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Die Berliner Zahnärzte haben einen neuen Präsidenten

Die Berliner Zahnärzte haben einen neuen Präsidenten

Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 30. April 2004

Am Abend des 29. April 2004 wählten die Berliner Zahnärzte ihren neuen Präsidenten im Rahmen ihrer ordentlichen Delegiertenversammlung. Die Nachwahl war nötig geworden, da der bisherige Präsident, Dr. Christian Bolstorff, Ende Februar des Jahres von seinen Ämtern zurückgetreten war.
Mit einer großen Mehrheit wurde Dr. Wolfgang Schmiedel (55) zum neuen Präsidenten gewählt.

Dr. Schmiedel hatte bei seiner Kandidatur die Unterstützung des gesamten Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin, mit dem er nach erfolgreicher Wahl „ohne Veränderungen in der personellen Zusammensetzung weiter arbeiten“ wolle, wie er bekundete. Zu den Zielen, denen sich der neue Präsident der über 4800 Berliner Zahnärzte in der ersten Phase seiner Amtszeit (4 Jahre) vorrangig widmen will, gehört unter anderen die Verbesserung der zuletzt angespannten Zusammenarbeit mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlins (KZV), zudem sollen der Dienstleistungscharakter und das Serviceangebot der Zahnärztekammer noch weiter verbessert und auch deutlich ausgebaut werden. Zu den Dingen, die er entschieden unterstützen und vorantreiben werde, gehöre auch die Verteidigung der Freiberuflichkeit der Zahnärzte.
„Mir ist es wichtig“, sagte Dr. Schmiedel nach der Wahl, „dass wir eine starke zahnärztliche Gemeinschaft schaffen. Wir müssen gemeinsam an derselben Seite des Seils für die Zahnärzte ziehen und nicht an verschiedenen Enden. Ich hoffe, dass meine berufspolitische Unabhängigkeit mithelfen kann, dies über die verschiedenen Strömungen in unserem Berufstand hinweg zu erreichen. Es stehen wichtige berufspolitische Aufgaben vor und auch bereits in unserer Tür, die wir nur im Konsens mit der notwendigen Stärke bewältigen können.“ Er dankte dem bisherigen Vorstand, einer Koalition aus Verband der Zahnärzte von Berlin und Freier Verband Deutscher Zahnärzte/Landesverband Berlin, und speziell dem ehemaligen Präsidenten Dr. Bolstorff für die geleistete Arbeit, die er fortführen und weiter ausbauen wolle. Als strenger Verfechter des Genfer Gelöbnisses*), das nichts an seiner Bedeutung für den medizinischen Berufsstand verloren habe, setze er sich “für mehr Brüderlichkeit unter den Kollegen“ ebenso ein wie für das Wohlergehen der Patienten.

Zur Person:

Die Berliner Zahnärzte haben einen neuen Präsidenten

Dr. Wolfgang Schmiedel wurde 1949 in Berlin geboren, besuchte hier auch das Gymnasium, approbierte 1975 im Fach Zahnheilkunde und wurde nach seiner Weiterbildung 1978 zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie ernannt. Sein fachliches und berufspolitisches Engagement für die Zahnärzteschaft ist an einer langen Vita abzulesen, darunter nicht zuletzt ein bisher 15jähriger Einsatz für europäische Fragen in der EFOSA (European Federation of Orthodontic Specialists Associations).
Dr. Schmiedel hat auf vielen Ebenen die Berufspolitik der Kieferorthopäden Berlins und auch bundesweit deutlich geprägt. Seit 1997 war er Vorsitzender der Vertreterversammlung der KZV – eine Aufgabe, die er nun nach Wahl zum Präsidenten der Zahnärztekammer satzungsgemäß an andere Kollegen abgegeben hat., Dr. Schmiedel ist verheiratet und hat 5 Kinder – auf die Frage, worauf er in seinem engagierten Leben besonders stolz sei, kam entsprechend spontan: „auf meine Familie“. Seine Hobbies sind klassische Musik, Kunstgeschichte, Tennis, Motorradfahren und Fliegen.


*) Das Genfer Gelöbnis / 1949 vom Weltärztebund beschlossen: , "Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen.
Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben.
Die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.
Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren.
Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei der Ausübung meiner ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung.
Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.
Ich werde meinen Lehrern und Kollegen die schuldige Achtung erweisen.
Dies alles verspreche ich feierlich auf meine Ehre."