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Weltweit und vor der eigenen Tür: Deutsche Zahnärzte engagieren sich grenzenlos

Ein starker Motor für die Kooperation der verschiedenen Hilfswerke, Initiator und Moderator der entsprechenden Koordinierungskonferenzen: Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin und Vorstandsreferent der Bundeszahnärztekammer für Soziale Aufgaben/Hilfsorganisationen

Im Rahmen der IDS kam eine ausgesprochen eindrucksvoll große Gruppe von Repräsentanten der verschiedensten zahnärztlichen Hilfsorganisationen zusammen - dennoch waren sie nur ein Ausschnitt dessen, was in diesem Berufsstand geleistet wird

Viel Mut, dass die Arbeit der Hilfsorganisationen fortgesetzt wird, machten die Repräsentanten von Jungszahnärzte- und Zahnmedizinstudenten-Organisationen - hier berichtete vor allem ZÄ Juliane Gnoth, Young Dentists Worldwide/YDW und auch Mitglied des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin, über die vielfältigen Aktivitäten der jungen Kolleginnen und Kollegen und die sich bietenden Möglichkeiten der Kooperation

Als ein Beispiel von vielen stellte der Berliner Zahnarzt Ingmar Voges das Projekt FIXpunkt vor, das u.a. vom Berliner Hilfswerk Zahnmedizin unterstützt wird

Pressemitteilung der Bundeszahnärztekammer / Koordinierungskonferenz der zahnärztlichen Hilfsorganisationen im Rahmen der IDS

Berlin, 28. März 2011 – Im Rahmen der Internationalen Dentalschau in Köln lud die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) am Freitag, dem 25. März 2011, zu einer Koordinierungskonferenz der zahnärztlichen Hilfsorganisationen ein. „Die deutschen Zahnärzte sind ehrenamtlich enorm aktiv. Derzeit gibt es weit über 40 Organisationen mit unzähligen Hilfsmaßnahmen“, erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel. „Die BZÄK lädt daher alle zwei Jahre Vertreter zahnärztlicher Projekte und Initiativen ein, sich untereinander auszutauschen. So können sich die Arbeitsgruppen gegenseitig unterstützen und durch das Netzwerken ihre Projekte schneller voranbringen“, so Engel weiter.
 
Die Konferenz zeigte, in wie vielfältiger Weise sich Zahnmediziner für die Unterstützung Hilfebedürftiger engagieren. Etliche Hilfsprojekte verpflichten sich humanitär vor Ort, sei es in Deutschland, in Katastrophengebieten oder in den ärmsten Ländern der Welt. Unterstützt werden etwa notleidende Kinder aus Armutsvierteln in Südamerika, Lepra-Kranke in Nepal, Aids-Waisen aus Afrika oder ganz aktuell vom Tsunami betroffene Kinder in Japan. In Gebieten mit politischen Spannungen oder sozialen Verwerfungen ist der Einsatz oft nicht ungefährlich, das Ehrenamt häufig mit großem persönlichem Einsatz verbunden. So waren es Zahnärzte aus Deutschland, die nach dem verheerenden Tsunami in Asien maßgeblich bei der Identifizierung der vielen Todesopfer halfen: über den Zahnstatus konnten die Opfer identifiziert werden.
 
Auch der Bevölkerung in den Krisen- und Notgebieten helfen Zahnärzte mit medizinischer und zahnärztlicher Versorgung, Medikamenten-Lieferungen oder der Einrichtung von Kliniken. Aber auch Projekte wie der Bau von Sozialstationen, Bildungseinrichtungen oder Kinderheimen werden finanziell gefördert. Das Spektrum der Maßnahmen ist breit. Viele Zahnärzte engagieren sich zudem direkt vor Ort und versorgen beispielsweise nach Feierabend Menschen, die ihren Weg allein nicht zum Zahnarzt finden würden. So gibt es ehrenamtliche Arbeit im "Zahnmobil" für Drogenabhängige oder Obdachlose, Untersuchung und Versorgung von immobilen Älteren und Pflegebedürftigen oder Menschen mit Behinderungen - und etliche weitere freiwillige Aktivitäten der Zahnärzteschaft.
 
„Die Aktivitäten der Kollegen sind global - und hilfreich für viele Menschen. Da das humanitäre Engagement der Zahnärzteschaft leider immer noch zu wenig bemerkt wird, bietet die BZÄK gerne eine Plattform, auf der sich die Projekte vernetzen können und so die öffentliche Wahrnehmung des zahnärztlichen Engagements erhöht wird“, verdeutlicht BZÄK-Präsident Engel.
 
Informationen zu den zahnärztlichen Hilfsorganisationen finden Sie unter:
www.bzaek.de/wir-ueber-uns/soziale-verantwortung.html