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Lernen und Erleben: Zahnärztekammer vertieft Projekt „Sport und Zähne“

Der von Dr. Helmut Kesler, Vorstandsmitglied der ZÄK Berlin und Projektleiter „Sport + Zähne“, initiierte Baseball-„Käfig“ mit „Karieskeule“ und „Kariesbakterien“ war ein enorm attraktives Highlight beim Sportfest im Olympiapark/Berlin

Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin / 23. September 2013

Die zeitliche Nähe beider Veranstaltungen war ein willkommener Zufall. Nur wenige Tage nach dem Fortbildungsabend der Berliner Zahnärztekammer für Übungsleiter des Landessportbundes Berlin stand erneut das Thema „Sport und Zähne“ im Mittelpunkt: Mit viel Spiel und Spaß waren am 31. August das Mundgesundheitsteam und die Besucher beim Sportfest im Olympiapark bei der Sache. „Beide Veranstaltungen sind wichtig, wenn wir die Aufmerksamkeit von Sportlern und Trainern auf eine vermehrte Berücksichtigung von Mundgesundheitsaspekten lenken wollen“, sagt Projektleiter Dr. Helmut Kesler, der im Landessportbund selbst aktiv ist. „Um die Kinder und älteren Sportler zu erreichen, müssen wir das Verständnis für Zusammenhänge bei den Übungsleitern wecken. Die Kinder und Jugendlichen ihrerseits sollen spielerisch und sportlich Zahngesundheit im Kontext von Sport und Spiel erleben. Das hat hervorragend geklappt, und wir sind mit unserem Konzept, die beiden Bereiche zu vernetzen, wieder einen großen Schritt weitergekommen.“
 
Fortbildung für Übungsleiter
Im Haus des Landssportbundes kamen am 27. August Übungsleiter aus den verschiedensten Sportarten – bis hin zu Tanzen – zusammen, um sich von Prof. Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann und Dr. Helmut Kesler in die Thematik einführen zu lassen. Die sehr interessierten Kursteilnehmer erfuhren Grundsätzliches zu Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen und die Zusammenhänge mit Allgemeinerkrankungen. Dazu wurden jeweils sportspezifische Aspekte herausgegriffen. „Ein Sportler mit Zahnschmerzen ist gebremst in seiner Leistung und in seiner Konzentration“. Auch auf das Thema „Sportlergetränke“, auf Glukose, Säuren, Karies und Erosionen ging Dr. Kesler praxisnah ein und ermahnte dazu, nicht pausenlos an einem Getränk zu „nuckeln“. Zum Naschen zwischendurch empfahl er zahnfreundliche Süßwaren und für den Flüssigkeits-Ausgleich nach hohem Energieverbrauch spezielle Rezepte mit Eiweiß, Natrium und zuckereduzierten Säften. Insbesondere die Buttermilch-Cocktails fanden großes Interesse.
 
Beim Thema „Zahnrettungsbox“ kamen auch strukturelle Probleme zur Sprache: So sind für die Übungsleiter bei nachmittäglicher Nutzung der Sportanlagen die von den Schulen vorgehaltenen Rettungsboxen oft nicht zugänglich. Über die Aufgaben und verschiedenen Qualitäten von Sportmundschutz informierte Professor Jost-Brinkmann. Er machten den Übungsleitern eindringlich deutlich, wie wenig konfektionierter Sportmundschutz aushält und verwies auf die Empfehlung der Stiftung Warentest, sich für einen individuellen Mundschutz aus Zahnarztpraxis und Labor zu entscheiden. Dieser sei keineswegs, wie Unkundige vermuten könnten, eine Belastung: Studien hätten gezeigt, dass korrekt angepasster Sportmundschutz sogar zur Leistungssteigerung führe. Mit dem Ergebnis einer anderen Umfrage motivierte er die Teilnehmer aus dem Kreis der Übungsleiter, sich intensiv sachkundig zu machen: Demnach sagten Sportler aus, die Trainer seien diejenigen, die am meisten von Sportmundschutz verstünden. Sie sollten dann auf individuellen Schutz und nicht auf riskante Billig-Versionen verweisen. Sowohl Dr. Kesler als auch Prof. Jost-Brinkman boten an, bei Vereins-Versammlungen allen Mitgliedern mit einem Vortrag zur Verfügung zu stehen.
 
Sportfest: Baseballschläger gegen Zahnbakterien
Beim Sportfest im Olympiapark am darauffolgenden Samstag wurde es dann praktisch: Von Anfang an dicht umlagert war ein Baseball-Käfig, der durch eine Kooperation von Zahnärztekammer Berlin, LAG Berlin und dem Depot Gerl-Dental künftig bei Publikumsveranstaltungen eingesetzt werden kann. Spielerisch wehren hier Kinder mit der „Karieskeule“ (Baseballschläger) „Kariesbakterien“ (Bälle) von der Zahnreihe an der Käfig-Rückwand ab und kämpfen so für gesunde Zähne. Bei hoher Erfolgsquote gab es zur Belohnung ein Tütchen zuckerfreie Süßwaren, Zahnpasta und ein Cappy mit dem Zahnmännchen, das die Aktion zahnfreundlich beigesteuert hatte. Daneben informierte die Zahntechniker-Innung über die Herstellung von Sportmundschutz und zeigte an einer Tiefziehfolie, wie eine dünne einfache Version hergestellt wird. Die bunten Ergebnisse durften die Kinder mitnehmen. Schon am Stand kam es zu vielen interessierten Gesprächen. Die Baseball-Aktion gleich nebenan machte den Zusammenhang mit Sport und Spiel nachvollziehbar – „echte“ Baseball-Spiele gehören zu den Sportarten mit erhöhtem Zahntrauma-Risiko. Zusammen mit der LAG Berlin, die von zahngesunder Ernährung über  richtige Mundhygiene und viele andere wichtige Facetten der Mundgesundheitsförderung aufklärte, und den anderen Partnern aus den verschiedenen Bereichen der Zahngesundheit war die Aktion „Sport und Zähne“ der Zahnärztekammer beim Sportfest im Olympiapark für Tausende Besucher und die Veranstalter selbst ein voller Erfolg.