26. Berliner Zahnärztetag / 50 Jahre Zahnärztekammer Berlin (Kopie 1)

Berlin-Presse-Information vom 16. Februar 2012

50 Jahre Zahnärztekammer Berlin

Die Zahnärztekammer Berlin begeht in 2012 in 50jähriges Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass blicken wir bei den Pressemeldungen in diesem Jahr auch immer 50 Jahre zurück, um den Gründungszeitraum in der Zeitgeschichte zu verankern:
·       Deutschland: Genau 50 Jahre vor der Eröffnung des diesjährigen Zahnärztetages am 17. Februar 2012, also am 17. Februar 1962, herrschte an der Nordseeküste Katastrophenalarm. Eine Flut, wie sie die Region seit 1855 nicht mehr erlebt hat, überrollte trotz Deicherhöhung Hamburg und die ganze Region. Weit über 300 Menschen starben.
·       Berlin: Wenige Tage zuvor, in der Nacht auf den 24. Januar 1962, gab es die erste Tunnelflucht aus Ost- nach Westberlin. Bei der spektakulären Aktion wechselten 28 Berliner erfolgreich die Stadtseite. Insgesamt sind in den ersten 6 Monaten des Jahres 1962 rund 60 Personen über Tunnel nach Westberlin geflüchtet.
·       Knapp eine Woche nach dem 17. Februar 1962 hatte Westberlin John F. Kennedy zu Gast.
·       In Berlin herrschte Jahrhundertkälte. Die folgenden Wochen gelten als kältester Jahresabschnitt seit Regierungsantritt Friedrichs des Großen im Jahr 1740.
 
26. Berliner Zahnärztetag am 17. und 18. Februar im ESTREL:
Magnet Berlin – Ehrung auch für Berliner Zahnärztin

 
Am 17. Februar 2012 wird im Berliner ESTREL der 26. Berliner Zahnärztetag eröffnet – und es werden zwei Mitglieder des Berufsstandes für ihr ganz besonderes soziales Engagement ausgezeichnet, darunter eine Zahnärztin aus Berlin. Weit über 1000 Zahnärzte, Zahntechniker und Zahnmedizinische Fachangestellte werden zu dieser Gesamtveranstaltung erwartet, darunter viele Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet, für die der Berliner Zahnärztetag eine feste Größe im Fortbildungskalender geworden ist.
Fachthema in diesem Jahr ist „Die ganze Chirurgie des Zahnarztes“. Es geht um die zumeist invasiven Verfahren zur therapeutischen Behebung von Zerstörungen am Zahnbettgewebe, Lösungen bei Zahnverlust und Vorgehen bei riskanten Veränderungen an der Mundschleimhaut. Wie immer dürfen sich die Teilnehmer beim Berliner Zahnärztetag auf hochrenommierte Referenten aus dem Fachgebiet freuen und damit auf erfahrene Empfehlungen für die eigene Praxis.
 
Auszeichnung auch für Berliner Zahnärztin


Alljährlich werden Personen, die sich mit herausragenden Leistungen für den zahnärztlichen Berufsstand eingebracht haben, seitens der Zahnärztekammer Berlin mit der Ewald-Harndt-Medaille ausgezeichnet – benannt nach Professor Ewaldt Harndt, der nicht nur die Zahnmedizin in Berlin und Deutschland nachhaltig prägte, sondern auch erster Rektor der damals neuen Freien Universität war. 2001, im Jahr seines 100. Geburtstages, hat die Zahnärztekammer Berlin diese jährliche Auszeichnung eingeführt.
 
In diesem Jahr erhalten jeweils eine Medaille – übrigens eine KPM-Sonderanfertigung – der Zahnarzt Dr. Christoph Hils aus Hildesheim und Dr. Imke Kaschke, Zahnärztin aus Berlin mit Zusatzausbildung in Public Health. Dr. Hils ist Initiator und Clinical Direktor des zahnärztlichen Gesundheitsprogramms „Special Smiles“ im Rahmen der inzwischen auch in Deutschland etablierten „Special Olympics“ im Bereich Healthy Athletics. Dr. Kaschke ist als Gesundheitsmanagerin bei Special Olympics engagiert und hat zudem viele weitere soziale Projekte auf den Weg gebracht wie beispielsweise die Verbesserung der zahnmedizinischen Betreuung von in Heimen lebenden Erwachsenen mit Behinderungen.
Für dieses Projekt erhielt die Deutsche Zahnärzteschaft kürzlich beim Neujahrsempfang der Bundeszahnärztekammer von den Repräsentanten aller Bundestagsfraktionen einen ausdrücklichen Dank.
 
Mit verschiedenen Aktionen und Maßnahmen wird die Mundgesundheit der Special Olympics-Teilnehmer, Menschen mit geistiger und Lern-Behinderung, optimiert. Menschen mit solchen Einschränkungen haben ein erheblich vergrößertes Risiko für Zahn- und Mundgesundheitsschäden und damit für eine zusätzliche auch allgemeinmedizinische Belastung ihrer ohnehin eingeschränkten Lebensqualität. Das Projekt kommt bei den Teilnehmern hervorragend an und ist mittlerweile fester Bestandteil des Gesamtkonzeptes.