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Soziale Zahnmedizin in Berlin

15 Jahre Berliner Hilfswerk Zahnmedizin

Nachdem der Berufsstand und deren Körperschaften, Kammer und KZV, erkannt haben, wie wichtig soziales Engagement ist, hat sich gerade in Berlin seit dem Jahr 2001 viel entwickelt.

Dank der zündenden Idee von Frau Kollegin Kirsten Falk entstanden zunächst am Bahnhof Lichtenberg und später am Ostbahnhof mit Hilfe der Zahnärztekammer Berlin zwei Praxen für deutsche Obdachlose. Gleichzeitig wurde das „Berliner Hilfswerk Zahnmedizin e.V.“ (BHZ) gegründet, wodurch die Möglichkeit entstand, Spenden dafür steuerlich zu nutzen.

Im Dschungel der Großstadt Berlin sammeln sich ganz selbstverständlich viele benachteiligte Menschen, und da in erster Linie Obdachlose aus vielen Ländern, Drogenkranke, Arme, Migranten, legal und illegal. Vergessen dürfen wir vor allem nicht die große Gruppe der Menschen mit Behinderungen, die mit erheblichen Einschränkungen leben müssen.

Für das BHZ bedeutet das, Geld- und Sachspenden zu sammeln, um möglichst alle Projekte, die sich diesen Benachteiligten widmen, unterstützen zu können. Die Dentalindustrie hat das vorbildlich aufgenommen und hilft mehrheitlich großzügig. Die Geldspenden, ca. 200.000 Euro seit Gründung, werden nach Bedarf verteilt. Sie stammen zum großen Teil aus dem Kollegenkreis aber auch von der Industrie, Zahntechnik und wohltätigen Organisationen. Jede Spende gelangt zu 100 Prozent an das ausgewählte Ziel, denn alle Funktionsträger verzichten auf jegliche Entschädigung.

 

Vielfältige Förderung durch das BHZ

Für nahezu alle benachteiligten Gruppen entstanden Projekte. Das BHZ organisiert und finanziert das Projekt „Gesunder Mund“, Gruppenprophylaxe für erwachsene Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung in Berliner Wohneinrichtungen.

Das BHZ unterstützt das Mundgesundheitsprogramm Special Smiles von Special Olympics.

Um die Drogenkranken kümmert sich „Fixpunkt e.V.“, wir helfen bei der Finanzierung der dortigen Zahnmedizin.

Die Malteser MigrantenMedizin betreut alle benachteiligten Menschen, die nicht Zugang zu den anderen Projekten haben, so z. B. ausländische Obdachlose. Wir helfen auch dabei mit Sach- und Geldspenden.

Es gibt Gott sei Dank viele Kolleginnen und Kollegen, die bereit sind, sich ehrenamtlich in die Projekte einzubringen. Ohne ihre Hilfe hätten wir es nicht geschafft. Großer Dank!

 

Ihre Mitgliedschaft im BHZ hilft!

Alle Benachteiligte finden in unserer Stadt also eine Anlaufstation, wo sie zahnmedizinische Hilfe finden. Das BHZ kümmert sich, Kammer und KZV helfen im Rahmen ihrer gesetzlichen Möglichkeiten. Die Kollegenschaft kann sich durch Mitgliedschaft oder Spenden einbringen, hier ist aber noch reichlich Luft nach oben. 170 Mitglieder im BHZ sind für einen Berufsstand mit mehr als 5800 Kolleginnen und Kollegen deutlich zu wenig!

Ein Sonderfall war die zahnmedizinische Erstversorgung der Flüchtlinge in den Jahren 2015 und 2016. Hier koordinierte die Zahnärztekammer den Runden Tisch Flüchtlingshilfe. Auch hier war ein besonders engagierter Kollegenkreis für das tolle Ergebnis verantwortlich.

So wichtig und richtig jedes zahnärztliche Engagement im Ausland ist, haben wie doch zu lange die Augen vor den Problemen im eigenen Land, vor der eigenen Haustür verschlossen. Frau Kollegin Falk hat sie uns damals geöffnet. Dafür sind wir dankbar, denn nicht nur die Benachteiligten profitieren von unserer Tätigkeit, auch der Berufsstand hat sich dadurch ein deutlich besseres Image erarbeitet.

Das merken auch unsere gewählten Vertreter, wenn sie mit der großen Politik über die Zukunft des Berufsstandes ringen. Also tue selbstverständlich Gutes, aber rede auch darüber! Das BHZ blickt mit Stolz auf die zurückliegenden 15 Jahre und sagt allen, die Hilfestellung gegeben haben, herzlichen Dank!