Namensgeber Professor Dr. Dr. Ewald Harndt

Bei der  Einführung einer Ehrenmedaille aus KPM-Porzellan entschied der Vorstand der Zahnärztekammer Berlin im Jahr 2000 einstimmig, diese neue Medaille nach Professor Dr. Dr. Ewald Harndt zu benennen.

Für diese Entscheidung war ausschlaggebend, dass Herr Professor Dr. Dr. Harndt für die Zahnmedizin in Berlin eine ganz herausragende Bedeutung hat und somit als Namenspatron geradezu prädestiniert ist: Professor Harndt war ein großer und vorausdenkender Zahnarzt und - trotz all seiner zahnärztlichen Leistungen, Publikationen und Forschungsprojekte - kein „Fachidiot", sondern ein Mensch mit einem außerordentlich breit angelegten Interesse und Wissen in den verschiedensten Bereichen des Lebens. Unter anderem war die (Sprach-)Geschichte seiner Heimatstadt Berlin eines seiner Steckenpferde. In den politisch bewegten Jahren 1967 bis 1969 war Professor Ewald Harndt  Rektor und erster Präsident der Freien Universität Berlin.

Die Entscheidung des Vorstandes, die Medaille der Zahnärztekammer Berlin Ewald Harndt zu widmen, begründete der damalige Kammerpräsident Dr. Christian Bolstorff: „Die Zahnärztekammer Berlin möchte regelmäßig dieses großen Mannes gedenken, der in seiner Vielfältigkeit ein würdiger Namenspatron der neuen Medaille ist.“ 

 

 

 

Prof. Dr. Dr. Ewald Harndt

geboren am 22.1.1901 in Berlin, verstorben am 11.10.1996 in Berlin

  • 1920 bis 1926 Studium der Medizin und Zahnmedizin in Berlin, ab 1927 Tätigkeit am  Zahnärztlichen Institut der damaligen Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität
  • 1938 erhält er eine Dozentur  - wegen "politischer Unzuverlässigkeit" mit zweijähriger Verspätung
  • Seit Mai 1950 ist Harndt Professor und kommissarischer Direktor des Zahnärztlichen Instituts der (Ost-)Berliner Humboldt-Universität; im November 1950 verlässt er das Institut aus politischen Gründen; 1951 Wechsel an die Freie Universität.
  • Im Oktober 1956 wird er an der FU Berlin Professor für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und übernimmt die Leitung der Poliklinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten.
  • Von 1967 bis 1969 ist Harndt Rektor der FU Berlin.
  • Über die Fachgrenzen hinaus wird Harndt bekannt durch seine in zahlreichen Auflagen erschienene Publikation über den Einfluss der Hugenotten auf die Umgangssprache "Französisch im Berliner Jargon" (1. Auflage 1977).

 

 

Zahnärztekammer Berlin | Stallstraße 1 | 10585 Berlin | 030/34808-0 | www.zaek-berlin.de