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Eröffnung des Philipp-Pfaff-Institutes am neuen Standort

Pressestelle der Berliner Zahnärzte vom 2. November 2002

„Synergien für Fortbildung und wissenschaftliches Arbeiten“
Von allen hochrangigen Referenten aus Wissenschaft und Praxis wurde der Umzug des Philipp-Pfaff-Institutes an seinen neuen Standort unter dem Dach der FU-Zahnklinik außerordentlich begrüßt, betont wurde immer wieder der synergetische Effekt von Ausbildung, Fortbildung und wissenschaftlichem Arbeiten Seite an Seite. „Wir sind sehr glücklich, dass die Zahnklinik nach den politischen Diskussionen nun als solche erhalten bleibt“, sagte Dr. Susanne Fath, Leiterin des Fortbildungsinstitutes der Zahnärztekammern Berlin und Land Brandenburg, in ihrer Begrüßung der zahlreichen Teilnehmer aus Wissenschaft, Bundeszahnärztekammer und Landeszahnärztekammern, „wir erleben eine spannende Phase und fühlen uns im neuen Haus bereits sehr wohl!“ Berlins Kammerpräsident Dr. Christian Bolstorff gratulierte zum erfolgreich bewältigten Umzug mit den Worten „Hier stimmt es wirklich: Es wächst zusammen, was zusammen gehört – die Wissenschaft und die Praxis!“ Bedauerlich sei, dass die Gesundheitspolitik mit den budgetierten Leistungen eine moderne Zahnheilkunde in der Praxis kaum mehr ermögliche, insofern sei es nicht wirklich ein Wunder, dass das zahnärztliche Interesse an Fortbildung spürbar nachgelassen habe. Dr. Eberhard Steglich, Vizepräsident der Zahnärztekammer Land Brandenburg, erinnerte an den Zusammenschluss der beiden Bundesländer in der Führung eines gemeinsamen Fortbildungsinstitutes: „Wir sind der politischen Länderfusion einen Schritt voraus!“ Fortbildung dürfe nicht als Verpflichtung verstanden werden, sondern sei ein Privileg, das sich aus dem ärztlichen Beruf ergebe.
Grußworte überbrachte auch der Prodekan des Universitätsklinikums Benjamin Franklin (UKBF), Prof. Tauber. Neben den Synergien für Fortbildung und wissenschaftliches Arbeiten sehe er solche auch im Bereich der Weiterbildung, die Hochschulforschung könne auf diese Weise auf dem schnellsten Weg in die Praxis getragen werden. Diese wiederum könne ebenso rasch Rückmeldungen liefern, die als kritisches Regulativ der Forschung eine hohe Wichtigkeit hätten. Der Einzug des „Pfaff“, wie das Institut in Berlin kurz heißt, habe die uneingeschränkte Unterstützung durch Fakultät und Lehrkörper. Diese Unterstützung betonte auch Prof. Dr. Bodo Hoffmeister als Repräsentant der Zahnklinik: Er sähe eine fruchtbringende Zusammenarbeit für beide Seiten, würde aber nicht sagen wollen, das Pfaff sei gut aufgenommen worden: „Das ist der falsche Begriff. Wir wollen sogar gerne mit Ihnen zusammen den Weg gehen, dieses Haus zu erhalten und mit Leben zu füllen. Wie selten in Deutschland ist hier die Kammerfortbildung und die Ausbildung unserer jungen Leute vereint - die Studenten sollen ja auch mal einen richtigen Zahnarzt auf ihrem Flur sehen!“ Es herrsche eindeutig Freude bei Studenten und beim Lehrkörper: „Sie können auf gute Zusammenarbeit mit unserem Haus zählen!“

Glänzender Fachvortrag als Highlight der Eröffnungsfeier:
Dem Standort und der Aufgabenstellung des Philipp-Pfaff-Institutes gemäß krönte die Eröffnungsfeier ein hochrangiger wissenschaftlicher Vortrag. Susanne Busch vom Max-Planck-Institut Dresden berichtete über den Stand ihrer Forschung zur Regeneration von Zarthartsubstanz und führte einen preisgekrönten Film vor, der unter REM eine wachsende kristalline Entwicklung von Fluorapatit vom Hexagon zu einer Kugel zeigte. Es habe sich in ihren Studien gezeigt, dass eine sehr langsame Regeneration von verlorener Zahnhartsubstanz möglich ist durch randspaltfreies Anwachsen einer Fluorapatitschicht. Der Durchmesser der Kristalline sei dem der natürlichen Schmelzkristalle sehr ähnlich. Nachwachsender Zahnschmelz sei seit Jahren ihre Vision – und die Realisierung sei näher gerückt. Erreicht werden könne das Ziel nach Freilegung der Kavität durch wiederholtes Auftragen eines speziellen Phosphatgels, regelmäßiger Mundspülung mit neutraler Kalziumlösung, und einem Kappenschutz. Dr. Bolstorff bedankte sich im Namen aller Veranstaltungsteilnehmer für den hohen Genuss, mit dem er den exzellenten wissenschaftlichen Beitrag verfolgen durfte – und zeigte sich erleichtert, „dass ich als Zahnarzt in der Zukunft doch noch einen aktiven Part behalte.“