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Mitgliederversammlung Berliner Hilfswerk Zahnmedizin: Land Berlin mit immer weniger Engagement in der Daseinsfürsorge

Auch bei der Mitgliederversammlung zeigte sich die wachsende Mitgliederzahl und das gestiegene Interesse - der Sitzungsraum der Kammer wurde fast zu eng.

Großer Dank der Mitgliederversammlung galt Frau Fabiunke und Herrn Dr. Schmidt-Rogge (Pfaff-Institut) für die perfekte Organisation des Gruppenprophylaxeprojektes unter Leitung von Frau Dr. Kaschke

Frau Leicht und Herr Voges vom Fixpunkt-Projekt suchen Unterstützung bei der Beratung und Notbehandlung von Drogenabhängigen

Bericht über die Mitgliederversammlung des Berliner Hilfswerks Zahnmedizin am 24. Februar 2010

Bei dem Blick zurück auf die Arbeit des Vorstandes des Berliner Hilfswerks Zahnmedizin e.V. berichtete der Vorsitzende, Dr. Wolfgang Schmiedel, der Mitgliederversammlung über die erfolgreiche Arbeit des zurückliegenden Jahres, aber auch über einige noch offene Punkte. Zu den erfreulichsten Aktivitäten gehörte beispielsweise die Koordinierungskonferenz der deutschen zahnärztlichen Hilfswerke bei der Bundeszahnärztekammer – hier dankte Dr. Schmiedel ausdrücklich der BZÄK für die Unterstützung und auch das Webangebot für die Hilfswerke, sich selbst vorzustellen und eventuell Kooperationen zu schließen. Interessant sei es zudem gewesen, bei der Konferenz auch von weiteren zahnärztlichen Hilfsprojekten in Berlin zu erfahren, hier hatte es  im Vorfeld keine Kontakte gegeben.

 

Gegen die Anregung, die verschiedenen Engagements eventuell zusammenzuführen, spreche möglicherweise, dass die Zielprojekte der Kollegen mit den in der Satzung des Berliner Hilfswerks Zahnmedizin niedergelegten Aufgaben häufig nicht überein stimmten. Vielfältige Gespräche mit sozialen Organisationen und Einrichtungen der Senatsverwaltung seien zumindest in der Anfangsphase von vereinzelten Missverständnissen im Bereich von Zuständigkeit und Kostenträgerschaft geprägt gewesen, die aber geklärt und ausgeräumt werden konnten. Als schwierig erweise sich die Weiterfinanzierung des Projektes Gruppenprophylaxe für Erwachsene mit schweren Behinderungen in Heimen – hier erging ein ausdrücklicher Dank der Mitglieder insbesondere an Frau Dr. Kaschke, Frau Prestin und Herrn Füthing, die das Projekt mit viel Kraft führen und mit Leben füllen. Die Senatsverwaltung habe sich noch nicht entschieden, ob sie die finanzielle Unterstützung des Projektes für ein weiteres Jahr übernehmen werde. Wie sich in der Folge der Mitgliederversammlung zeigte, erging leider im Moment ein abschlägiger Bescheid. Ein ausdrücklicher Dank ging auch an Frau Fabiunke und Herrn Dr. Schmidt-Rogge vom Pfaff, die das Projekt perfekt organisatorisch betreuten.

 

Bewilligt wurde der seitens Frau Leicht und Herrn Zahnarzt Voges eingebrachte Antrag auf Mittel für die Umstrukturierung des Fixpunkt-Angebotes für drogenabhängige Patienten. Hier gab es Probleme mit einer mobilen Behandlungseinheit und Überlegungen zu einer Verlagerung des Beratungs- und Notbehandlungsdienstes, da der bisherige Standpunkt am „Kotti“ zunehmend aufgrund von erhöhter Polizeipräsenz und Bewohner-Aktionen von der Zielgruppe gemieden werde. Die Mitgliederversammlung diskutierte vielfältige Möglichkeiten zur Optimierung des Fixpunkt-Angebotes, welches unter gestrichenen Positionen des Landes Berlin leidet, und stellte für die als vorrangig bezeichneten Finanzierungen entsprechende Mittel zur Verfügung. Das Fixpunkt-Team sucht, siehe unten, derzeit auch weitere Zahnärzte und ZFA´s zur Unterstützung der Arbeit, da sich zwei der Zahnärzte im Team inzwischen niedergelassen hätten, hier seien auch die ZFAs mitgegangen. Auch das kooperierend Zahntechnik-Labor habe ich derzeit zurückgezogen, so dass das zahnärztliche Fixpunkt-Angebot derzeit zu einer Pause gezwungen sei. Die Mitgliederversammlung diskutierte ausführlich eine möglicherweise weitergehende Nutzung des Kleinbusses mit der mobilen Zahnstation, da der Bus nicht jeden Tag im Einsatz sei – hier wurden viele Anregungen aufgenommen, um sie auf Realisierbarkeit zu prüfen. Dass für bestimmte Bevölkerungskreise eine aufsuchende Zahngesundheitsberatung mit eventueller Möglichkeit der Notversorgung eine sinnvolle Maßnahme ist, wurde seitens der Mitglieder bestätigt.

Dabei äußerte die Mitgliederversammlung ihr Befremden und ihre Entrüstung darüber, dass sich der Staat auch hier aus seiner Daseinsfürsorge zurückziehe und engagierte Bürger schlicht hängen lasse.

 

Mitarbeit gesucht:

* Das Gruppenprophylaxe-Projekt (Leitung: Dr. Kaschke) sucht 2 – 3 neue Teams, welche die Arbeit von jüngst ausgeschiedenen Teams aufnehmen und fortsetzen.

* Das Projekt Fixpunkt (Leitung: Frau Leicht, ZA Voges) sucht sowohl Zahnärztinnen/Zahnärzte als auch Unterstützung aus dem Bereich der ZFAs.