26. Berliner Zahnärztetag: Das wissenschaftliche Programm

Die Wissenschaftliche Leiterin des 26. Berliner Zahnärztetages: Prof. Dr. Andrea-Maria Schmidt-Westhausen/Charité

Interview mit Professor Dr. Andrea-Maria Schmidt-Westhausen, Wissenschaftliche Leiterin des Berliner Zahnärztetages / veröffentlicht zuvor im MBZ

Das Kernthema des nächsten Berliner Zahnärztetages ist die Chirurgie – was für Teilgebiete werden im Programm aufgegriffen?

Schmidt-Westhausen: Das Programm besteht aus einem Update der zahnärztlichen Chirurgie, die in der tagtäglichen Praxis Anwendung findet. Dabei werden neue Aspekte „einfacher“ Eingriffe wie die Zahnextraktion ebenso dargestellt wie auch Aktuelles aus der Traumatologie der Zähne, der chirurgischen Zahnerhaltung, der Parodontalchirurgie bis hin zu Implantationen unter unterschiedlichen anatomischen Ausgangsbedingungen.

 

Wird das Programm auch praxisrelevante Vorträge für Ihre Kolleginnen und Kollegen liefern, die selbst nicht chirurgisch tätig sind?

Schmidt-Westhausen: In den einzelnen Vortragsrahmenthemen werden die Möglichkeiten und Grenzen, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktische Bezüge der besprochenen chirurgischen Methoden aufgezeigt. Auch der/die nicht chirurgisch tätige Zahnarzt / Zahnärztin bekommt auf diese Weise wichtige Informationen zur Beratung seiner Patienten und zu Alternativenbehandlungen.

 

 

Hat sich die Rolle der Chirurgie in der modernen Zahnmedizin in den letzten Jahren verändert? Was für Trends gibt es in Ihrem Fach: neue Verfahren, Techniken oder Produkte?

Schmidt-Westhausen: Als Trend zeigt sich, dass die Wahl der Methoden bzw. die Indikationsstellung immer stärker von den Erkenntnissen zur Biologie der Wundheilung bestimmt wird.

Darüber hinaus ist die Minimierung des OP-Traumas ein wichtiges Gebiet auch in der der Forschung. Zu den Themen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen, gehören die adäquate Aufklärung des Patienten, die unmittelbare Einbeziehung des Patienten in die Entscheidungsfindung (Partizipative Entscheidungsfindung) insbesondere bei Behandlungen, die zu den elektiven Eingriffen gehören wie zum Beispiel die Versorgung mit Implantaten.

 

Haben Sie schlagende Argumente, warum alle Berliner Zahnärzte am 17. und 18. Februar ins Estrel Hotel kommen sollten?

Schmidt-Westhausen: Sicherlich ist es schwierig, aus der immer größer werden Anzahl von Fortbildungsveranstaltungen eine Auswahl zu treffen. Doch ein wichtiger Grund,  ausgerechnet  den Berliner Zahnärztetag nicht zu verpassen, sind die hochkarätigen Referenten, die wir mit großem Einsatz gewinnen konnten: Man sehe sich die Namensliste an, sie spricht für sich. Neben vielen fachlichen Gründen spielen auch soziale Aspekte eine Rolle. So ist zum Beispiel der Brandenburgische Zahnärztetag traditionell sehr gut besucht, man trifft sich wieder, es besteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Es würde mich freuen, wenn die Berliner Zahnärzte den Brandenburger Zahnärzten hierin nicht nachstehen würden und den Zahnärztetag zum Anlass für ein Wiedersehen mit (alten) Kollegen zu nutzen.

 

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