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Zahnärztekammer Berlin: Diebe stehlen Altgoldsammlung in Zahnarztpraxen – mit Folgen für soziale Projekte

Zahnärztekammer Berlin: Diebe stehlen Altgoldsammlung in Zahnarztpraxen – mit Folgen für soziale Projekte

Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 30. August 2005

Hinsichtlich einer Serie von Einbrüchen in Zahnarztpraxen wird mittlerweile auch krimininalpolizeilich ermittelt: Im Zentrum des Interesses der Diebe stehen Altgoldsammlungen, die in den Zahnarztpraxen u.a. für das „Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete“ zusammengetragen werden. Die Betrüger melden sich zuerst telefonisch, täuschen Vorabgespräche mit anderen Praxismitarbeitern vor, kurz darauf erscheint ein korpulenter, glatzköpfiger Mann und fordert in aggressiver Art die Herausgabe des Altgoldes ein (geschädigte Praxen sind gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden).
Die Altgoldsammlungen in den Praxen haben im Einzelnen keinen sonderlich hohen Wert – anders als viele Menschen meinen, kann man eine alte Füllung nicht einfach neu einschmelzen und zu einer neuen Füllung verarbeiten, auch die Weiterverarbeitung zu Schmuck ist erst nach aufwändiger Bearbeitung in einer Scheideanstalt möglich, bei der Kleinmengen keine Relevanz haben. Wertvoll ist die Altgoldsammlung aber insgesamt, denn was in vielen Praxen zusammenkommt, reicht aus, um in Notgebieten dieser Erde notwendige Hilfe anbieten zu können. In den letzten Monaten konnte nicht zuletzt durch Altgoldspenden der Zahnärzte und ihrer Patienten der Bau von 50 Häusern und von Fischerei-Schiffen in der Tsunami-Region realisiert werden. Jährlich stellt das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte rund 1 Million Euro für Hilfsprojekte in Indien, Kambodscha, Peru, Kenia und vielen weiteren Regionen der Erde zur Verfügung – zusammengetragen durch Sponsorbeiträge und eben auch die Altgoldspenden in Deutschland.

„Vielleicht meinen die Betrüger ja, sie schädigen die Zahnärzte“, sagt Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin, „dem ist aber nicht so. Den eigentlichen Schaden haben die wirklich Allerärmsten auf unserem gemeinsamen Erdball, denn deren Gesundheit kann schon durch den Gegenwert einer gespendeten Goldfüllung erheblich erleichtert werden. Wir nutzen diese Gelegenheit deshalb auch, um auf diese traditionsreiche Aktion in den Zahnarztpraxen aufmerksam zu machen. Die Patienten müssen wissen, worum es geht, wenn ihr Zahnarzt sie um die Spende des Altgoldes bittet.“

Infos: Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete
www.hilfswerk-z.de

Kontakt: Pressestelle der Berliner Zahnärztekammer, Birgit Dohlus,
T: 030 / 3082 4682, Mail: info@zahndienst.de