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Ab 2004 nur noch 1 x jährlich Zahnstein-Entfernung möglich

Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 9. Oktober 200

Mit Sorge und als kontraproduktiv für die Präventionsbemühungen der Zahnärzte sieht der Präsident der Zahnärztekammer Berlin, Dr. Christian Bolstorff, die ab 1.1.2004 geltende neue Regelung, dass Zahnsteinentfernung nur noch einmal jährlich von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. „Bisher war es möglich, bei Bedarf auch mehrfach im Jahr die Zähne von Zahnstein zu befreien, der Ausgangspunkt vieler Schäden an Zähnen und Zahnfleisch ist“, so der Kammerpräsident, „wir konnten somit dazu beitragen, dass dieser Risikofaktor klein gehalten wurde. Jetzt müssen die Patienten selbst dafür Sorge tragen, dass sich kein Zahnstein entwickelt, oder aber das Angebot der professionellen Zahnreinigung auf eigene Kosten mehr als bisher nutzen.“ Zahnstein entsteht aus nicht entferntem weichem Zahnbelag, in den sich Kalziumkristalle aus dem Speichel einlagern und ihn mit der Zeit verhärten. Derartige, mit der Zahnbürste nicht mehr entfernbare harte Beläge sind Lebensraum einer Überzahl von für die Zahn- und Mundgesundheit schädlichen Bakterienkolonien. „Wir haben in Berlin eine sehr hohe Dichte an Zahnarztpraxen, zu deren Schwerpunkt die Prophylaxe und damit auch die Schulung der Patienten zu richtiger Mundpflege gehört“, so Dr. Bolstorff, „wir können nur dazu raten, diese Hinweise auch anzunehmen und sich mehr denn je selbst um wirklich sorgfältige Mundhygiene zu kümmern. Stiefkind auch im sonst so aufgeklärten Berlin ist nach wie vor der Umgang mit Zahnseide, wie unsere Erfahrungen zeigen. Dabei ist die Reinigung der Zahnzwischenräume nicht weniger wichtig als die der Außen- und Kauflächen. Bei den eigenen Schuhen putzt man ja auch an den Seiten!“

Über die Möglichkeiten der häuslichen Zahnpflege hinaus geht die professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis, bei der auch Beläge am Zahnfleischrand und äußerliche Verfärbungen auf den Zähnen schonend entfernt werden: „Diese Angebote werden in Berlin zunehmend genutzt, die Zufriedenheit mit den nicht nur glänzend polierten, sondern auch rundum professionell gereinigten Mundbereichen möchten immer weniger Berliner missen, was wir mit Blick auf die wachsende Mundgesundheit nur begrüßen können.“ Es sei aber nötig, dass sich nicht nur der noch zu kleine Kreis an ‚Prophylaxe-Fans’ für ein Plus an Mundhygiene engagiert, sondern dass alle sorgfältiger putzen, vor allem wenn die regelmäßige Zahnsteinentfernung nicht mehr Kassenleistung ist. Dabei gehe es nicht nur darum, die Kosten für notwendigen Zahnersatz so weit wie möglich nach hinten zu schieben, sondern auch um den möglichst langen Erhalt der eigenen Zähne.: „Nichts ist so natürlich wie der eigene Zahn – alles andere ist nur Ersatz. Die Mundgesundheit und das Risiko, die eigenen Zähne zu verlieren, ist leider gerade dort am schlechtesten, wo es auch die Lebensumstände sind – für alle, die kostenlos Beratung haben wollen, was sie für notwendige Mundpflege selbst tun können, steht daher auch die Patientenberatungsstelle im Zahnärztehaus zur Verfügung.“ Patienten sollten sich mit ihren Fragen an ihren behandelnden Zahnarzt wenden oder an die Patientenberatungsstelle, Terminabsprachen unter: 89004-444.