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Ewald-Harndt-Medaille 2011: Ehrung der Zahnärztekammer Berlin für Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Meyer / Greifswald

Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Meyer / Greifwald (links) wurde von Kammerpräsident Dr. Wolfgang Schmiedel mit der Ewald-Harndt-Medaille 2011 ausgezeichnet

Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 18. Januar 2011

 

Dass sich der Geehrte in vielfältiger Hinsicht mit dem Namensgeber der Ewald-Harndt-Medaille identifizierte, hatte der Vorstand der Zahnärztekammer Berlin bei der Auswahl des Preisträgers 2011 nicht geahnt. Und so erfüllte sich in den Dankesworten des diesjährigen Medaillenempfängers, Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Meyer/Greifswald, eher überraschend, was neben der Ehrung für herausragende Leistungen im Berufsstand ein weiteres Ziel der Auszeichnung ist: die Erinnerung an den die Berliner Zahnmedizin nachhaltig prägenden Professor Ewald Harndt aufrecht zu erhalten. Geradezu begeistert zitierte Professor Meyer aus Veröffentlichungen seines 1996 verstorbenen Kollegen Harndt, den er noch selbst kennen gelernt hatte. Auch dieser habe sich beispielsweise für die Goldhämmerfüllung eingesetzt, die heute wieder in Greifswald auf dem Programm stehe und seitens der Studenten ungewöhnlich stark nachgefragt werde: „Vielleicht liegt das daran, dass dies kein Pflichtthema ist“, meinte Professor Meyer, daran zeige sich, dass der Spaß am Lernen manchmal größer werde, wenn der Zwang nachlasse. Auch Harndts entschiedenes Eintreten für das Amalgam als hervorragenden Werkstoff entspreche seiner eigenen Haltung.

Nicht zuletzt neige er wie dieser zu Lebensfreude: Harndt habe gerne gefeiert, und das werde er, Meyer, nun auch im Anschluss an die Verleihung mit den zahlreichen Gästen und Ehrengästen der Veranstaltung tun. Zuvor hatte Berlins Kammerpräsident Dr. Wolfgang Schmiedel das Auditorium im Rahmen des Berliner Zahnärztetages am 14. Januar 2011 mit seiner Laudatio zunächst auf Irrwege geführt, welcher Aspekt letztlich den Ausschlag für die Ehrung gegeben habe. Eine Entscheidung, die im Übrigen im Vorstand einstimmig getroffen worden sei: „Es gab diesmal überhaupt keine Diskussionen, vielmehr einhellige Freude und sofortige uneingeschränkte Zustimmung!“

Und so übermittelte er den Gästen der Preisverleihung viele, die Zahnmedizin prägende Stationen im beruflichen Leben Professor Meyers, um mit einem „Das ist aber nicht der Grund für unsere Auszeichnung“ zu weiteren Leistungen des Geehrten überzuleiten. Der eigentliche Anlass, ihm nun die Ewald-Harndt-Medaille für seine großen Verdienste zu übereichen, sei „der Anfangsbuchstabe seines Nachnamens, das große ‚M’.“ Dieses große ‚M’, das sich seither als sichtbares Zeichen in der Schreibweise ZahnMedizin wiederfinde, stehe für die Wiedereingliederung der Zahnmedizin in die Medizin: „Als einer der Ersten hat er auf die wissenschaftlich beweisbaren Zusammenhänge zwischen zahnmedizinischen und allgemeinmedizinischen Erkrankungen hingewiesen, beispielhaft seien hier die Beziehungen zwischen Zahnbetterkrankungen und Endokarditis oder Diabetes genannt.“ Seine Untersuchungen des Speichels als ‚Transporter-Medium’ pathogener Keime ließen Professor Meyer zu der folgenden Aussage kommen, Zitat: „Für uns in den Zahnarztpraxen und in der Wissenschaft wird die Aufgabe, Mundgesundheitsschäden zu vermeiden, dadurch auch zu einer Präventionsaufgabe von relevanten Risikofaktoren für allgemeingesundheitliche Erkrankungen.“ Imponiert habe, so Dr. Schmiedel, auch sein Appell an die Zahnärzte, sich wegen dieser evidenten Zusammenhänge auch interdisziplinär fortzubilden, Zitat Meyer: „Auch immer mehr Ärzte merken inzwischen: Nur wir Zahnärzte beherrschen manche medizinische Situation – und kein anderer!“ Neben den vielfältigen Auszeichnungen, die Professor Meyer bereits erhalten habe, stehe nun auch die Ewald-Harndt-Medaille der Zahnärztekammer Berlin, Dr. Schmiedel: „Damit erweisen wir unserem Kollegen unseren speziellen ‚Berliner’ Respekt, unsere Anerkennung und vor allem unseren Dank.“