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Leitartikel MBZ von Dr. Wolfgang Schmiedel "Einigkeit und Recht und Freiheit..."

MBZ-Heft 6/2004

Einigkeit und Recht und Freiheit...
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 29. April erfolgte im Rahmen der Delegiertenversammlung meine Wahl zum Präsidenten der Zahnärztekammer Berlin. Diese war nach dem überraschenden und von einer Mehrheit der Berliner Zahnärzte bedauerten Rücktritt von Dr. Christian Bolstorff notwendig geworden. Ich verbinde mit der Übernahme dieses Amtes die große Hoffnung, dass es zukünftig, wenigstens in Berlin, gelingen möge, die in vielen berufpolitischen Fragen unterschiedlichen Auffassungen der verschiedenen zahnärztlichen Interessenvertretungen zu bündeln und gemeinsam für unsere Rechte einzutreten. Es ist mir bewusst, dass dies nur in enger, freundschaftlicher und kollegialer Zusammenarbeit mit der KZV Berlin umzusetzen sein wird. Die gemeinsame Sache, unser gemeinsames Ziel, nämlich das Wohlergehen unserer Patienten und unserer Kollegen, muss dabei die Richtschnur allen Denkens und Handelns sein. Einigkeit und Geschlossenheit sind deshalb oberstes Gebot der Stunde!

Ich werde gemeinsam mit allen Kollegen, die mir zur Seite gestellt sind, mit meinem Vorstand und mit allen Delegierten, unaufhörlich dafür eintreten, dass unsere Rechte nicht seitens der Gesetzgebung weiter beschnitten werden. Dazu gehört auch das Recht jedes einzelnen Kollegen, der auf Grund der gesetzlichen Rahmenbedingungen in seiner individuellen Situation keine Möglichkeit mehr sieht, gesetzlich versicherte Patienten im Rahmen der bestehenden Verträge weiter zu behandeln, die Kassenzulassung zurückzugeben, wie kürzlich in Niedersachsen geschehen.

Wir müssen unablässig gemeinsam für die Freiberuflichkeit unseres Berufsstandes kämpfen. Wir sollten mit Augenmaß, aber selbstbewusst dafür eintreten, die Freiheit unseres Berufes zu wahren und wir sollten allen Versuchen, uns zu reinen „Leistungserbringern“ zu degradieren, entschlossen entgegentreten. Ich sehe eine große Chance darin, sich täglich im beruflichen Wirken und Handeln dem Genfer Gelöbnis verpflichtet zu fühlen, um durch vorbildliches, redliches Verhalten, durch Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit unseren wichtigsten Verbündeten, unseren Patienten, an unsere Seite zu ziehen.

Ich werde mich während meiner Amtszeit mit aller Kraft dafür einsetzten, das hohe Ansehen zu verteidigen und zu mehren, welches unser Berufsstand bei unseren Patienten glücklicherweise immer noch genießt. Ich hege den Wunsch und die große Hoffnung, die Berliner Kollegenschaft, die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin und unsere Patienten auf diesem Weg unterstützend an meiner Seite zu wissen!

Lassen Sie mich abschließend ein Wort des Dankes aussprechen. Dieser Dank gilt meinem von mir hoch geschätzten Vorgänger Christian Bolstorff, der während seiner gesamten Amtszeit uns Berliner Kollegen mit hoher Einsatzbereitschaft, mit Mut und Anstand und mit herausragendem sozialen Engagement vertreten hat. Dieser Einsatz hat Christian Bolstorff zu hohem Ansehen in Berlin und über Berlin hinaus verholfen. Mit Dankbarkeit habe ich die Geschäfte von ihm übernommen und fühle mich seinem Denken und Tun verpflichtet.

Wolfgang Schmiedel