanziellen noch den fachlichen Entwicklungen der ZahnMedizin Rechnung! Nach meinem Kenntnisstand ist aber in den „Verhandlungen&quot; noch Bewegung, und letztlich müssen wir alle abwarten, in welcher endgültigen Form (und ob überhaupt) der neue Referentenentwurf vom Bundesrat verabschiedet wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Vorstand der Zahnärztekammer Berlin ist mit dem Kollegen Helmut Kesler in den Gremien der Bundeszahnärztekammer, die sich mit dem GOZ-Referentenentwurf befassen, gut vertreten. Wir wollen und werden gemeinsam auf Bundesebene und in Berlin alles dafür Notwendige tun, um eine neue Gebührenordnung zu erhalten, mit der wir zumindest besser leben können als mit der alten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>auf der kommenden Delegiertenversammlung der Berliner Zahnärztekammer steht unter anderem die Erörterung der möglichen Einführung eines „Fachzahnarztes für allgemeine Zahnheilkunde&quot;, so wie es diesen bereits in zwei Bundesländern gibt, auf der Tagesordnung. Ohne dem Ergebnis dieser Diskussionen vorgreifen zu wollen, sind dazu ganz sicher intensive Aussprachen zu erwarten. Sollte ich Ihr Interesse für die Arbeit der Berliner Delegiertenversammlung geweckt haben, würde ich mich freuen, Sie auf dieser nächsten (für alle Mitglieder der Zahnärztekammer Berlin öffentlichen) DV am 22. September begrüßen zu können. Machen Sie sich doch selbst ein Bild von den spannenden, teilweise kontroversen Diskussionen und den im Ergebnis gefassten Beschlüssen! Und vergessen Sie nicht: Demokratie im Grundsätzlichen, insbesondere aber unsere berufsständische Selbstverwaltung, lebt von der aktiven Mitwirkung aller Betroffenen an den Willensbildungsprozessen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich grüße Sie wie immer herzlich,</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ihr</p>
<p>Dr. Wolfgang Schmiedel<strong></strong></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Array</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 08:46:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
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