Ewald Harndt-Medaille der Zahnärztekammer Berlin: Preisträger 2013 ist Professor Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann

Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin (rechts) ehrte den Ewald-Hardt-Preisträger 2013, Prof. Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann und überreichte ihm die noble Porzellan-Medaille

Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 27. Mai 2013

Mit der Ewald Harndt-Medaille ehrt die Zahnärztekammer Berlin seit 2001 Personen, die sich in herausragender Weise um den zahnärztlichen Berufsstand bzw. die Zahnmedizin verdient gemacht haben. Der Preis selbst hat einen Bezug zu Berlin: Er erinnert an den 1996 verstorbenen Professor Ewald Harndt, langjähriger Leiter der Berliner Zahnklinik und auch Rektor der Freien Universität Berlin. Die Preisträger können, müssen aber der Zahnmedizin in Berlin nicht unmittelbar verbunden sein. In diesem Jahr allerdings fügte sich alles wie bestimmt: Geehrt wurde ein Berliner Zahnarzt und Kieferorthopäde, der innerhalb der Zahnmedizin in dieser Stadt eine wichtige Rolle einnimmt und in seinem herausragenden Wirken in der Tradition des Namensgebers der Medaille, Professor Ewald Harndt, steht.
 
Als Preisträger einstimmig auserkoren hatte der Vorstand der Zahnärztekammer Berlin Prof. Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann von der Berliner Chatité. Dabei spielte zwar dessen imponierende Leistung im Bereich der Wissenschaft eine große Rolle, ausschlaggebend aber war ein besonders bemerkenswertes Engagement. Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin, in seiner Laudatio bei der Verleihung des Preises am 24. Mai 2013 im Rahmen des Berliner Zahnärztetages: „Es ist diese nahezu einzigartige Mischung seiner beeindruckenden Vita verbunden mit seinem nationalen und internationalen wissenschaftlichen Wirken – und gleichzeitig sein herausragendes Engagement für unsere Berliner Zahnklinik, einhergehend mit bescheidener und freundlicher Menschlichkeit!“
Nur ansatzweise konnte der Laudator die enorme Anzahl an wissenschaftlichen Veröffentlichen, honorigen Positionen und erfolgten Ehrungen des Preisträgers darstellen, denn für den Aspekt „Berlin“ sollte im Rahmen der Würdigung ausreichend Raum bleiben.
Dr. Schmiedel: „Professor Jost-Brinkmann hat sich mit all seiner Kraft dem Erhalt, der Stärkung und der Neustrukturierung des Bereiches Zahnmedizin an der Charité und damit unserer Zahnklinik verschrieben. Mit unnachahmlichem und beharrlichem Einsatz hat er auch in schwierigen Zeiten – insbesondere verursacht durch die langanhaltende Vakanz dreier Lehrstühle – maßgeblich dazu beigetragen, den Klinikbetrieb aufrecht zu erhalten und seinen Studierenden eine hochqualitative Lehre zu ermöglichen.“ Professor Jost-Brinkmann, derzeit neben vielen weiteren Aufgaben an der Zahnklinik auch ihr Wissenschaftlicher Direktor, habe mehrere Rufe an andere Hochschulen mit höher dotierten Aufgaben trotz der nach wie vor nicht gänzlich gelösten Probleme am Standort Berlin nicht angenommen – sondern favorisiere, so zitierte Laudator Dr. Schmiedel den Preisträger, die reizvolle Herausforderung, mit dem neu erwarteten jungen Professorenteam die Zahnmedizin über Berlin hinaus voranzubringen und diesen Prozess aktiv mitzugestalten.
 
„Er ist jemand, der sich kümmert, das Heft in die Hand nimmt und viel bewirkt hat und noch bewirkt. Das ist vorbildlich“, sagte Dr. Schmiedel, der unter großem Beifall des Auditoriums dem Preisträger die Porzellan-Medaille aus dem Hause KPM mit dem Konterfei Professor Harndts überreichte. Professor Jost-Brinkmann dankte in seinem Schlusswort seiner Familie und seinem Hochschul-Team, dabei insbesondere den provisorischen Leitern der lange „verwaisten“ Abteilungen Prothetik, Zahnerhaltung und Parodontologie: „Wir sind dennoch, den schwierigen Rahmenbedingungen zum Trotz, wieder aufgestiegen im Ranking der Hochschulen ­– das war und ist eine großartige Leistung!“ Einmütig die Reaktion der Anwesenden auf die diesjährige Preisträger-Wahl seitens des Vorstandes der Berliner Zahnärztekammer: Die Entscheidung fiel auf den Richtigen.
 

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