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Verleihung der Ewald-Harndt-Medaille 2007

Dr. Dr. Klaus Ursus Schendel (l.), Zahnarzt und berufspolitischer Analytiker mit Laudator Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer

Dr. Karlheinz Kimmel, Zahnarzt, Wissenschaftler und Publizist

Ewald Harndt-Medaille für Herrn Dr. Karlheinz Kimmel und Herrn Dr. Dr. Klaus Ursus Schendel

 

Der anhaltende Applaus der Gäste der Eröffnungsveranstaltung zum 21. Berliner Zahnärztetag am 19. Januar2007 gab dem Vorstand der Zahnärztekammer mit der Auswahl der diesjährigen Preisträger der Ewald Harndt-Medaille der Zahnärztekammer recht: Die Laudationes von Kammerpräsident Dr. Wolfgang Schmiedel zeigten überdeutlich, dass beide Preisträger„sich um die Zahnärzteschaft herausragend verdient gemacht“ haben.

Dr. Karlheinz Kimmel wurde geehrt für seinen vielfältigen, geradezu lebenslangen Einsatz in der Berufspolitik in vielen Funktionen, nicht zuletzt im Rahmen der FDI, zudem für seine wissenschaftlicheTätigkeit z.B. im Bereich der Ergonomie und nicht zuletzt für seine langjährige Leistung im Bereich der Publikationen. Dr. Kimmel war – was viele heute gar nicht mehr wissen – im Jahr 1949 bereits Autor der „zm“, hatte viele Jahre die Chefredaktionbedeutender Fachpublikationen inne und arbeitete u.a. langjährig mit dem Hüthig-, aber auch mit dem Quintessenz-Verlag zusammen. In seiner kleinen Dankesrede meinte der Geehrte, er habe der Auflistung seiner vielfältigen Aufgaben mit Interesse gelauscht – er selbst habe manches doch schon vergessen... Dr. Kimmel ist noch immer publizistisch aktiv, er betonte, dass seit der IDS 2003 eine belebende Zusammenarbeit mit der DZW bestehe, die ihn immer wieder herausfordere, ihm aber auch viel Spaß mache.

Geehrt wurde weiterhin Dr. Dr. Klaus Ursus Schendel – für sein berufspolitisches Engagement, für welches der von ihm geprägte und inzwischen zum Sprachschatz der Gesundheitspolitik gehörende Begriff „Jobmaschine Gesundheitswesen“ ein Synonym geworden ist. „Seit etwa 1998 begann der schon lange politisch engagierte Kollege Dr. Dr. Schendel nachzudenken über bestimmte gebetsmühlenartige Behauptungen seitens mancher Politiker und selbsternannter so genannter Fachleute“, sagte Dr. Schmiedel und verwies auf die angebliche Kostenexplosion und die dadurch zwangsläufig bedingte Budgetierungen und Einsparungen. „Kollege Schendel hat in seiner wachsamen und kritischen Art, auch durch seine wissenschaftliche Denkweise, diese Behauptungen wissenschaftlich hinterfragt“ und „bei der Analyse unwiderlegbare Zahlen und Zusammenhänge gefunden“, die die Kostenexplosion als Märchen enttarnten und das Gesundheitswesen als „Jobmaschine Nr. 1“ erkannten. Dr. Schmiedel: „Er hat unserem Berufsstand ein vortreffliches Instrument in die Hand gegeben, das in unseren schwierigen Diskussionen mit Politikern und Vertretern der Regierung von unschätzbarem Wert ist.“ Dass er nach wie vor aktuell am Thema ist, demonstrierte Dr. Dr. Schendel in seiner Dankesrede mit einem kurzen Ausflug in die Unglaublichkeiten der datenbezogenen Positionen der Politik und ihrer medial gefeierten Wissenschaftler.