Zahnärztekammer Berlin: Wahlen zur Delegiertenversammlung entschieden

Presseinformation der Zahnärztekammer Berlin vom 2. Dezember 2012

Die Berliner Zahnärzte waren aufgerufen, die Zusammensetzung der Delegiertenversammlung für die nächste Legislaturperiode zu bestimmen, und 38,6 % der Wahlberechtigten haben von dieser Möglichkeit, die Politik ihrer Zahnärztekammer mitzubestimmen, Gebrauch gemacht. Ausgezählt wurden die Wahlstimmen am 29. November 2012. Die Auszählung ergab, dass der Verband der Zahnärzte von Berlin in die neue Delegiertenversammlung 17 Vertreter wird entsenden können, die „Union 2012“ (eine gemeinsame Liste der Berliner Gruppierungen BUZ, DAZ, GpZ und IUZB) 10 Vertreter, die Fraktion Gesundheit wird 8 Delegierte stellen, der Freie Verband Deutscher Zahnärzte e.V. 7 Delegierte, die Liste Kieferorthopädie 2 Delegierte und die Liste „Chirurgie in der Zahnmedizin“ 1 Delegierten.
 
Die Zahnärztekammer Berlin wurde in der zurückliegenden Legislaturperiode geführt durch eine Koalition von Verband der Zahnärzte in Berlin und Freier Verband Deutscher Zahnärzte. „Rein rechnerisch würde eine solche Koalition erneut die Mehrheit in der Delegiertenversammlung stellen“, sagt Dr. Wolfgang Schmiedel, bis zur Neuwahl des Vorstandes amtierender Präsident der Berliner Zahnärztekammer, „Gespräche im Vorfeld der Kammerwahlen haben Signale deutlich werden lassen, dass die erfolgreiche Koalition möglicherweise auch die kommende Legislaturperiode die Aufgaben der Zahnärztekammer bestreitet.“
 
Auf die Frage, wie die vergleichsweise niedrige Wahlbeteiligung zu bewerten sei, meinte er: „Das kann man aus zwei Richtungen sehen. Man könnte sagen: Die Basis interessiert sich eher wenig für die Arbeit ihrer Zahnärztekammer und fühlt sich nicht angesprochen, sich durch Wahlstimmen an der Gestaltung zu beteiligen. Man könnte aber auch die Alltagserfahrung berücksichtigen, dass sich in der Regel nicht meldet, wer eigentlich ganz zufrieden ist, sondern eher diejenigen, die etwas verändern wollen. So gesehen ist eine niedrige Wahlbeteiligung auch ein Signal an den Vorstand, dass dieser mit seiner Arbeit eine grundsätzliche Zufriedenheit ausgelöst hat. Wir lesen Wahlbeteiligung und Wählerstimmen allerdings als klaren Auftrag, die grundsätzlich auch von allen Delegierten in vielen einstimmigen Beschlüssen goutierte Arbeit des Kammervorstandes fortzusetzen, die Anregungen aus anderen Gruppierungen aber auf verschiedenen Ebenen noch mehr als bisher schon zu integrieren. Für das Votum bedanken wir uns bei allen, die sich aktiv an der Kammerwahl beteiligt haben.“ Als nächster Schritt steht die Konstituierende Delegiertenversammlung an – sie wird am 31. Januar 2013 zusammentreten und in diesem Rahmen auch die personelle Besetzung des neuen Kammervorstands bestimmen.

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